Gia's POV:
Die nächsten paar Tage verliefen eher schleppend. Ohne Jamal freute ich mich auf nichts und der einzige Lichtblick war bis jetzt ein kurzer Anruf von ihm am Freitag Nachmittag. Er erholte sich anscheinend richtig gut und das freute mich wirklich unheimlich. Der Mann arbeitete so viel und gibt so viel dafür einer der Topspieler zu sein. Da bleibt echt nicht viel Zeit für Freunde und Familie. Nichts desto trotz vermisste ich ihn schrecklich, aber es waren leider noch 8 elendige lange Tage bis er wieder kommen würde. Je länger ich ihn nicht sah desto verwirrter war ich von der ganzen Situation.
Abends lag ich im Bett und konnte meine Gedanken nicht mehr sortieren. Wollte er mich überhaupt? War ich sein Typ? Bin ich einfach nur ein Sommerfling? Mir lief eine Träne über die Wange. Das kann doch gar nicht funktionieren. Er war weltberühmt. Der celebrity crush von tausenden Frauen. Er war reich und beliebt. Und ich? Eine einfache Studentin. Ich würde neben ihm untergehen, ich wäre ein verdammter niemand für ihn. Ich wischte mir meine Tränen weg. Solche Gedanken plagten mich jeden Abend. Ich hatte mich verdammt nochmal in Jamal Musiala verliebt und es riss mir das Herz aus der Brust nicht zu wissen wie er für mich empfand.
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„Hallo Schätzchen! Wie war die Fahrt? Du warst schon so lange nicht mehr hier", schloss mich meine Mutter in ihre Arme.
Ich entschied mich spontan dazu ein paar Tage zu meiner Familie zu fahren. Ablenkung tut bestimmt gut. Und ich brauchte Tonnen davon. Außerdem hatte ich meine Eltern schon einige Monate nicht gesehen und dazu kam das ich irgendwie meine kleine Heimatstadt vermisste.
„Hey Mom", begrüßte ich sie.
Meine Zugfahrt war lang und es war bereits Abend als ich zuhause ankam. Ich betrat das Esszimmer und ich roch direkt das leckere Essen. Mein Vater kochte echt außergewöhnlich gut, ich freute mich immer wie ein kleines Kind auf sein Essen wenn ich nach Hause kam. Meine Eltern und ich fingen an zu essen und wer hätte es gedacht, ich wurde natürlich mit Fragen gelöchert.
„Sag mal Gia wie läufts denn mit deiner Bachelorarbeit?", fragte mein Vater intressiert. Na toll das hätte ich mir auch denken können das das die erste Frage wird. Innerlich verdrehte ich meine Augen, belächelte dann aber seine Frage „ja läuft eigentlich alles ganz okay. Bisschen Zeit habe ich ja noch". Ganz zufrieden schien er mit dieser Antwort nicht zu sein und versuchte weiter nachzuhaken. Im gleichen Moment blinkte mein Handy auf und ich bekam eine Nachricht von Jamal.
<< I miss you G. Next time I'll take you with me>>
Er vermisste mich auch. Er will mich auch. Beim Herz schlug so fest gegen meine Brust und ich musste Grinsen. Ich vermisste ihn auch. So sehr.
„Gia? Hallo? Hörst du uns überhaupt zu?", riss mich mein Vater aus meinen Gedanken.
„Äh bitte sorry was?", schaute ich die beiden verdattert an.
Meine Mutter fing nur an zu grinsen. „Ich glaub ich weis was mit unsere Tochter los ist. Kann das sein das du einen neuen Freund hast? So wie du aussiehst schwebst du ja auf Wolke 7".
Mein Kopf wurde rot. Oh Gott. Ich muss dämlich ausgesehen habe als ich auf mein Handy gestarrt habe.
„Ich hab keinen Freund", gab ich schnell von mir. Anscheinend nicht glaubwürdig genug denn ich wurde von beiden nur schief angeschaut.
„Gia deine Augen Funkeln wenn du mit ihm schreibst".
„Na gut also ich lerne jemanden kennen. Aber nicht mein Freund", gab ich endlich zu.
„Ach wie toll! Das wird ja auch mal Zeit. Wie heißt er Gute? Lernen wir ihn mal kennen?", klatschte meine Mutter vor Freunde und konnte ihre Aufregung gar nicht zurück halten.
Wie traurig. Mein Liebesleben war so Nonexistent das sogar meine Mutter ausflippte.
„Also erstmal nicht. Wenn irgendwann alles in trockenen Tüchern sein sollte. Dann lernt ihr ihn kennen. Bis dahin sag ich nichts. Keine Diskussion".
Das ich jemand kennenlerne reicht als Info. Das es ein bekannter Fußballer ist muss ja jetzt nicht direkt auch Thema sein.
Die nächsten paar Tagen vergingen deutlich schneller. Ich genoss echt die Zeit mit meiner Familie.
Heute war Samstag. Da mein jüngerer Bruder heute ein Basketballspiel hatte, entschieden wir und alle zuzugucken. Er spielte tatsächlich sehr gut und für sein Alter von 19 Jahren ebenfalls sehr hoch. Er würde sich wahrscheinlich blendet mit Jamal verstehen, so gerne wie Jamal auch Basketball spielt.
<<Hallo Maus! Wie sieht's aus? Steht heute Abend?>>
Mein Handy blinkte auf und ich tippte schnell zurück.
<<Klar! 8 Uhr?>>
<<Perfekt. Freu mich>>
Ich steckte mein Handy zurück in die Tasche. Ich traf mich endlich mal wieder mit Cleo. Unser letztes Treffen in München war zwar erst knapp einen Monat her aber das reichte schon, ich vermisste sie schrecklich.
Wir trafen uns in einer Bar in unserer Stadt. Hier hangen so viele Erinnerungen aus meiner Jugend. Wir waren oft mit unseren Freunden hier und hatten eine tolle Zeit. Ich vermisste alle, aber irgendwie hatten wir uns alle auseinander gelebt. Lange saß ich nicht alleine am Tisch.
„Wir kommen direkt zur Sache G. Erzähl. Wie läufts mit unserem hottie Jamal?", grinste mich Cleo nach unserer Begrüßung an.
Diese Frau. Verschwendete auch wirklich keine Zeit.
„Ich weis nicht so richtig. Ich hab Angst.", ich schaute auf den Boden. Ich sagte die Wahrheit. Ich hatte so lange nicht mehr für jemanden empfunden. Und dann war Jamal ja auch nicht gewöhnlich.
Ich erzählte Cleo von meinen Gedanken, unserem Treffen auf dem Boot und den Nachrichten.
Cleo schüttelte einfach nur den Kopf.
„Gia also wenn du Angst hast das er dich nicht mag dann bist du wirklich blind. Ich mein Jamal hat nun mal einen vollen Kalender aber so wie es aussieht gibt er sich echt Mühe alles unter einen Hut zu bringen. Sei nicht so verkopft. Ich hab bei euch ein gutes Gefühl".
Ich drückte ihre Hand leicht. Ihre Worte bedeuteten mir so viel. Und sie hatte Recht. Ein versnobbter Fußballer hätte direkt versucht mich ins Bett zu bekommen und Ende. Jamal war aber so anders. So liebevoll und ehrlich zu mir.
Meine Gedanken schweiften ab. Ich dachte an den Moment von unserem ersten Kuss.
„Das wollte ich schon den ganzen Abend über machen", grinste Jamal mich an.
„Ich auch. Das war perfekt", murmelte ich gegen seinen Hals, denn ich lag immer noch in seinen Armen.
„Ich will nicht das der Moment vorbei ist Jamal", flüsterte ich ihm zu.
„Dann lassen wir ihn noch nicht zu Ende gehen", murmelte er zurück und legte seine Hand an mein Kinn. Wir schauten uns wieder tief in die Augen bis dieses Mal ich mich auf meine Zehenspitzen stellte und meine Lippen auf seine legte.
Der Moment war perfekt. Meine Gefühle bei dem Kuss waren unbeschreiblich. Das was Jamal und ich hatten, war echt.
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And finally I met you
RomantizmGia ist 22 Jahre alt und wohnt mit ihrer besten Freundin in München. Sie lebt das typische Studentenleben und ist ziemlich beschäftigt damit ihr Studium abzuschließen bis ihr plötzlich Jamal über den Weg läuft. Die beiden verstehen sich auf anhieb u...
