Murrend drehe ich mich im Bett herum und vergrabe mein Gesicht in meinem schönen flauschigen Kissen. Die Sonne scheint hell in mein Zimmer, ein klares Zeichen dafür, dass es mindestens schon Mittag war. Seufzend höre ich auf mich gegen mein Schicksal zu wehren. Aufstehen. Wie ich das doch hasse. Besonders heute. Es ist Sonntag, der letzte Tag bevor das neue Schuljahr losgeht und somit auch der letzte Tag an dem ich meine Freiheit auskosten kann. Und natürlich lange ausschlafen kann. Aber das war ja jetzt auch vorbei.
Verschlafen mache ich mich auf den Weg in mein Bad. Ja richtig, mein Bad! Hat eben Vorteile die Tochter des Alphas zu sein.
An der Stelle sollte ich mich eventuell vorstellen. Mein Name ist Amy Black, ich bin 17 Jahre alt und ein Werwolf. Das ist jetzt vermutlich alles etwas verwirrend, aber ich versuche es zu erklären. Ja, es gibt Werwölfe tatsächlich, genauso wie Vampire - unsere Feinde. Wir leben für gewöhnlich in Rudeln und jedes Rudel hat einen Anführer, den Alpha. Bei uns wäre das Thomas Black, mein Vater. Alle gehorchen ihm und er schützt die seinen. Meine Mutter, Maria Black, ist die Luna. Eine Luna kümmert sich um das Rudel, sie versorgt es und schützt die Welpen und Verletzten. Außerdem ist sie auch immer die Mate, also die Seelengefährtin, des Alphas. Mein großer Bruder Paul wird, sobald mein Vater sein Amt abgibt, der neue Alpha sein.
So viel zu meiner Familie. Ziemlich schräg, ich weiß, aber was soll's?
Im Bad angekommen nehme ich eine schöne heiße Dusche und creme mich mit meinem Himbeer-Vanille Shampoo ein. Als ich aus der Dusche trete und mich abtrockne, duftet es wieder so lecker im ganzen Bad. Ich liebe diesen Geruch einfach. Schnell föhne ich meine Haare und putze mir dann die Zähne.
Nur mit einem Handtuch bekleidet tappse ich in mein Zimmer und suche mir ein paar schlichte Klamotten zusammen. Eine graue Jogginghose, ein weißes luftiges Top und Unterwäsche. Danach betrachte ich mich kurz im Spiegel. Meine dunkelbraunen Haare fallen in leichten Wellen über meine Schultern und umrahmen mein schmales Gesicht. Meine Augen sind groß und schokoladenbraun, dazu meine vollen leicht herzförmigen Lippen ergeben ein recht süßes Gesicht. Mein ganzer Körper ist recht schmal und mit meinen 1,68 m bin ich nicht gerade groß. Aber eigentlich finde ich mich ganz hübsch, keine sorge, ich bin nicht eingebildet, aber auch nicht unbedingt schüchtern.
In meinen weißen Flip-Flops verlasse ich mein Zimmer und renne dann die Treppe ins Wohnzimmer runter. Man hört Gelächter und Stimmen die sich unterhalten. In diesem Haus wohnen nähmlich nicht nur ich und meine Familie, sondern alle die dem Rudel angehören. Naja fast alle. Manche wohnen auch etwas außerhalb und/oder bei ihren Familien. Insgesamt sind wir vielleicht so um die 50.
Ich nehme direkt den Weg in die Küche und schmiere mir ein Nutellatoast. Essen geht immer.
Mein Frühstück mampfend laufe ich ins Wohnzimmer.
"Guten Morgen Schatz", begrüßt mich auch schon meine Mutter. Sie sieht genauso aus wie ich. Man könnte sogar denken wir sind Zwillinge. Nur sind ihre Augen blau, die braunen Augen habe ich nähmlich von meinem Vater.
"Morgen", ich setze mich neben sie auf die beige Couch. Im Sessel gleich gegenüber von mir sitzt John, ein blondhaariger Junge mit blauen Augen, sehr groß und schlaksig und immer für einen Spaß zu haben. Auf seinem Schoß sitzt seine Mate Amanda. Sie ist ebenfalls groß und hat hellbraune Haare, eine wahre Schönheit und eine gute Freundin von mir. Sie lächelt mir kurz zu und ihre dunklen Augen strahlen wie immer.
Fast alle aus diesem Rudel haben ihre/n Mate schon gefunden, ich bin eine der wenigen die noch alleine sind. Aber meine Mutter meint, dass es nicht mehr lange dauern würde. Ich vertraue ihr.
"Na? Hast du dich schon auf morgen vorbereitet?" Meine Mutter lächelt mich warm an.
"Nein, egentlich nicht wirklich", ich seufze. "Sag mal, wo ist Dad?" Für gewöhnlich ist mein Vater ein Frühaufsteher und hat immer schon alles erledigt wenn ich aufstehe. Manchmal wartet er sogar mit dem Frühstück auf mich, damit wir zusammen essen können.
"Markus hat ihn heute früh abgefangen und seitdem ist er wie vom Erdboden verschluckt." Markus ist der Beta, also die rechte Hand, meines Vaters.
Ich zucke die Achseln und schaue aus dem Fenster. Da geht plötzlich lautstark die Haustür auf und wenige Augenblicke später stürmt mein Vater, Markus und noch einige andere Rudelmitglieder in den Raum. Mein Dad wirkt sehr aufgebracht und atmet schwer, so als wäre er grade sehr lange gerannt. Seine hellen braun-blonden Haare stehen in alle Richtungen ab und seine muskulöse Brust hebt sich schnell und unregelmäßig.
"Was ist los?", meine Mutter sitzt kerzengerade und besorgt neben mir. Auch John und Amanda sehen verwirrt zu den anderen.
"Es gibt Probleme", die braunen Augen meines Vaters blicken ernst drein. "Markus ist gestern etwas merkwürdiges aufgefallen, fremde Gerüche und Fußabdrücke. Dem sind wir heute nach gegangen. Anscheinend hat sich hier ein neues Rudel niedergelassen."
"Und was tun wir jetzt?", ich schaue meinen Vater mit einer Mischung aus Verwirrung und Angst an. Manchmal kann sowas schnell mal zu einem Kampf kommen, denn das eine Rudel will sein Revier verteidigen und das andere will das Gebiet für sich haben. Ich will nicht, dass sowas passiert.
"Ich weiß es nicht..."
Hallo ihr Lieben!
Das ist meine erste Werwolfgeschichte, also seit bitte gnädig mit mir :) Wer Logik-, Rechtschreib- oder sonstige Fehlerchen findet, darf sie behalten oder mir sagen ;)
Vermutlich kommt jeden Sonntag ein Kapitel, evtl. auch schon eher. Ich hoffe meine Geschichte gefällt euch und ihr lasst Votes und Kommis da :)
Man sieht sich dann im nächsten Kapitel :)
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Alpha's Mate
WerewolfDie junge Werwölfin Amy trifft im Wald auf ihren Mate Logan, den Alpha eines plötzlich aufgetauchten Rudels. Das fremde Rudel ist auf der Flucht vor einer unbekannten Bedrohung und auf der Suche nach einer neuen Heimat. Amy muss als Luna Logan's Rud...
