Ich war so wütend auf Damon, dass ich am nächsten Tag einfach nicht zu Augustine ging. Ich wollte ihm nicht begegnen, denn ich konnte dann für nichts garantieren. Vielleicht sollte ich ihm doch noch einen Pflock ins Herz rammen. Er war so ein typischer Vampir, denn ich eigentlich umbrachte. Er schadete der Welt nur. Enzo gehörte eigentlich auch zu den mörderischen Vampiren, aber er war hingegen zu Damon nett zu mir.
Ich blieb ein paar Tage von der Arbeit fort und ging wieder meiner alten Berufung nach: Vampire zu jagen. Ich hatte es in letzter Zeit zu sehr vernachlässig, weshalb ich jetzt ein wenig zum Nachholen hatte. Es war eine perfekte Ablenkung bei der ich auf andere Gedanken kam. Ich genoss die Jagd und war so fast durchgehend nicht in meiner Wohnung, da diese sowieso nicht gerade gemütlich und ziemlich abgekommen dazu war.
Ich bewegte mich im Umfeld von Richmond, wo ich genügend Vampire fand. Aber nach drei Tagen musste ich einsehen, dass ich mich nicht ewig verstecken konnte und Doktor Whitmore war mein Fortbleiben sicherlich aufgefallen. Ich entschied mich also, dass ich mich wieder bei Augustine blicken lassen musste. Ich hatte aber etwas Angst davor, da Doktor Whitmore bestimmt nicht erfreut war, dass ich ohne mich zu melden einfach nicht zur Arbeit gekommen bin. Wie würde er wohl reagieren, wenn ich ihm begegnete?
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Ich richtete mich gerade zum Gehen her, da fiel mein Blick auf den Esstisch, wo ein Holzpflock lag. Er war etwas blutig, weil ich damit ein paar Vampire getötet hatte, aber das war nicht der Grund wieso ich ihn anstarrte. Ich dachte an etwas ganz anders. Ich bewegte mich langsam zum Tisch und hob den Pflock hoch. Ich wiegte ihn in meiner Hand und blickte ihn überlegend an. Es wäre doch ein Versuch wert, oder? Ich ließ den Pflock in meine Tasche gleiten und machte mich so auf den Weg zur Arbeit.
„Sieh an, wer da wieder kommt", meinte Enzo, als ich den Keller betrat. Ich nickte ihm kurz zu und sah mich suchend um. Damon war nicht in seiner Zelle. „Er ist gerade da drinnen", antwortete mir Enzo mit einem Kopfnicken zum Untersuchungsraum. Da kam auch schon die Bestätigung: Ein langgezogener schmerzerfüllter Schrei von Damon. Ich ging augenblicklich auf die Türe zu, doch Enzo stoppte mich: „Willst du da jetzt ernsthaft rein?"
Ich drehte mich wieder zu ihm um und war nun verunsichert. Wollte ich wirklich sehen, was Doktor Whitmore mit Damon da drinnen machte? Wieder ein Schrei. „Ich muss zu Doktor Whitmore", log ich, obwohl ich eigentlich zu Damon musste. „Das würde ich dir nicht empfehlen, er war nicht gerade begeistert, dass du nicht mehr gekommen bist...", warnte mich Enzo und machte mich so nur noch nervöser.
„Ich regle das schon, aber danke, dass du dich um mich sorgst. Irgendwie...", meinte ich und drehte mich wieder zur Tür um. Ich umschloss den Türgriff und atmete tief ein. Augen zu und durch, dachte ich mir noch und öffnete damit die Türe. Doktor Whitmore wandte sich sofort zu mir um und auch Damon sein Schrei verstarb. Geschwächt wandte Damon seinen Blick zu mir und ich erstarrte im Türrahmen.
Doktor Whitmore hatte blutrote Handschuhe an und hielt etwas in seiner Hand. Mein Blick wanderte zu Damon seinem entblößten Bauch, welcher aufgeschnitten war. Blut. Überall war Blut. Ich blickte wieder zu Doktor Whitmore seinen Händen. In der einen hatte er ein Messer oder so etwas wie ein Skalpell. Ich konnte in dem Moment nicht richtig denken. Es war jedenfalls etwas scharfes und das etwas in seiner anderen Hand war wohl...
Ich glaubte, ich musste mich gleich übergeben. Er hielt einen Teil von irgendeinem Organ von Damon in der Hand. „Miss Hill, ein Wunder, dass sie wieder mal hier auftauchen", meinte Doktor Whitmore und ich starrte ihn nur an. Hier war mir definitiv zu viel Blut. Auf der Kleidung des Doktors war Blut. Seine Hände waren voller Blut. Damon sein T-Shirt, welches hochgezogen war, hatte Blutspuren und das Schlimmste war das frische Blut, was aus der Wunde bei Damon seinem Bauch herausquoll.
„Ich glaube ich muss mich...", weiter kam ich nicht, denn da rannte ich schon zu dem Mülleimer, der in der nähe stand und übergab mich. Ich hatte noch nie etwas so Ekelhaftes gesehen. Ich hörte Damon geschwächt stöhnen. Ich wollte gar nicht wissen, was er für Schmerzen im Moment hatte. Warte, er tat mir schon wieder leid! Dieser Idiot durfte mir nicht leidtun!!
Mit neuem Mut drehte ich mich zu den beiden um und tat so als wäre nicht gerade mein Frühstück hochgekommen. „Ich bin für heute fertig mit Damon", meinte Doktor Whitmore und zog seine blutigen Handschuhe aus. Ich wollte gar nicht erst wissen, wohin er das Stück Organ hingegeben hatte. Einfach nicht daran denken und nicht hinschauen, doch trotzdem wanderte mein Blick versehentlich zu Damon seinem Bauch. Schnell blickte ich wieder weg, bevor ich mich wieder übergab.
„Mach dich behilflich und bring Damon zurück zu seiner Zelle", befahl mir Doktor Whitmore und öffnete damit Damon seine Gurte mit denen er an den Tisch gefesselt war. Ich konnte mich dem Doktor unmöglich widersetzen, da er ja sowieso schon wütend auf mich war, wegen meiner Abwesenheit in den letzten Tagen. Ich eilte schnell zu Damon und half ihm von dem Tisch. Er stöhnte laut auf und wäre sofort zu Boden gefallen, wenn ich ihn nicht gehalten hätte.
Geschwächt lehnte er sich an mich und ich nahm noch irgendwie den Schlüssel von Doktor Whitmore entgegen, während ich Damon Halt gab. Er war so am Ende seiner Kräfte, dass er noch nicht mal selber stehen konnte. Noch dazu war ich nicht gerade die Stärkste und er lehnte sein ganzes Gewicht an mir an. Irgendwie wankte ich mit ihm zur Türe, welche zu meinem Glück noch offen war.
Bei seiner Zelle wollte ich kurz verschnaufen und lehnte mich leicht an die Zellentüre, weil ich dachte diese sei noch geschlossen. Doch ich hatte mich geirrt, denn die Türe war offen und so fielen wir beide auf den staubigen Steinboden der Zelle. Wir lagen nun beide am Boden und Enzo fragte uns, ob alles in Ordnung sei. Wir gaben ihm beide keine Antwort. Ich setzte mich nun auf und blickte zu dem schwachen Damon am Boden. Seine Bauchwunde heilte nur schwer und war immer noch offen. Ich blickte kurz auf meine Kleidung, welche wegen ihm nun auch leicht blutig war.
Mein Blick wanderte nun zu Damon seiner Brust, wo sein Herz schlug. Das war doch meine perfekte Gelegenheit. Ich nahm den Holzpflock aus meiner Tasche und bewegte ihn langsam hinüber zu Damon. Ich hielt ihn über seine Brust. Ich holte aus und schloss meine Augen, gleich würde er seinen Todesstoß bekommen.
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Vampire - Hunter or Friend?
VampirosVielleicht kennt ihr ja die Augustine Gesellschaft von Vampire Diaries. Eine grausame Gesellschaft die bei Vampiren Experimente durchführt und in der Damon fünf Jahre eingesperrt ist. Doch wie kam es erst dazu? Wie konnten sie ihn erwischen? Wie fan...
