-26- Weg hier!

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Ein blendendes Licht störte unseren besonderen Moment. Zögernd erhob ich meinen Blick und schaute über Jeffs Schulter. Jack stand gelassen im Gang und richtete eine Taschenlampe auf uns. ,,könnt ihr Turteltäubchen das auf später verschieben?" gab er scherzend von sich. ,,Ich will einfach nur sicher stellen, dass es ihr gut geht" erklärte Jeff als er sich aufrichtete. ,,Jaja, Ihr könnt ja von mir aus zu Hause rummachen, aber können wir hier erstmal weg? Meine Nase brennt schon von diesem Gestank". Jeff rollte leicht genervt mit den Augen, danach griff er nach meinem Arm. Anstatt mir jedoch beim Aufstehen zu helfen erstarrte er. Verwirrt schaute ich in sein blasses Gesicht, welches nun besorgt aussah. Als mich kurz darauf plötzlich ein stechender Schmerz durchfuhr wusste ich ganz genau worum es geht. Aus Reflex zog ich meinen Arm zurück und hielt ihn zitternd vor meiner Brust. ,,Wer war das?" Er kniete sich vor mir nieder und legte seine Hände auf meine Schultern. Seine blauen Augen starrten mir dabei direkt ins Gesicht. Leicht beschämt Versuchte ich seinem Blickkontakt auszuweichen, aber als er seine Hände an meine Wangen legte wurde dies unmöglich. Seine kalten Augen starrten in meine und ich konnte nicht dagegen tun.

,,Niemand" brachte ich leise hervor ,,Niemand hat mir das angetan". Meine Antwort wurde von einem ungläubigen Blick entfangen. Er starrte mir nun noch ernster in die Augen, woraufhin ich ein erzwungenes Lächeln aufsetzte. Es fühlte sich so an als ob er mir direkt in die Seele starrt. Nach einer Weile des Schweigens ließ Jeff jedoch seinen Kopf hängen und seine Hände lösten sich von meinem Gesicht ,,Ich mache mir doch nur Sorgen um dich" murmelte er. Erneut richtete er sich auf und reichte mir danach vorsichtig seine Hand. Nachdem ich ebenfalls wieder auf meinen Beinen stand schaute ich die beiden verwirrt an ,,und... wie kommen wir hier jetzt raus?". Jack deutete mit einem Nicken den anderen Gang entlang ,,Wir gehen einfach da raus, wo wir auch rein gekommen sind". Danach drehte er sich auch schon um und lief mit der Taschenlampe voran. Jeffs griff um meine Hand festigte sich. Bevor wir Jack jedoch hinterher laufen konnten, erklang ein lautes, Geräusch.

Entsetzt sah ich dabei zu wie die Taschenlampe zu Boden fiel. Jack taumelte stöhnend zur Seite und hielt sich dabei den Arm, welcher vor schmerzen angespannt war. ,,Ihr seid eher hier als erwartet" erklang die Stimme des jungen Mannes. Jack lehnte mit dem Rücken an der Wand und starrte knurren die Treppe hinunter. Die Schritte wurden lauter und es dauerte nicht lange, bis Liu ihm gegenüber stand. Meine Augen weiteten sich als ich die Pistole in seiner Hand erkannte, welche er auf Jack richtete. Für einen Moment lang schien Liu Jack zu mustern, danach wanderte sein Blick zu uns hinüber. Zitternd wich ich einen Schritt zurück. ,,Ich will euch ungern verletzen, aber ihr stellt für das Mädchen eine Gefahr da". Jeff stellte sich schützend vor mich und fauchte Liu wütend an ,,wir sind für sie Gefährlich!? sie ist nicht einmal einen Tag lang hier und ihr habt sie bereits brutal zugerichtet!". ,,Ich bin die letzte Person die ihr etwas antun würde, dass weißt du doch, oder Jeffrey?"

Ich konnte es nicht genau deuten, aber irgendetwas veränderte sich an Jeff als die letzten Worte Liu's Lippen verließen. Fast so als ob er für einen Moment lang verwundbar war. Vorsichtig schaute ich an Jeff vorbei und erhaschte einen Blick auf den Jungen Mann, welcher immer noch eine Waffe auf Jack richtete. Mein ganzer Körper zitterte. Unsicher darüber was wir tun sollten, krallte ich mich an Jeffs Rücken fest und vergrub kurz danach mein Gesicht in seinem Hoodie. Bei dem Gedanken daran, dass wir hier nicht unversehrt rauskommen, wurde mir Übel. ,,J-Jeff-"

,,Smiley fass!!!"

Jack's schreien richtete meine Aufmerksamkeit auf sich und ich schaute wieder an Jeff vorbei, welcher immer noch leicht neben der Spur war. Smiley sprintete blitzschnell auf Liu zu und sprang diesen kurz danach an. ,,Jetzt bewegt euch!" schrie Jack erneut als er mich und Jeff am Arm packte und in die entgegengesetzte Richtung rannte. Ich konnte das laute Bellen von Smiley und einige verzweifelte Laute von Liu hören. Die Geräusche verstummten langsam als wir weiter den dunklen Gang entlang rannten, bis ich sie irgendwann gar nicht mehr hören konnte.

Nachdem wir einen größeren Raum erreicht hatten blieb ich vor Erschöpfung keuchend stehen. Neben den schmerz in meinen Armen, taten meine Beine jetzt auch noch weh und meine Lunge brannte mit jedem Atemzug. Jeff strich mir mit der Hand über den Rücken ,,geht's?" erkundigte er sich knapp. Ich holte einige Male tief Luft bevor ich ihm antwortete ,,I-ich glaub schon..". Jeff richtete seinen Blick auf Jack, welcher mit seiner Wunde beschäftigt war ,,geht's bei dir auch?". Jacks griff um seinen Arm wurde stärker. Seine Hand war mittlerweile blutrot gefärbt. Es war deutlich zu erkennen, dass er Schmerzen hatte, aber trotzdem gab er ein ,,ja" als Antwort. ,,Was machen wir jetzt?" fragte ich leicht verzweifelt. ,,Einen anderen Ausweg finden" Jeff schaute mit leicht zugekniffenden Augen durch den Raum ,,Wenn dein verdammter Cop-Bruder mich nicht angeschossen hätte, dann wären wir hier schon lange weg" gab Jack gereizt von sich. Jeff drehte sich ruckartig in seine Richtung und starrte ihn an ,,wie bitte?" Jeffs Stimme wurde lauter ,,Ist es jetzt etwa meine Schuld, dass er dich abgeknallt hat?". Seine Schritte hallten durch den Raum als er sich Jack näherte.

Hilflos stand ich daneben und sah den beiden beim streiten zu. Warum ausgerechnet jetzt?
,,könnt ihr das bitte auf später verschieben?"
keine Antwort. Wahrscheinlich haben sie mich nicht einmal Gehört. Ein seufzen verließ meine Lippen und ich entschied mich dazu alleine nach einem Ausgang zu suchen. Der Raum in dem wir uns Befanden war relativ groß und heller als der Flur, aus dem wir gekommen sind. Das kalte Licht des Mondes viel durch einige große Fenster. Es war zwar immer noch dunkel, aber wenigstens konnte man etwas erkennen. Langsam schleifte ich mich durch Raum. mehrere Stühle standen aneinander gereiht an der Wand. Zerrissene Zeitschriften und sonstiger Abfall schmückten den Boden. Vor einem der Fenster blieb ich verwirrt stehen und betrachtete die weißen Fliesen unter mir. Eine klare, leicht gelbliche Flüssigkeit bedeckte den Boden. Der stechende Gestank, welchen man auch schon im Flur riechen konnte, war hier noch stärker. Mein Blick wanderte langsam nach oben. An der Wand vor mir befand sich eine Tür, an der sich bereits irgendein Möchtegern Künstler ausgetobt hat. Zögernd ging ich auf die Tür zu und achtete dabei darauf, dass meine Schuhe nicht zu nass werden. Vorsichtig öffnete ich sie und schaute durch den Spalt.

Meine Augen weiteten sich. Ich konnte den Aufgang sehen. Zwei große, doppelseitige Glastüren befanden sich am anderen Ende des Raumes, in welchen ich gerade hineinschaute. Erleichtert drehte ich mich zurück zu Jeff und Jack, welche sich immer noch spreiteten ,,Hier ist ein Ausgang!" schrie ich ihnen entgegen. Jeff schien mich gehört zu haben, denn er richtete seinen Blick in meine Richtung. Kurz danach schaute auch Jack zu mir. Zu meiner Verwunderung sahen sie jedoch nicht so aus, als ob sie sich über die Nachricht freuten. Als Jeff sein Messer aus seiner Bauchtasche zog lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. ,,Wage es ja nicht sie anzurühren!" schrie er wutentbrannt, mit dem Messer in meine Richtungen zeigend. Ich erstarrte als ich kurz darauf das Kichern einer Frau hinter mir hörte.

Er kommt bei Nacht [Jeff the Killer x Reader]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt