Stiles war klar, dass ihm und seiner Familie in der nächsten Zeit einiges bevorstand und dass sie nun sehr stark sein mussten.
Und am schwersten zu ertragen war die Tatsache, dass es fast immer von anderen abhängen würde, in welchen Bahnen ihr weiteres Leben verlaufen würde; nämlich von Geschworenen, Behördenmenschen und Verwaltungsmitarbeitern.
Sie selbst hatten darauf nur sehr geringen Einfluss. Sie konnten bloß versuchen, überzeugend zu sein, sich anstrengen und dann das Beste hoffen!
Gleich nach Neujahr begann es damit, dass Stiles als Bittsteller beim Dekan der UC Beacon Hills vorsprach und darum bat, dass er die Prüfungen des ersten Semesters, welches ja bereits im März schon wieder endete nachholen dürfte, um dann nach dem Springbreak mit seinen Freunden gemeinsam im zweiten Semester weitermachen zu können.
Stiles hatte sich Scott und seinen Vater als Rückendeckung zu diesem Gespräch mitgenommen.
John stellte dar, wie sein Sohn als Opfer homophober Gewalt Monate in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen zugebracht und sich dort ins Leben zurückgekämpft hatte.
Es könne doch nicht angehen, dass man ihn dafür bestrafe, argumentierte er!
Scott verwies darüber hinaus auf Stiles überragende Schulnoten und seine Fähigkeit, Wissen praktisch zu absorbieren, wie ein Schwamm. Er versicherte, Stiles beim Nachholen des versäumten Lehrstoffs zu unterstützen und ihn mit allen Studienunterlagen der letzten Monate zu versorgen.
Schließlich zeigte der Dekan Herz, oder was er dafür hielt, denn er gab Stiles vier Wochen um die gesamten versäumten Inhalte aufzuholen, um diese anschließend in einer fünfstündigen Prüfung abfragen zu lassen. Außerdem dürfe er ab jetzt, bis zum Ende des ersten Semesters keine einzige Vorlesung versäumen.
Stiles versprach sein Bestes zu geben und für die Prüfung Ende Januar bereit zu sein, machte jedoch eine Einschränkung bezüglich der geforderten Anwesenheiten, indem er darauf hinwies, dass er in nächster Zeit vermutlich eine Menge wichtiger Termine bei Gerichten oder mit Behörden haben würde, auf deren Zeitpunkte er selbst keinen Einfluss habe.
Der Dekan nahm diese Information mit wenig Verständnis auf und forderte eindringlich, dass Stiles sich die Notwendigkeit jedes einzelnen Termins dieser Art amtlich bestätigen lassen müsse, um tatsächlich entschuldigt zu sein.
Scott und John hoben an, zu protestieren angesichts dieses Mangels an Empathie, doch Stiles winkte ab und versicherte, dass er sich daran halten werde.
Sie fuhren nachhause und Stiles begann umgehend damit, den Lehrstoff durchzuarbeiten.
Er wollte diese erste Januarwoche nutzen, so gut es ging, denn die Vorlesungen würde erst in der nächsten wieder beginnen.
Er stellte sich also an jedem Morgen früh den Wecker und machte sich dann über die Lehrbücher und Scotts Mitschriften her und legte beides erst wieder weg, wenn es dunkel wurde.
Von den Kopfschmerzen, die morgens moderat begannen und sich dann jedoch im Laufe des Tages in ein grandioses 'molto furioso' steigerten, hatte er Derek eigentlich gar nichts erzählen wollen, doch als er am Abend des zweiten Tages lediglich noch dazu in der Lage war, sich mit letzter Kraft ins Bett zu schleppen und dort im Dunkeln zu liegen, wurde seinem Freund natürlich klar, dass etwas nicht stimmte:
„Warum sagst du mir denn nicht, dass du Schmerzen hast? Ich kann dir doch helfen!" sagte Derek vorwurfsvoll: „Ist es immer noch wegen des Angriffs?"
„Ja! Aber es geht schon!" behauptete Stiles.
Dabei klang er, als läge er in den letzten Zügen:
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Magnetismus
FanfictionStiles denkt, Derek ist ein unnahbarer Mistkerl. Derek findet, Stiles ist eine entsetzliche Nervensäge. Also sind die Fronten doch klar, oder? Aber irgendwie ist da doch noch etwas Anderes; etwas dass sie am Ende immer wieder zueinander führt. Es is...
