Stiles blickte auf das Plakat und ließ entsetzt die Gabel sinken:
„Sie haben sie ausgestellt, wie ein VERDAMMTES TIER?" fragte er fassungslos.
Die Tränen kamen so spontan, dass er sie nicht einmal selbst kommen sah.
John und Derek blickten einander an, um sich zu verständigen, wer ihn tröstete, als Loba ihnen die Entscheidung bereits abnahm.
Natürlich konnte sie nicht wissen, dass Stiles um sie weinte, doch es war eindeutig, dass es ihr überhaupt nicht schmeckte, dass er traurig war. Sie war nahe an ihn herangerückt und und stupste ihn mit Nase und Stirn an, woraufhin Stiles dass Mädchen sehr fest in seine Arme schloss und schluchzend an sich drückte.
Schließlich erhob sich Derek und zog sie beide an sich heran:
„Ist doch gut Stiles! Jetzt ist es vorbei und sie ist hier bei uns. Niemand tut ihr mehr weh und wir kriegen diese Schweine, die das mit ihr gemacht haben!" versicherte er.
Er blickte selbst noch einmal hinab auf das vergilbte Plakat, auf welchem in spanisch zu lesen stand, dass es eine große Sensation sei: Die Gomez-Brüder und ihr Kabinett der Absonderlichkeiten präsentierten stolz das Wolfsmädchen. Sie sei einzigartig auf der Welt!
Eine verdammte Freakshow!
Dort hatte man das arme, kleine Ding ausgestellt.
Ohne Mitgefühl!
Aus Profitgier und für die Sensationslust der Leute!
Die Narben von den Stockhieben auf ihrem Rücken hatte sie sicherlich, weil sie sich gewehrt hatte, oder weil man sie dazu zwingen wollte, sich zu verwandeln!
In Derek stieg Wut auf.
Er entwickelte erstmals so etwas wie Vatergefühle für Loba und er bekam gute Lust, seine Klauen in ein paar miese Penner zu schlagen:
„Ich werde morgen dort hingehen, um mir die Kerle vorzuknöpfen!" bestimmte Derek:
„Scott und ich werden mitgehen!" erklärte Stiles bestimmt, doch Derek und John riefen wie aus einem Munde:
„Ihr habt Schule!" und Derek fügte hinzu: „Ich werde mich erst mal nur umsehen. Keine Sorge! Mir geschieht schon nichts!"
Eine leichtfertige Behauptung.
Stiles blickte ihn sorgenvoll an und der Sheriff bot an:
„ICH könnte dich begleiten?"
Derek schüttelte den Kopf:
„Du hast da unten in Mexiko keine Befugnisse und ich will dich nicht in Gefahr bringen, John! Nein, ich werde gleich morgen früh losfahren und mich um die Sache kümmern."
Seltsamerweise begann Derek, sich Loba und Stiles gegenüber dadurch wieder ein wenig wohler zu fühlen. Er mochte vielleicht nicht so ein liebevoller und umsichtiger Hilfspapa sein, wie sein Freund, aber es gab doch eine Sache, die er besser konnte als er.
Er war stark!
Er konnte seinen Muskeln einsetzen!
„Was haltet ihr denn von folgendem Vorschlag?" Wollte John nun wissen: „Ich nehme die kleine Maus mit zu mir nachhause und mache mir morgen, wo ich frei habe einen schönen Großvatertag mit ihr, Stiles, du schläfst hier bei deinem Freund, gehst morgen früh brav in die Schule und Derek mischt indes diese Unmenschen unten in Mexiko auf!" an den Werwolf gewandt fügte er noch hinzu: „Tu aber bitte nichts, was dich tötet oder in den Knast bringt, hörst du Junge?"
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Magnetismus
FanfictionStiles denkt, Derek ist ein unnahbarer Mistkerl. Derek findet, Stiles ist eine entsetzliche Nervensäge. Also sind die Fronten doch klar, oder? Aber irgendwie ist da doch noch etwas Anderes; etwas dass sie am Ende immer wieder zueinander führt. Es is...
