Unforgettable Hour

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Dezember 1952
Dianas Sicht

So viele Vampire waren schon durch meine Hand gestorben. Ich war stolz auf mich, denn ich hatte schon vielen Menschen somit das Leben gerettet. Ich war mittlerweile eine geborene Vampirjägerin. Kein Vampir konnte mir entkommen. Ich war besser als mein Vater und er war unheimlich stolz auf mich. Auch Mutter hatte nun weniger Angst um mich, dennoch sorgte sie sich. Was wäre, wenn ich einem stärken Vampir begegnen würde? Ich würde ihn ebenso fertig machen, aber Mutter dachte da anders.

Ich war auf alles gewappnet, als wir im Dezember Nachschub für den Winter holen wollten, doch auf das was eintraf war ich nicht vorbereitet. Ich dachte niemand könnte mich aus der Fassung bringen, aber da hatte ich mich gewaltig getäuscht. Mein Fehler war die Ablenkung und das meine Gedanken in dem einen wichtigen Moment vollkommen versagt hatten...

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Wir fuhren zum Markt nach Richmond um dort genügend Vorräte für den Winter zu kaufen. Ich las ganz versunken in meinem Buch „Der kleine Hobbit" als meine Mutter plötzlich aufschrie: „Brems!!" Erschrocken sah ich von meinem Buch auf und erkannte gerade noch eine schwarze Gestalt im Nebel, die eine Sekunde später übers Auto geschleudert wurde.

Ich hielt erschrocken die Luft an, während mein Vater quietschend zum Stehen kam. Hatten wir gerade einen Mann getötet? „Oh Gott, wir haben jemanden überfahren", meinte meine Mutter geschockt und schnallte sich sofort ab. Ich tat es ihr gleich und schnallte mich auch ab, gerade wollte meine Mutter austeigen, als mein Vater sie am Arm zurückhielt. Er schüttelte leicht den Kopf und schaute kurz zu mir zurück, dann wieder zu meiner Mutter. Fragend sah ich ihn an. Wir mussten dem Mann doch helfen!

„Dies war bestimmt kein Mensch, das kann nur ein Vampir gewesen sein, der auf der Jagd ist. Kein normaler Mensch stellt sich einfach auf die Straße, das ist eine Vampirtaktik. Wir sollten weiterfahren, wenn die Person wirklich ein Mensch ist, dann ist sie bereits tot. Wir können ihm nicht mehr helfen", meinte mein Vater und wollte schon weiterfahren, doch Mutter riss plötzlich die Beifahrertür auf und stieg aus.

„Nicht jeder ist ein Vampir und jede Sekunde in der wir hier reden, ist verschwendete Zeit in der wir der Person helfen könnten! Wir haben sie angefahren, als müssen wir ihr auch helfen. Erst wenn ich mich vergewissert habe, dass sie auch wirklich tot ist, fahren wir weiter", meinte Mutter bestimmt und knallte die Türe zu.

„Vielleicht bin ich wirklich zu paranoid", murmelte Vater und starrte auf das Lenkrad. Ich war unentschlossen. War Mutter in Gefahr? War es nur ein Mensch? Sollte ich ihm auch helfen? Vielleicht rückte derjenige in der Sekunde dem Tod näher! Aber was ist, wenn es ein Vampir war?! Nein, ich überreagierte bestimmt, genau wie mein Vater...

Meine Gedanken kreisten, als ich plötzlich einen Schrei hörte. Einen schrillen Schrei, welcher meiner Mutter gehörte. Sofort sprangen mein Vater und ich aus dem Auto. Erstarrt stand ich da, als ich einen Vampir erkannte, der seine Zähne in den Hals meiner Mutter geschlagen hatte. Auch Vater war überrumpelt von der Situation und konnte nicht reagieren. „Nein!", schrie ich verzweifelt, doch da war es schon zu spät...

Der schwarzhaarige Vampir sah wegen meinem Schrei zu mir auf und ließ den leblosen Körper meiner Mutter zu Boden fallen. Tränen stiegen in meine Augen, das durfte einfach nicht wahr sein! Meine Mutter war tot!! Genüsslich schleckte sich der Vampir das Blut meiner Mutter von den Lippen. Wie konnte es dieser blutrünstige Vampir nur wagen?!! Dieses Monster!!

„Nein", schluchzte ich mit tränenüberströmtem Gesicht. Wieso meine Mutter? Sie hatte einen solchen Tod nicht verdient! Ich wollte schon zu ihrem leblosen Körper laufen, als mein Vater mich plötzlich am Arm packte und schrie: „Lauf, Diana! Wir brauchen die Waffen!!"

Er riss mich aus meiner Art Trauer-Trance und ich lief los. Er hatte recht, wir mussten den Vampir töten. Ich lief zum Auto und riss den Kofferraum auf. Ich ergriff einen Holzpflock aus unserer Waffentasche und drehte mich gerade um, als der Vampir vor mir stand. Erschrocken blickte ich ihn an und sah ihm in seine Augen. Sie waren eisblau und ich war wie hypnotisiert von diesen perfekten Augen. Sein rabenschwarzes Haar passte perfekt zu dem eisblau.

Meine Gedanken schalteten sich in diesem Moment ab und das war mein größter Fehler. Ich hatte die Waffe in meiner Hand, vergas aber darauf. Die Umgebung verschwand um mich und es gab nur noch ihn und mich. Auch er sah mir tief in meine braunen Augen und schien ebenso verzaubert zu sein. Ich konnte dieses Gefühl, welches sich in mir breit machte, nicht beschreiben. Ich vergas Mutter und dass er sie getötet hatte. Ich vergas Vater der meinen Namen schrie. Ich vergas einfach alles. Es war, als würde die Zeit plötzlich stehen bleiben.

Plötzlich endete abrupt alles, als er seine Vampirzähne ausfuhr und mir kaltblütig in den Hals biss. Die Zeit lief plötzlich weiter und der eigenartige Moment war vorbei. Ich ließ den Holzpflock fallen, welchen ich ihn ins Herz hätte stoßen sollen, und ich schrie auf. Es schmerzte zu spüren, wie das Blut meinen Körper verließ und er es aus meinem Körper heraussaugte.

Das Letzte was ich hörte, war wie mein Vater meinen Namen schrie. Der Vampir ließ mich plötzlich los und ich fiel hart zu Boden. Mein Kopf schlug am Boden auf. Ich sah noch wie mein Vater auf mich zu stürmte, dann wurde alles vor meinen Augen schwarz...

Vampire - Hunter or Friend?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt