Kapitel 14

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Ben Barnes als Inyan^^^^ stellt ihn eich einfach eine ganze Ecke jünger vor... Falls ich eine Geschichte über ihn und Ray schreibe sieht er so aus :D

Yari POV

Wir saßen noch sehr lange mit den anderen am Feuer. Dementsprechend kurz war auch unsere Nacht. Nicht zuletzt auch weil wir nach nur wenigen Stunden Schlaf durch Tahmoh aus diesem heraus gerissen wurden.

„Papa! Daddy! Aufstehen", rief er lachend und sprang mir auf die Brust.

Anuk fuhr erschrocken hoch blickte sich einige Sekunden orientierungslos um.

„W-Was ist los?", fragte er müde und rieb sich den Schlaf aus den Augen.

„Können wir schwimmen gehen?", fragte unser kleiner Sohn aufgeregt und Anuk ließ sich mit einem t
Stöhnen wieder auf den Rücken fallen.

„Du weckst uns so früh auf, weil du schwimmen gehen möchtest?", fragte ich nur schwer ein Gähnen unterdrückend.

„Aber Papa, es ist schon nach Mittag.", erklärte Tahmoh mir mit einer ernsthaften Miene.

„Was?", rief Anuk und setzte sich wieder auf. „Wie kann es denn schon nach Mittag sein? Wir sind doch gerade erst ins Bett gegangen.", murmelte er und rieb sich mit leicht verzogenem Gesicht den unteren Rücken.

„Geht's?", fragte ich und legte ihm eine Hand auf den Arm.

„Ja alles gut.", sagte er und stand vorsichtig auf.

„Also... Du willst schwimmen gehen?", fragte ich Tahmoh und er nickte begeistert.

Wir verließen das Zelt und gingen gemeinsam zum See. Dort waren bereits viele andere Kinder die mit Freunden im Wasser tobten. Ich setzte mit Tahmoh auf die Schultern und Watete ins kalte Wasser.

In einiger Entfernung, abseits von allen anderen konnte ich Ray und einen Jungen unseres Stammes, Inyan, beobachten. Inyan hielt Ray an der Taille und schien ihm schwimmen beibringen zu wollen. Schon in den letzten Tagen konnte ich beobachten, dass die beiden sich näher gekommen waren. Sie teilten sich seit etwa einer Woche sogar ein Zelt. In Inyans Augen konnte ich sehen, dass er schon nach kurzer Zeit mehr als nur Freundschaft gegenüber dem jüngerer empfand, ließ sich aber Ray gegenüber nichts anmerken.

Als ich bis zur Brust im Wasser stand hob ich Tahmoh von meinen Schultern und hielt unter den Armen fest, damit er nicht unterging. Meine eine Hand wanderte zu seinem Bauch und wies ihn an den Kopf über Wasser zu halten.

Wie schon die vorherigen Tage sagte ich ihm wie er seine Arme und Beine bewegen müsse um zu schwimmen. Es klappte schon deutlich besser als am Anfang und ich war stolz diesen deutlichen Fortschritt beobachten zu können. Anuk tauchte neben mir auf und hängte sich an meine Schultern. Er schlang seine Beine um meine Taille und lugte über meine Schulter.

„Das sieht schon sehr gut aus Tahmoh.", lobte er mit einem sanften lächeln und ließ sich wieder ins Wasser sinken. Er schwamm um uns herum und stellte sich vor mir und Tahmoh hin. Er stand nur etwa einen halben Meter von uns entfernt und streckte seine Arme aus.

„glaubst du, du schaffst es zu mir zu schwimmen?", fragte er und Tahmoh nickte aufgeregt.

„Ich nehme gleich meine Hand weg. Und du versuchst zu deinem Daddy zu schwimmen. Okay?", sagte ich und wieder nickte Tahmoh.

Vorsichtig ließ ich ihn los, hielt meine Hand aber weiterhin unter seinem Bauch, damit ich, falls er untergehen sollte, ihn wieder nach oben drücken konnte.

Im ersten Moment sah es auch tatsächlich so aus, als ob er sich nicht über Wasser halten konnte, aber dann überraschte er mich doch noch und schaffte die kurze Distanz zu Anuk zu überwinden.

„Das hast du sehr gut gemacht, Tahmoh.", lobte ich ihn mit einem stolzen Lächeln auf dem Gesicht.

Die nächsten beiden Stunden verbrachte Tahmoh damit, zwischen mir und Anuk hin und her zu schwimmen. Nach den ersten paar Versuchen hatte ich genug Vertrauen in seine Schwimmkünste und hielt meine Hand nicht mehr unter ihm. Nach noch einigen weiteren versuchen vergrößerten Anuk und ich die Distanz die Tahmoh schwimmen musste um von einem zum anderen zu gelangen immer weiter, bis wir etwa fünf oder sechs Meter voneinander entfernt standen. Und Tahmoh schaffte das Stück ohne große Probleme.

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Der Rest des Tages verstrich schnell und bald schon hatten wir uns gemeinsam an der Feuerstelle zum Essen versammelt. Es wurde gesungen und Geschichten erzählt. Tahmohs Gesicht war mit Suppe verschmiert und irgendwie hatte er es sogar geschaffte sie in seine Haare zu bekommen.

Hiamovi stichelte Will der Lilith aus dem Schoß hatte, welche aber mehr mit Raina beschäftigt war, als sich um ihre Väter zu kümmern. Die älteren Mädchen und Jungen, die Anuk und Will aus New York mitgebracht hatten saßen mit den Gleichaltrigen des Stammes zusammen und lauschten gebannt einer von Kimamas Geschichten.

Ray saß an Inyan gelehnt, welcher seinen Arm um den jüngeren gelegt hatte. Irgendwann stupste Anuk mich an und deutete in Rays und Inyans Richtung. Als ich meinen Blick auf die beiden Richtete, konnte ich gerade noch sehen, wie Inyan einen Kuss auf Rays Schläfe drückte du Ray seinen Kopf hob um ihm ein sanftes Lächeln zu schenken, welches Inyan bereitwillig erwiderte. Anschließend beugte er sich leicht vor und gab Ray einen kurzen Kuss auf die Lippen.

Ray lief tief rot an und wandte seinen Blick ab um auf seinen Schoß zu starren. Inyan hatte immer noch das sanfte Lächeln auf den Lippen und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Kimama.

„Sie sind ein süßes Pärchen.", flüsterte Anuk und gab mir einen kurzen Kuss.

„Ray hat Angst.", entgegnete ich leise.

„Die hatte ich auch am Anfang. Aber das legt sich. Er ist sowieso noch zu jung.", sprach mein Geliebter weiter und ich nickte.

„Inyan ist sehr verantwortungsbewusst für sein Alter. Er wird warten, bis Ray sich bereit fühlt. Und bis er auch versteht, was genau er möchte.", murmelte ich und zog Anuk an mich.

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Letztes Kapitel für diese Geschichte. Nächste Woche kommt der Epilog :)

Der Bärenjunge (boyxboy)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt