Das einzige was er spürte war die Kälte des Bodens auf dem er aufwachte. Seine Locken waren etwas nass und klebten an der Seite seines Kopfes. Alles drehte sich und es war schwer für ihn sich zu fokussieren. Der Raum ähnelte einem Keller, er war ziemlich dunkel und es lagen einige Kleidungsstücke herum, die er jedoch nicht identifizieren konnte. Er versuchte aufzustehen, doch er schaffte es nicht. Zu schwer fühlte sich sein Kopf an und der Schwindel wurde zunehmend stärker. "Verdammt..." fluchte er und hielt sich seinen Kopf fest. Langsam setzte er sich auf und lehnte sich neben die leicht feuchte Wand. Außer das Tropfen der Feuchtigkeit der Röhre war nichts zu hören.
Sherlock versuchte nun aufzustehen, um sich den Raum etwas bekannter zu machen. Es schmerzte ihm, jedoch überwandte er die Schmerzen und ging vorsichtig durch den kleinen Raum. Er begutachtete eines der Kleidungsstücke und stellte mit erschrecken fest, das es Johns waren. Sie rochen zwar modrig, aber es war immer noch ein leichter Schimmer seines Aftershaves vorhanden. Sherlock hielt das Hemd fest an sich. Zu groß war die Sehnsucht nach seinem Blogger. Er konnte und wollte nicht glauben das er tot war, andererseits könnte es auch nur ein Trick von Moriarty gewesen sein. Sherlock schüttelte den Kopf und setzte sich langsam mit dem Kleidungsstück fest an sich gedrückt, auf den kalten Boden. Er bemerkte wie er seinen Gefühlen einen freien Lauf ließ und weinte.
Plötzlich öffnete sich die Stahltür, die ihm durch das schlechte Lichtverhältnis nicht aufgefallen war. "Halli Hallo, Sherly. Wie geht es dir? Gefällt es dir in deinem kleinen Königreich?" lachte Moriarty und hockte sich vor Sherlock. Dieser würdigte ihn keines Blickes und drückte Johns Hemd nur noch fester an sich. "Was haben wir denn da? Ein kleines Andenken, das ist aber putzig.."
Moriarty riss Sherlock das Hemd aus den Armen. Zu schwach war er um es zu halten. "Weißt du Sherly, wegen deinem kleinen Hündchen habe ich meinen Tiger verloren. Er sitzt jetzt hinter schwedischen Gardinen und der kleine Johnny Boy schläft bei den Fischen." lachte er lauthals los und Sherlock merkte wie sich die Wut in ihm aufbaute. "Hören sie damit auf.." zischte er zwischen zusammen gebissenen Zähnen. "Sie werden niemals das erreichen was sie wollen Moriarty, ich bin schlauer als sie, sie Wichtel!" sprach Sherlock nun etwas lauter und schubste Moriarty in einer der Ecken des Raumes. Dieser sprang wütend auf und warf sich auf Sherlock. Seine Hände schlangen sich um Sherlocks Hals und drückten ihn auf den feuchten Boden. "Ich werde Ihnen schon beweisen wozu ich fähig bin Sherlock Holmes. Sie werden mich nie mehr los, ich bin der Virus in ihrem Netzwerk."
Sherlock trat ihm in den Bauch und drehte sich erschöpft zur Seite. "Ich werde sie niemals gewinnen lassen.." sprach er durch einzelnen Luftzügen. Er hielt sich seinen Hals fest, denn dieser drückte vor Schmerz. Moriarty rappelte sich wieder auf und trat Sherlock kurzer Hand in den Magen. Dieser stöhnte auf und krümmte sich zusammen. Moriarty stand auf und richtete seinen Anzug zurecht und spuckte mit einem angewiderten Blick auf Sherlock. "Das wird ein Nachspiel haben, Schätzchen."
Mit diesen Worten verließ er den Raum und warf das Hemd achtlos auf den Boden. Sherlock robbte sich darauf zu und drückte es wieder an seine Brust. Wäre er damals nicht so egoistisch gewesen, dann wäre dies alles nie passiert. John wäre noch am Leben und sie würden gemeinsam gegen Moriarty antreten. Doch nun war er allein.
Johns POV:
Mitten in der Nacht riss es mich aus meinem Schlaf. Ich stand langsam auf und setzte mich auf den Rand des Bettes. Ich hatte ein komisches Gefühl in mir, als würde ich wissen wo er ist. Dennoch schüttelte ich den Kopf. Es waren naive Gefühle und Gedanken, die mich wohl verrückt werden ließen. Ich entschloss mich dennoch, diese Chance nicht aus meinen Händen gleiten zu lassen. Rasch zog ich mich an und Schlich aus dem Haus. Mein Gefühl sagte mir das er ihn dort gefangen hielt, wo er mich Gefangen hielt. Ich wanderte durch die dunkle Nacht Londons, auf der Suche nach diesem alten Lager Gebäude. Es interessierte mich nicht das es Kalt wurde, und die Waffe die ich mir in den Hosenbund an meinem Rücken steckte, das Kälte Gefühl verschlimmerte. Der Kalte Stahl machte mir jedoch auf der anderen Seite Mut, Moriarty ein für alle mal aus dem Weg zu schaffen.
Ich rannte eine Stunde lang, mit der Hoffnung das ich nicht zu spät war. Keuchend kam ich an dem Lagergebäude an und versuchte so leise wie möglich dort hinein zu kommen. Ich sah einige Wachen die vor den Türen standen. Zu meinem Glück was es eine sehr dunkle Nacht und nicht einmal die leichte Beleuchtung des Gebäudes konnte dies verändern. Ich Schlich mich langsam zu einer der Wachen, und rammte ihm meine Waffe auf den Hinterkopf. Zu meinem Glück war er dort allein. Ich nahm mir den Hut des Mannes und setzte ihn mir so auf das mein Gesicht nicht zu erkennen war. So konnte ich nun gut getarnt hinein kommen. Ich ging durch die Tür und kam an dem Gang an, wo ich damals flüchtete. Ich machte keine lauten Geräusche und Schlich um jeden ecke, meine Waffe fest in der Hand. Durch die unangenehme , anspannende Stille, vernahm ich ein leises Schluchzen. "Sherlock..."
Mein Herz raste und ich rannte zu der nur allzu bekannten Stahltür. Ich versuchte sie zu öffnen, und als wäre ein Schutzengel mit mir, war diese offen. Ich trat vorsichtig hinein und schloss leise die Tür. In der Ecke des Raumes sah ich ihn. Zusammen gerollt, den braunen Lockenschopf in ein Hemd gepresst. Er schaute nicht hinauf und Ich ging schnellen Schrittes auf ihn zu. Tränen stiegen mir in die Augen und ich ging auf die Knie. "Sherlock.." flüsterte ich und dieser hörte abrupt auf zu weinen. "John?..., du... d..du lebst!" sagte er und schlang sich um meinen Hals. Ich weinte nun und drückte ihn fest an mich. "Ich habe dich so vermisst..., Ich..." schluchzte ich und fuhr durch seine weichen Locken.
Da sprang die Tür auf und ein Wütender Moriarty stampfte hinein. "Na was haben wir denn hier?"
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Because You Choose Me
Fanfiction"Von allen Frauen und Männern in der Welt, John, musste es Sherlock Holmes sein!"
