Als die Schule wieder begann musste ich bis zur Pause warten, damit ich mit Anna reden konnte, weil wir in den ersten beiden Stunden kein Unterricht zusammen hatten. ,,Hey, ich hab dir so viel zu erzählen", fing ich sofort an, als ich Anna sah und sie sah mich nur fragend an.
Ich erzählte ihr alles bis zum Teil mit der SMS. Während ich redete lief Herr Timpler an uns vorbei. Ich guckte ihn an und bemerkte, dass er ziemlich rot wurde. Es war zum Glück Pause und ich hoffte, dass ich mit ihm reden konnte. Ich sagte Anna, dass ich noch was klären müsse und sie nicht auf mich warten brauchte. „Herr Timpler! Warten Sie mal bitte", rief ich ihm hinterher. „Sophia, wie kann ich dir helfen?", fragte er unschuldig, als ob er von nichts wüsste und als ich ihn fragte, wie er an meine Nummer kam wusste er auch nicht wo von ich sprach. Ich wollte das endgültig klären und eigentlich mit der Sache abschließen. Er nahm mich an die Hand und seine Wärme glitt durch meinen Körper. Er ging mit mir in den Raum wo ich ihn geküsst hatte und setzte sich an die selbe stelle wo ich das letzte mal saß. Er hatte seine Beine angezogen und sein Gesicht in seinen Händen vergraben. „Warum hast du mich geküsst? Was hast du dabei gedacht und gefühlt?" Ich konnte hören, wie sehr es in quälte, aber mir ging es nicht anders. Eigentlich wusste er die Antwort. „Es tut mir so Leid. Ich wollte das alles nicht aber..", fing ich an doch er unterbrach mich. „Beantworte einfach nur meine Frage." Ich fühlte mich so überrumpelt und wusste nicht was ich sagen sollte. Er stand auf und kam auf mich zu, um mein Gesicht in seine Hände zu nehmen. Wieder spürte ich, wie diese Wärme durch meinen Körper wanderte. Ich sah das er tränen in den Augen hatte genau wie ich damals. ,,Bitte Sophia. Ich halte das nicht mehr aus", flehte er mich an. ,,Was erwarten Sie von mir?", meine Stimme war am zittern und klang nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte. „Die Wahrheit, Sophia." Ich verlor mich in seinen strahlend blauen Augen und bemerkte ein paar Sekunden später das er mich küsste. ,,Ich liebe Dich", rutschte es mir heraus als wir uns voneinander lösten und ich hielt mir die Hand vor dem Mund. „Ich habe ebenfalls Gefühle für dich", beichtete er mir sofort danach. „Es ist mir peinlich. Als ich dir die SMS geschickt habe wäre ich am liebsten im Erdboden versunken, weil du meine Schülerin bist und ich dein Lehrer bin. Ich würde so gerne mehr mit dir haben, Sophia. Aber es geht leider nicht." Es klingelte zur nächsten Stunde und ich wusste, dass das Gespräch noch nicht vorbei war. „Du kannst mich außerhalb des Unterrichts gerne Duzen." Er grinste mich an und wir gingen gemeinsam in den Unterricht. Ich fand es schade, dass die Stunde so schnell vorbei war. Zum Glück hatten wir in der letzten Stunde wieder mit ihm. Aber jetzt hatten wir erst mal Erdkunde. Ich fand Erdkunde immer so langweilig. Nach der letzten Stunde bin ich zu Dima gegangen, als alle anderen schon weg waren. „Dima, ich wollte fragen ob ich eventuell Nachhilfe kriegen könnte?", fragte ich leicht verunsichert. ,,Wie meinst du das?" ,,Ich habe mir überlegt, dass du mir Nachhilfe gibst und wir so Zeit miteinander verbringen können", schlug ich vor. „Rein theoretisch müsste es gehen, da du ja nicht gerade gut in Deutsch bist." „Ja ich weiß. Ich hab das Thema aber wirklich nicht verstanden und wenn dann die Prüfungen sind, möchte ich nicht mit einer schlechten Note abschneiden." „Ich guck mal was ich machen kann. Jetzt geh erst mal nach Hause. Wir sehen uns dann morgen."
Als ich nach hause kam fragte meine Mutter mich wie immer, wie es mir ging und wie mein Tag war. Ich log sie, wie immer, an damit sie sich keine Sorgen machen musste. Ich ging in mein Zimmer und kam erst zum Abendessen wieder heraus, wo wir auch nur geschwiegen haben.
Am nächsten Morgen stand ich alleine auf, weil meine Eltern schon sehr früh anfingen zu arbeiten. In der Schule kam Anna sofort auf mich zu gerannt und umarmte mich stürmisch. „Happy Birthday", rief sie und drückte mich noch fester. In der Klasse gratulierten mir auch alle und die ersten beiden Stunden vergingen wie im Flug. Als die Pause began ging ich direkt zu meinem Schließfach, um meine Bücher zu wechseln, als mir ein kleiner Brief mit der Handschrift von Herrn Timpler entgegen kam.
Hey Sophia, komm zu unserem Raum. Wir müssen reden. 9:45 Uhr. Ich warte!
Dima wollte mit mir reden, aber worüber? Habe ich irgendetwas getan? Ich wusste es nicht. Ich war aber nicht aufgeregt oder hatte Angst. Jedoch wurde mir etwas murmelig, als ich vor dem Raum stand und die Türklinke berührte. Ich öffnete die Tür und Dima kam direkt auf mich zu und schloss die Tür, neben der ich stand. ,,Alles gute zum Geburtstag." Er drückte mich an die Wand, stüzte sich mit seinen Händen über meinen Schultern ab und küsste mich. Ich liebte dieses Gefühl. Ich verspüte einen Drang ihn auf den Boden zu werfen und mich auf ihn zu setzten, doch es ging nicht da wir noch in der Schule waren. Ich musste mich beherrschen, also versuchte ich ihn weg zu drücken. „Wir dürfen das nicht, schon vergessen?", versuchte ich zwischen unseren Küssen zu sagen. Doch das hielt ihn nicht auf mich noch intensiver zu küssen. Vorsicht stupste er mit seiner Zunge gegen mein Lippe und ich gewährte ihm Einlass. Unsere Zungen tanzten langsam miteinander, bis das verlangen immer weiter anstieg. Er drückte sich gegen mich, so dass noch nicht einmal ein Blatt zwischen uns gepasst hätte. Ich spürte, wie er hart in seiner Mitte wurde, was mir ein Stöhnen entlockte. Schockiert lösten wir uns von einander und es klingelte zum Ende der Pause. „Wir sollten verhindern, dass so etwas nochmal passiert." „Ja, du hast recht. Warum kann der Tag nicht schneller vorbei gehen?", und ich hörte die Enttäuschung in seiner Stimme.
Auf dem Weg zum Klassenraum fragte ich ihn, wann ich mit den Nachhilfestunden anfangen könne.
„Es würde jeden Dienstag und Freitag gehen." „Dann können wir morgen doch direkt anfangen, oder? Vielleicht könnte ich sogar bei dir übernachten", schlug ich vor. „Nachhilfe ist ok. Aber bei mir übernachten? Ich weiß nicht. Meinst du nicht, dass deine Eltern was dagegen hätten? Schließlich bin ich immer noch dein Lehrer" „Ich sag denen einfach, dass ich anschließend bei Anna übernachte." „Klär du das mit Anna ab und sag mir dann Bescheid. Ich möchte keinen Ärger bekommen."
Herr Timpler und ich betraten den Klassenraum. Nach und nach kamen auch die anderen und setzten sich ruhig auf ihre Plätzen, so dass Herr Timpler direkt mit dem Unterricht anfangen konnte. Die Stunde ging schneller vorbei als ich dachte. Auf dem Weg nach Hause erzählte ich Anna von meinem Vorhaben. Sie fand es zwar nicht wirklich toll, aber sie deckte mich trotzdem. Ich feierte noch mit Anna und meiner Familie meinen Geburtstag und ging später ins Bett.
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Sophia
RomanceDeutschunterricht: Grammatik, Analysen und Er.. Doch Sophia darf sich ihre verbotenen Gefühle nicht anmerken lassen. Was ist jedoch, wenn derjenige das selbe fühlt und es ihr dadurch schwer fällt ihre Gefühle zu unterdrücken? Dazu kommt noch ein alt...
