Augustine-Vampire

81 6 3
                                        

„Ich weiß es zu viel verlangt, aber ich will Sie bitten, Doktor Whitmore, dass Sie Damon Salvatore für mich töten. Ich habe das letzte Mal schon gezögert und werde es bestimmt wieder tun", erklärte ich. Damon seine eisblauen Augen hatten eine zu große Beeinflussung auf mich. Sie zogen mich regelrecht in ihren Bann.

Whitmore lächelte und sah so aus, als hätte er auf diesen Moment die ganze Zeit gewartet. „Es ist keines falls zu viel verlangt. Bei mir ist Damon in guten Händen", meinte er und ich sah ihn verwundert an. Er sollte ihn umbringen und ihn nicht in guten Händen halten. „Ironisch gemeint. Du verstehst den Spruch sicher. In guten Händen für seinen Tod", fügte er hinzu, weil er bei meinem Gesichtsausdruck erkannte, dass ich es nicht verstanden hatte.

„Nachdem Joseph ihn mit Eisenkraut geschwächt hat kannst du ihn dann umbringen. Ich werde mit großem Vergnügen zuschauen", meinte ich und lächelte böse. Endlich würde ich meine Rache bekommen. Für das was er getan hatte musste er nun einmal sterben. Allein schon dafür, dass er ein Monster war. Ich konnte es aber nicht selbst machen, weil ich nicht riskieren wollte, wieder zu zögern. „Abgemacht, so werden wir es machen", meinte Whitmore und ich vertraute ihm.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Es war der Abend des 11 Juni 1953. Wo Damon seine Ankunft ankündigte, versteckten Doktor Whitmore und ich uns im Haus. Wir wollten erstens eingreifen, falls Joseph Hilfe brauchte und zweitens unseren Plan durchführen. Damon würde heute Abend sterben.

Ich hörte eine Stimme im Flur, die ein Dienstmädchen ansprach: „Hey. Ich suche Joseph Salvatore." Ich stutzte und erschauderte leicht bei dem Klang seiner Stimme. Das musste er sein. Damon Salvatore. „Du hast ihn gefunden", erwiderte Joseph und die beiden führten nun eine kleine Konversation.

„Gefällt mir, was du hier gemacht hast. Wenn diese Pensions-Geschichte nicht funktioniert, dann mach doch einfach ein Luxusbordell auf", meinte Damon und mein Herz raste nun richtig. Er war nur mehr einen Raum entfernt. Raste mein Herz aus Angst?

„Dann hast du mein Telegramm bekommen? Von Stefan habe ich noch nichts gehört, aber ich hoffe, er kommt auch bald. Wann habt ihr euch zuletzt gesehen?" „Naja, er ruft nicht an, er schreibt nicht. Ich natürlich auch nicht. Ich sollte fairerweise zugeben, dass ich ihn mitten im zweiten Weltkrieg auf einem Bahnsteig habe stehen lassen", gestand Damon und ich bekam eine Gänsehaut beim Klang seiner Stimme. Wieso reagierte ich so eigenartig auf ihn?

„Na ja, es ist nie zu spät, ein besserer Mensch zu werden", meinte Joseph. Für Damon war es zu spät, generell für jeden Vampir! „Keine Ahnung, ob so etwas in mir steckt", meinte Damon und bestätigte meinen Gedanken. Ich hörte ihn plötzlich aufstöhnen. Joseph hatte seine Arbeit getan.

„Tut mir leid wegen des Eisenkrauts, Damon, aber so viel Geld abzulehnen, wäre dumm", meinte Joseph zu ihm und plötzlich hörte ich Joseph stöhnen und röcheln. Was war passiert? Ich eilte um die Ecke zur Hilfe und war geschockt. Damon hatte ihm ein Glas in den Hals gerammt. Ich blieb erstarrt stehen, vor allem aber, weil ich Damon wieder vor mir hatte. Diesmal war er aber geschwächt in sich zusammengekauert am Boden hockend.

Doktor Whitmore kam entspannt um die Ecke und meinte: „Tja, jetzt muss ich nichts mehr zahlen." War das sein Ernst? Ihm war es egal, dass ein unschuldiger Mensch gestorben war?! Damon stöhnte und fragte geschwächt: „Wer sind Sie denn?" Doktor Whitmore nahm eine weitere Eisenkraut Spritze vom Tisch und ich wusste nicht was er vor hatte.

Es war jetzt der perfekte Augenblick um ihn zu töten. Wir durften keine Sekunde verlieren! Damon sah plötzlich auf zu mir und da war wieder alles für mich verloren. Ich fühlte mich wieder wie angezogen von seinen eisblauen Augen und es war ein eigenartiges Gefühl in mir. Mitgefühl. Ein Teil meines Körpers wollte mich davon überzeugen ihm zu helfen. Was war nur in mich gefahren? Er musste sterben! Hier und jetzt!!

„Ab dem heutigen Tag bin ich dein Arzt", meinte Whitmore und packte Damon plötzlich an der Schulter. Kaltblütig stieß er ihm die zweite Eisenkraut Spritze in den Hals. „Was machen Sie mit mir?", fragte Damon total geschwächt und viel mit diesen Worten ohnmächtig zu Boden. „Nur ein wenig Eisenkraut", murmelte Whitmore und ich sah ihn fassungslos an.

„Sie haben mir versprochen ihn zu töten. Was haben Sie mit ihm vor?", fragte ich ihn verzweifelt und er sah nun zu mir auf. „Er wird eines meiner Versuchskaninchen. Nun wird alles nach meinem Plan ablaufen. Schon vergessen, Sie haben ihn mir anvertraut. Ab sofort ist er ein Augustine Vampir", meinte er und ich konnte es nicht fassen. Er hinterging mich. So war es nicht abgemacht gewesen! Er sollte ihn töten und nicht für seine Zwecke hernehmen. Und was meinte er mit Versuchskaninchen? Was wollte er mit ihm machen? Was war die Augustine Gesellschaft?

Vampire - Hunter or Friend?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt