Zu anders und dann doch zu normal

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Verschwörung im Wald,
Der Schaum des Sees am Weg.
Dunkelheit umgarnt Bäume wie Pech,
Im der Mitte des Kreißsaals aus Schwärze ein Licht.

Das schwarze Schaf,
Und trotzdem jagst du den anderen nach.
Sieh's ein, du bist kein Schaf, bist der Wolf.
Du machst den Anderen Angst.

Mit Worten und Speeren dein Herz zu verletzen,
Konntest du dich nur mit einer Schicht aus Wolfram benetzen.

Welch Ironie.

Druck und Last,
Auf dich nieder es kracht.
Von allen Seiten, allen Ecken sie schrei'n,
Du willst etwas sagen, doch Stimme ist weg,
Selbstbewusstsein in Fetzen zerfetzt.

Speere die brennen, Glut auf der Haut und reflektiertes Leuchten in deinen Augen, im stählernen Grau.
Ein Stich und dann zwei,
Es verletzt dich nicht wirklich, aber du wünschtest es wäre vorbei.

Und dann verlassen sie dich,
Ihnen nicht zu nutzen,
Lassen liegen, was nicht mehr ist von Nutzen.

Am Himmel der Mond,
Und der Wind trägt Wolfsgeheul mit sich.
Irgendwo da draußen sind noch mehr.
Und das Heulen und Leiden wird immer mehr.

Du heulst nicht mit.

Du hast Angst.

Du bist kein Wolf für sie, nur ein schwarzes Schaf.
Die Beute.
Nie der Jagende,
Nur der Gejagte.

Immer der Verständnisvolle
Nie der Verstandene

Tränen aus Blut und der See färbt sich Rot.
Der Kreißsaal geschlossen,
Das Licht ist erloschen.

Kein Funken der Hoffnung,
Kein Funktionieren.

Herz aus der Brust,
Tief unterdrücktes Schreien,
Du willst wein'.
Aber mit deinem Herzen, die Gefühle verlor'n,
Was einmal tot ist, wird nicht nochmal gebor'n.

Tot. Sie haben dich tot gemacht.
Tot. Tote Beute.

Körper im Wasser, den Hang hinab.
Unter Wasser begraben, das Letzte von dir aufsteigende Luftblasen.
Ich sammle sie in Vasen. Deiner Urne, dem Sarg,
Lass' sie dann nieder, wo der See auch deinen Körper barg.

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Das Beste isses jetzt nicht geworden ¯\_(ツ)_/¯



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