16. Kapitel

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Sie waren nun schon 10 Tage unterwegs und sie näherten sich in großen Schritten England. Die Königin würde sie in London empfangen, doch bis dahin würden sie sich noch mindestens drei weitere Tage gedulden müssen.

Während dieser drei Tage gewann Tyra immer mehr Vertrauen zu Ivar.
Ständig berührte er sie unauffällig und abends, wenn sie allein waren, lag sie in seinen Armen und genoss seine Nähe. Nie hätte sie sich das alles erträumen lassen. Und doch passierte es einfach.
Und sie war dankbar dafür.

Doch dann, ein Tag von London entfernt, wurden sie von Banditen überrascht.
Die Männer, die Wache standen, hatten sie nicht kommen sehen. Als man sie entdeckte, waren sie schon sehr nah an die Zelte herangekommen.
Die Männer und Tyra wollten gerade schlafen gehen, als plötzlich ein Krieger Alarm schlug. Sofort war Ivar vor seiner Frau und drängte sie, in das Zelt zu gehen.
"Geh!"
"Nein! Ich werde dich nicht allein lassen!"
"Du lässt mich nicht allein!  Aber ich kann nicht kämpfen, wenn ich noch auf dich aufpassen muss!"
"Du musst doch nicht auf mich aufpassen! Ich komm schon allein zurecht!"

Genau in dem Moment wurde sie von hinten gepackt. Ein Messer wurde ihr an die Kehle gehalten, während sie rückwärts gezogen wurde. Ihre Füße verfingen sich in ihrem Kleid und sie fiel. Sofort spürte sie das Blut, das aus der Wunde trat und ihr den Hals hinablief.
"Tyra!"
Sie saß am Boden und hörte Ivar schreien, doch sie konzentrierte sich nur darauf, die Blutung zu stoppen. Sie riss sich Stoff von ihrem Kleid ab und presste es an die Wunde. Schmerzerfüllt verzog sie das Gesicht.
Der Bandit, der sie von hinten ergriffen hatte, war abgehauen, sodass Ivar nun noch mit drei weiteren kämpfte. Die anderen wurden von den Kriegern in Schach gehalten.

Nachdem die Fremden endlich in die Flucht geschlagen werden konnten, kam Ivar zu seiner Frau und kniete sich vor sie hin.
Wollte ihr das Tuch aus der Hand nehmen, das sie noch immer gegen die Wunde drückte, doch sie schlug seine Hand weg.
"Wie schlimm ist es?"
Seine Stimme klang kühl und distanziert.
Ihr traten Tränen in die Augen. Warum, das wusste sie selbst nicht.
"Ich werds schon überleben, wenn es das ist, was du wissen willst. Pech für dich."
"Du hättest einfach ins Zelt gehen sollen!"
"Wahrscheinlich hätten sie mich dort erst recht abgestochen!"
"Aber du weißt es nicht. Und jetzt bist du verletzt!"
"Das weiß ich selbst."
"Warum machst du nicht einfach mal, was ich dir sage?"
"Weil ich mich nicht immer von dir herumschubsen lassen! Ich bin keine verdammte Spielfigur!"
"Geh jetzt schlafen!"

Tränen liefen ihr über die Wangen, als sie sich umdrehte und ging.

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Hey Leute :)
Endlich mal wieder ein Kapitel!
Vielen Dank an Peru_Girl, weil sie dieses Buch immer noch verfolgt, wenn mal wieder ein Kapitel kommt. :)

Lovingslover2000♡

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