Gründe

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,,Also,sind alle da?", J schaute sich um. Er gab uns jeden Einzelnen einen Kristall. ,,Also sind das Transponser, besser gesagt, Transportkristalle. Wir müssen uns nur etwas konzentrieren, wie bei einer Beschwörung." Ich schloß meine Augen. Und dann, bevor mein Körper federleicht wurde, spürte ich, dass Cad meine Hand nahm...

Wir standen alle auf einem Hexagramm, als ich wieder zu mir kam. Cad neben mir zitterte noch etwas, und hielt meine Hand fester. ,,Keine Sorge, alles ist wieder gut. Du kannst deine Augen öffnen." Cad schlug ihre Augen auf. Ihre Augen wanderten von meinem Gesicht aus in Richtung meiner Hand. Plötzlich wurde sie rot. ,,I-Ich wollte das nicht! Sorry Ben!",,Der Arme. Du wirst nie sein Herz erobern können wenn du so schüchtern bist, Cad." Cad wurde in ihrem ganzen Gesicht rot, während ihr Vater über ihr allzuschüchternes Verhalten lachte. ,,Wir sind angekommen. Ich, Asuna und Yui suchen uns die Pension. Macht euch einen schönen Tag!" Kirito versuchte sich wegzuschleichen, doch J hielt ihn an den Kragen. ,,Stehengeblieben! Du zeigst meiner Tochter und den Gästen die Stadt, während ich mit Ben und Beth unsere guten Freunde treffe. Ist doch toll, oder?" ,,Echt toll..." meinte Kirito lustlos. Und als er das erwähnte ist mir auch aufgefallen,dass wir mitten in einer Stadt stehen. ,,Also Kirito, wir treffen uns an der Schenke am Schloss, ist das klar? Und Ben, du kommst mit mir, wie Beth auch. Wir sehen uns!" Als er dies sagte, hob er seine Hand etwas und lief los. Kirito hingegen flüsterte noch ein leises ,,Idiot" und lief genau in die andere Richtung. Ich trottete mit Beth und J durch die Gassen. J war hier anscheinend bekannt, er wurde von jedem gegrüßt. Und noch etwas ist mir aufgefallen: Monster werden hier auch als einfache Bürger angenommen. Beth ist das auch aufgefallen, da man in Sonnman ein freilaufendes Monster schief anschaut und viele Bürger danach noch "streunender Hund" hinterhergerufen hätten. Als J meinen Namen erwähnte, zog er mich wieder aus meinen Tagtraum. Ich antwortete mit einem "Ja?", um vorzutäuschen, das ich noch geistig anwesend bin. ,,Es ist offensichtlich, was uns unterscheidet. Aber es ist noch etwas anderes...die Herrscher Yami und Jason haben ja große Gebiete erobert. Das Schlimme dabei: Der Hintergrundgedanke war nicht der Frieden, sondern die Machtgier, das Gold, vielleicht auch die Sklaverei. Sie behandeln unterworfene Völker wie Dreck. Das habe ich auf meinen Reisen erfahren. Und ich würde alles tun für Gleichberechtigung. Egal, ob man jetzt die "Monster" als Freunde, Familie oder sogar als Lebenspartner sieht, ob man ein Zwerg oder eine Elfe ist, ein Adliger oder Arbeiter...das soll alles egal sein,oder?", er stoppte und drehte sich um. Er sah mir in die Augen. Und irgendwo her kannte ich diesen ernsten Blick, trocken, eiskalt und voller Mordlust. So könnte man diesen am besten Beschreiben.Kein Zweifel: Cad hatte so einen Blick schon öfters mal gezeigt!

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