New Job

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„Über was wollen Sie mit mir sprechen?", fragte ich misstrauisch und blieb bei der Türe stehen. Doktor Whitmore blickte zu mir auf und bat mich: „Schließen sie doch bitte die Türe." Widerstrebend schloss ich sie, doch ich blieb dennoch ganz nahe beim Ausgang stehen. Ich ging lieber auf Nummer sicher. „Ich will mit dem Ganzen hier nichts zu tun haben. Also sprechen sie endlich, damit ich schnell von hier weg kann."

Er nickte verständnisvoll, doch mit nur einem Satz machte er all meine Pläne zunichte: „Sie wissen schon zu viel." Ich stutzte. Was sollte das bedeuten? Würde er mir etwas antun? Wieso war ich nur so neugierig gewesen? Wieso hatte ich ihn nur mit so vielen Fragen durchlöchert? Wieso hatte ich nur von ihm verlangt, mir das hier zu zeigen? Meine Neugierde würde mein Tod sein. Ich hätte mich einfach nur heraushalten sollen...

„Was soll das bedeuten?", fragte ich, obwohl ich genau wusste, was er meinte. Er würde mich töten und bestimmt auf eine grauenvolle Weise. Ich hatte schon zu viel gesehen und war deshalb eine Gefahr für die Augustine Gesellschaft. „Sie können jetzt nicht einfach nach Hause gehen und normal weiterleben", fing er an und ich erwiderte: „Mein bisheriges Leben kann man nicht gerade als normal bezeichnen."

Er schmunzelte und verbesserte sich: „Dann eben euer unnormales Leben, indem sie Vampire gejagt haben." „Auf was wollen sie hinaus?" Ich ließ mir meine Angst nicht anmerken. Ich wollte noch nicht sterben. Sollte ich einfach abhauen? Aber dann erinnerte ich mich an mein ganzes Kampftraining. Ich könnte es mit ihm aufnehmen. Ich hatte schon unzählige Vampire erledigt. Ich würde mich doch nicht von einem irren Doktor unterkriegen lassen!

Ich war für alles gefasst, außer für diesen Satz: „Ich biete ihnen einen Job an." Sprachlos blickte ich ihn an. Ich hatte alles erwartet, aber das definitiv nicht. „Etwa einen Job bei Augustine?", fragte ich fassungslos. Ich würde niemals so etwas wie er machen. Er nickte und ich schüttelte sofort den Kopf. „Niemals!" „Dann drücke ich es eben in anderen Worten aus: Das war keine Bitte. Sie sind ab sofort ein Teil der Augustine Gesellschaft, ob sie das wollen oder nicht."

„Nein!", wiederholte ich mich und fügte hinzu: „Ich werde doch nicht, wie sie solche abartigen Experimente an Vampiren durchführen. Beispielweise jemanden ein Skalpell ins Auge stoßen. So etwas mache ich nicht!" Er war nun näher zu mir herangetreten und beschwichtigte mich: „Das verlange ich auch gar nicht von ihnen. Sie werden die beiden Vampire studieren. Sie beobachten. Mehr über sie herausfinden und das alles notieren sie."

Dafür brauchen sie jemanden?", fragte ich ungläubig und er zuckte mit den Schultern. „Irgendwie schon, ja. Vor ein paar Jahren hatte ich jemanden. Sie hieß Maggie und arbeitete bis 1950 für mich. Aber sie arbeitete ohne das Wissen, was ich wirklich mit meinen Testobjekten anstellte. Sie wusste nichts von den Experimenten und als sie draufkam, verschwand sie von hier. Also ersetzen sie sie jetzt."

Er öffnete nun eine Schublade und reichte mir ein altes Buch mit braunem Ledereinband. „Darin werden sie alles hineinschreiben. Das ist das sogenannte Augustine-Tagebuch. Sie werden es weiterführen", sprach er. Statt es entgegen zu nehmen, verschränkte ich meine Arme und nahm meinen ganzen Mut zusammen um zu erwidern: „Und wenn ich nein sage?"

Er blickte mich amüsiert an. „Sie können nicht nein sagen. Sie sind schon zu sehr in die Sache verwickelt." Ich schluckte, denn er hatte recht. Ich konnte keinen Rückzieher mehr machen. Es war zu spät dafür. Ich musste tun, was er mir sagte. Ich hatte keine andere Wahl...

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Mit dem Augustine-Tagebuch in der Hand machte ich mich auf den Weg zu den Zellen. Als ich Whitmore sein Labor verließ entdeckte ich gleich einen Stuhl, welcher in einer Ecke stand und nahm mir diesen, nachdem ich einmal tief durchgeatmet hatte. Ich schob den Holzstuhl über den Boden zu den Zellen. Das Geräusch blieb natürlich nicht ungehört und so blickten gleich beide Vampire neugierig zu mir. Sie standen beide dicht bei den Gitterstäben und musterten mich.

„Hi Jungs", begrüßte ich sie, als ich den Stuhl ungefähr mittig vor den beiden Zellen hingeschoben hatte. Ich rutschte ihn dicht an die Wand, damit ich den Vampiren nicht zu nahe kam. Ich versuchte mich nun an einem freundlichen Lächeln, was nicht ganz so funktionierte. Die beiden waren Vampire! Ich jagte eigentlich Vampire und sollte mich jetzt auf einmal friedlich mit ihnen unterhalten? Wie sollte ich das bitte hinkriegen?

„Hallo Schönheit", begrüßte mich der unbekannte Vampir, welcher dunkelbraunes Haar hatte und gar nicht mal so schlecht aussah, aber hingegen zu Damon... Ich unterbrach meinen Gedanken schnell. Mir durfte Damon nicht gefallen! Ich schüttelte schnell den Kopf und setzte mich auf den Holzstuhl.

„Pass lieber auf...", fing Damon an und setzte sich auf den Boden, wo er sich an der Wand anlehnte. „...ehe du dich versiehst, fällt sie dir in den Rücken. Sie hat mich an Doktor Whitmore verraten", sprach Damon verärgert zu Ende und warf mir einen wütenden Blick zu. Aufgebracht stand ich wieder von dem Stuhl auf und fuhr ihn an: „Du hast meine Eltern umgebracht!"

„Oh, jetzt wird es gleich unschön...", murmelte der andere Vampir und ich warf ihm einen warnenden Blick zu. Er verstummte sofort. Mit den beiden konnte es ja noch lustig werden...

Vampire - Hunter or Friend?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt