"Tyra!"
Sie drehte sich nicht um und ritt stur weiter.
"Warte!"
Sein Ton war befehlend, doch dieses Mal gehorchte sie nicht und trieb ihr Pferd weiter an, dass es nun die Gruppe anführte. Sie hörte Ivar fluchen, aber auch darauf reagierte sie nicht und brach aus der Gruppe aus. Trieb ihr Pferd an, dass es schneller lief und schließlich galoppierte.
Ivar rief ihr hinterher, doch sie reagierte nicht. Als ihr etwas Nasses die Wangen herunterlief, wischte sie überrascht die Tränen weg. Sie hatte nicht einmal bemerkt, dass sie angefangen hatte zu weinen.
Ihr Pferd suchte sich einen Weg durchs Unterholz und Tyra ließ ihre Stute laufen. Sie wollte einfach nur weg. Weg von Ivar. Weg von allen Problemen. Doch es sah so aus, als würde sie nicht entkommen können. Denn sie hörte Ivar immer noch rufen, und sein Pferd kam auch immer näher. Enttäuscht und wütend zügelte sie ihr Pferd, dass es schließlich stehen blieb. Sie stieg ab und ging zu Fuß weiter.
Hinter ihr sprang auch Ivar vom Pferd und band beide Tiere an einem Baum fest, bevor er Tyra hinterher lief.
"Tyra, bitte bleib stehen! Erklär mir, was los ist!"
Seine Stimme klang bittend, doch Tyra ging weiter. Als eine Hand sie am Unterarm festhielt und sie herumwirbelte, landete sie an seiner Brust, so nahe war er ihr gekommen.
"Tyra, rede mit mir!"
"Wieso?"Er hörte den Schmerz in ihrer Stimme und sah, wie die Tränen über ihr hübsches Gesicht liefen.
"Weil ich sonst nicht weiß, warum du so niedergeschlagen oder wütend bist. Ich möchte dir helfen. Aber das kann ich nicht, wenn du mir nicht sagst, was passiert ist."
Traurig schüttelte sie den Kopf und senkte den Blick, sah auf den Boden. Sein Zeigefinger schob sich unter ihr Kinn und hob ihren Kopf an, sodass er in ihre verweinten Augen sehen konnte.
"Rede mit mir", bat er, doch sie sagte immer noch nichts.
"Was hab ich falsch gemacht? Was muss ich tun, damit du wieder mit mir redest?"
Er klang verzweifelt, doch das half ihr auch nichts.
"Ihr hättet das alles gar nicht erst anfangen dürfen!"
"Was 'alles'"?
"Dass Ihr mir auf einmal Aufmerksamkeit entgegenbringt. Dass Ihr Euch für mich interessiert. Es verwirrt und verunsichert mich und ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll."
Ihre Stimme wurde bei ihren letzten Worten immer leiser.
"Weil es so plötzlich kommt?", fragte er zaghaft nach, und sie nickte.
"Ich wollte dich trösten, als deine Mutter gestorben war. Und dann hab ich gemerkt, wie sehr ich es genieße, wenn du in meiner Nähe bist."
Die Tränen, die gerade eben erst versiegt gewesen waren, brachen nun doch wieder über die Dämme und liefen ihr das Gesicht hinunter.
"Nicht wieder weinen", flüsterte er fast schon.
Eine Hand legte sich an ihre Wange und der Daumen strich ihr sanft die Tränen weg.
"Ich halte es nicht aus, wenn du weinst."
Diese Worte ließen sie nur noch mehr weinen, sodass er ihren Kopf noch etwas weiter anhob und dann langsam und sanft seine Lippen auf ihre senkte.Im ersten Moment versteifte sie sich. Wusste nicht so recht, was er erwartete, wie sie reagieren würde. Sie schloss die Augen und genoss seine Wärme und das Gefühl seiner Lippen auf ihren, diesen leichten Druck. Dann reckte sich ihm langsam entgegen und ging auf seinen Kuss ein.
Als er seinen Mund auf ihrem bewegte, übernahm sie die Kontrolle. Drang mit ihrer Zunge in seinen Mund ein und eroberte ihn. Ließ den Kuss verrucht und werden und forderte noch mehr. Eine Hand hatte sie in die Haare in seinem Nacken vergraben, die andere tastete sich vorsichtig vorwärts, immer bereit, zurückgewiesen zu werden. Doch er ließ es zu und begrüßte es, dass sich ihre Hand in sein Leinenhemd krallte. Seine Hände lagen auf ihrer Taille und in ihrem Nacken, sodass er doch noch etwas Kontrolle über Tyra hatte. Dies nutzte er nun aus und ging vorwärts, drängte sie rückwärts gegen einen Baum und übernahm die Führung. Der Kuss wurde nass und seine Hand machte sich auf Wanderschaft. Seine Finger wanderten über jede Rippe bis hoch zu der Unterseite ihrer rechten Brust. Sie seufzte auf, als er durch den Stoff ihres Kostüm die Brust umschloss und leicht knetet.
Sie stöhnte, als er sich ihrer Knospe zuwandte und sie verwöhnte. Sie löste den Kuss und ließ den Kopf nach hinten fallen, atemlos. Er ließ ihr nicht lang Zeit, sich zu erholen, sondern eroberte aufs Neue ihren Mund, unterwarf sie und liebkoste sie mit einer Hand an ihrer Brust.
Sie gab sich ihm hin und ließ zu, dass seine Hand wieder an ihr hinunterwanderte und sich auf ihren Hintern legte. Er zog sie noch etwas näher an sich heran und hatte das überwältigende Bedürfnis, sich in ihr zu vergraben, doch er beherrschte sich. Sie war noch nicht so weit und allein der Kuss verwirrte sie schon. Er würde sich noch etwas gedulden müssen, bis er sie 'SEIN' nennen durfte.Als sie Pete's Stimme hörten, die laut nach ihnen rief, lösten sie sich langsam voneinander.
Sie musste sich noch einen Moment länger an ihm festhalten, da ihr ihre Beine nicht gehorchten und unkontrolliert zitterten. Vorsichtig sah sie zu ihm auf und begegnete seinem Blick, der auf ihrem Gesicht lag. Fast schon schüchtern erwiderte sie diesen intensiven und zugleich sanften Blick und versank in seinen wunderschönen Augen. Eine Hand hatte sie bereits wieder aus seinem Nacken gelöst, doch mit der anderen Hand klammerte sie sich immer noch sein Hemd. Als er ihr wieder etwas näher kam, legte sie die freie Hand an seine Brust, eigentlich, um ihn abzuwehren. Sie seufzte vernehmlich auf, als ihre Haut seine Muskeln durch das Hemd berührte und spürte, wie er sich anspannte. Er legte erneut eine Hand in ihren Nacken und zog sie etwas zu sich, um ihr einen letzten, sanften, zärtlichen Kuss auf die Lippen zu drücken, bevor er sich endgültig von ihr löste und ihr einen Arm als Stütze bot.
"Wir sollten zurück."
Tyra nickte nur und ging zu den Pferden, um sie loszubinden. Dann stiegen beide auf und ritten den Weg durch das Unterholz zurück, um wieder zu den anderen zu gelangen.
Als sie wieder bei der Truppe angelangt waren, verbot Ivar Pete mit nur einem Blick, Fragen zu stellen, und ritt an die Spitze, um die Gruppe wieder anzuführen.Sie ritten noch bis zum Sonnenuntergang, und als die Sonne ihre letzten Strahlen über den Bergkamm schickte, bauten Ivars Männer das Lager auf, und Tyra, die schon immer etwas neugierig war, sah ihnen dabei über die Schulter und reichte ihnen an, was sie brauchten.
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So liebe Leute :)
Wieder ein Kapitel fertig ;)
Ich hoffe, es gefällt euch auch dieses Mal wieder :)
Und danke, danke, danke für über 270 reads!! ♡Bis bald
Lovingslover2000
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Weeking
Historical FictionAnfang des 16. Jahrhunderts Ein Ehepaar in Schottland, dass sich nicht einmal 5 Minuten im gleichen Raum aufhalten kann, ohne dass die Fetzen fliegen. Und eine Königin, die die beiden zu sich nach England bestellt, um sich bestätigen zu lassen, da...