Kapitel 9.2

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!!Triggerwarnung!!
Sexuelle Inhalte, sexualisierte Gewalt

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Die steinerne Miene seines Engels passte hervorragend zu dem Gewicht, das sich mit einem Mal auf seine Brust gelegt hatte. Veidja stand hoch aufgerichtet zwischen den beiden fremden Hauptmännern und sah starr geradeaus, als wollte sie durch reine Willenskraft die Wirklichkeit beugen.

Noch konnte N'Arahn nicht abschätzen, was hier vorging, daher blieb er in der Tür stehen. Sein Blick heftete sich auf Tazeel, der mit übereinander geschlagenen Beinen entspannt auf der Kante des den Raum beherrschenden Bettes saß. Ein feines Lächeln umspielte seine Mundwinkel als er mit halb geschlossenen Augen zu dem größeren Höllenfürsten aufsah.

„Wie schön. Du hast uns gefunden."

Ein Brennen zog durch N'Arahns ganzen Körper. Alles an dem Verführer stieß ihn ab. Die Art und Weise, wie er mit seinen langen Fingern durch seine lockigen Haare glitt. Wie schrill er sich kleidete. Die Arroganz, die er ausstrahlte. Und diese Lippen, immer ein wenig feucht glänzend, als wären sie gerade geküsst worden.

„Gib mir meinen Engel zurück." Er knurrte die Worte, denn die Wut, die sich in ihm sammelte, ließ es nicht zu, dass er seine Stimme ruhig hielt.

Tazeel nickte. „Natürlich. Du kannst sie jederzeit mitnehmen."

Der Kriegstreiber knurrte wieder und streckte die Hand befehlend in Richtung der Kriegerin aus. „Komm."

Sie bewegte sich nicht.

Der grünhäutige Höllenfürst lachte sanft. „Ich hoffe, dir gefällt das Geschenk, das ich ihr gemacht habe."

Mit wenigen Schritten war N'Arahn bei Veidja, griff ihr Handgelenk und suchte ihren Blick. Doch sie schloss die Augen, als sei sie beschämt. Etwas blitzte an ihrem Hals auf. Mit einem Ruck zog er den Kragen ihrer Tunika zur Seite.

Die Dämonenfessel um ihren Hals war ein grobes Stück, ein einfaches graues Metallband. Doch die giftgrünen Edelsteine, die rundherum eingelassen waren, schienen von höchster Qualität.

Erst als sie ein Zischen ausstieß, merkte der Kriegstreiber, dass er ihr Handgelenk quetschte. Er ließ sie los, blieb aber nah bei ihr. Er konnte nicht fassen, dass das passiert war. Wie?

„Haben sie dich verletzt?" Sie schüttelte andeutungsweise den Kopf. „Dir anderes angetan?" Wieder ein Kopfschütteln.

Verdammt, das wäre ein Hebel gegen Tazeel gewesen. Doch er hatte ihr augenscheinlich kein Leid zugefügt, so dass er ihn deswegen nicht belangen konnte.

Ein leichtes Zittern ging durch Veidja und er fragte sich, ob sie log, vielleicht aufgrund der Dämonenfessel lügen musste. Doch dann sah er ihre Augen, brennend gelb statt des üblichen Bernstein. In ihr tobte die Wut so heiß wie in ihm.

Für einen Moment musste er fast lächeln. So einfach gab sich keiner von ihnen geschlagen.

„Du wolltest gehen?" Die so unschuldig klingende Frage hing für einen Moment im Raum. N'Arahn drehte sich zu dem Verführer um, trat auf ihn zu, so dass er über ihm aufragte.

„Ich werde deine Ware nicht in meiner Festung haben. Nimm es ab."

Tazeels rote Augen leuchteten amüsiert auf. „Nein."

N'Arahn hörte, dass die Hauptmänner sich bewegten, als er sich grollend über den anderen Höllenfürsten beugte, doch es war ihm gleichgültig. Tazeel legte nur den Kopf schief und lächelte.

„Was willst du tun? Mich angreifen? Im gleichen Moment wird dein Spielzeug zerbrechen."

Der Verführer zwinkerte.

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