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Mick Schumacher&Arthur Leclerc [2/2]

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𝗖𝗿𝗮𝗶𝗻𝗱𝗿𝗲

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𝖦𝖾𝗇𝗋𝖾: 𝖽𝗋𝖺𝗆𝖺, 𝗌𝖺𝖽
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𝖬 𝖨 𝖢 𝖪

Genervt ließ ich mich auf das Sofa fallen und biss meinen Kiefer fest aufeinander. Die letzten Stunden bei meiner Familie waren, solide gesagt, einfach schrecklich. Wir waren schön Essen gewesen, doch Gina hatte eine ihrer Freundinnen mitgebracht, da sie und Mama offenbar dachten, dass ich es unbedingt nötig hatte, verkuppelt zu werden.
Doch die Freundin von Gina war nicht nur unglaublich nervig, sondern auch eigentlich nur auf mein Geld aus – so kam es jedenfalls rüber. Und außerdem war sie so gar nicht mein Typ. Ich stand nicht auf aufgeblasene, brünette Frauen, die so sehr geschminkt waren, dass ich mir nicht sicher war, ob ich sie auch ohne ihr MakeUp noch erkennen würde. Nein. Viel eher stand ich auf große, blonde Rennfahrer, die zudem unfassbar gut in rot aussahen und mich mit ihren hellen Augen regelrecht um den Verstand brachten.

Sofort trat mir ein Bild in den Kopf. Ein Bild von Arthur. Mein Herz zog sich sofort unwohl zusammen, aber eigentlich war dies alles ja meine Schuld. Ich war Schuld, dass Arthur und ich seit einer Woche keinen Kontakt hatten und ich hatte auch mehr oder weniger unsere Beziehung beendet. Und dies alles nur, weil ich wahrscheinlich der größte Feigling der Nation war. Einfach, weil ich mich nicht traute mich zu outen. Ich wusste, dass meine Familie vollkommen tolerant war und sie mich lieben würden, egal ob ich hetero oder schwul war, aber ich bekam in der letzten Sekunde eine solche Angst davor, dass ich das ganze immer über Bord warf, sobald sich eine gute Situation bildete.

Heute wäre es eigentlich soweit gewesen. Arthur wollte mich seiner Familie vorstellen – wobei ich ja schon viele von ihnen kannte. Das ich Charles kannte, war kein Geheimnis, schließlich sahen wir uns anhand unserer Berufe schon sehr oft. Und die gemeinsame Mutter hatte ich einmal auch flüchtig gesehen. Und der älteste Bruder der Leclerc-Familie hatte ich einmal mit Charles im Paddock gesehen.
Es war oder wäre ein großer Schritt gewesen. Vor allem in unserer Beziehung. Immer ist es etwas besonderes die Familie seines Partners kennenzulernen, aber ich war einfach noch nicht so weit. Ich sollte meiner Familie erstmal davon berichten, dass ich schwul war und zusätzlich schon seit ein paar Monaten einen Freund hatte, bevor die Familie meines Freundes davon wusste.

Ich musste nur meine Augen schließen und sah sofort das traurige Gesicht meines Freundes vor mir. Sein sonst so fröhliches Gesicht hatte mich so verzweifelt und traurig angestrahlt, dass es mir jetzt im Nachhinein sogar noch das Herz brach. Den erschütterten Glanz in seinen hellen Augen, den Moment, als seine Stimme brach und ich mich von ihm hastig abwandt, da ich nicht mitansehen konnte, wie mein Freund weinte.
Aber ich glaube, dass dies niemand konnte. Es glich einem Verbrechen, wenn man Arthur zum weinen brachte. Er war mein fröhlicher Monegasse, der sicherlich manchmal Wangen schmerzen bekam, weil er so oft und breit lächelte.

Formula One OneshotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt