Derek blickte noch einmal an sich hinab und fragte sich, ob er die Kleiderfrage zufriedenstellend gelöst hatte. Er hatte vorhin eine ganze Weile vor dem Kleiderschrank gestanden, Jeans gegen schwarze Stoffhose, Oberhemd gegen Langarmshirt abgewogen und sich schließlich für einen Kompromiss entschieden: Stoffhose mit Shirt! Das war nicht wirklich Alltagskleidung, aber auch nicht zu förmlich, hatte er in jenem Moment gefunden.
Nun, da er aber hier vor dem Haus der Stilinskis stand, fragte er sich, was er sich verdammt nochmal denn nur bei seiner Wahl dabei gedacht hatte?
Derek widerstand dem Impuls, wie gewöhnlich durch Stiles Schlafzimmerfenster einzusteigen und starrte stattdessen die Klingel an. Und wie er ihn so fixierte, hatte er das Gefühl, der Klingelknopf wurde immer riesiger vor seinen Augen.
Es war doch einfach lächerlich, dass er jetzt zögerte.
Da drinnen wartete doch schließlich kein Erschießungskommando auf ihn, sondern ein Abendessen! (So hoffte er zumindest!)
Doch selbst wenn der Sheriff feindselige Absichten hätte, wäre doch immer noch Stiles dabei, richtig?
Also los jetzt!
War er ein Wolf oder eine Maus?
Als die Türglocke schließlich laut und schrill ertönte, schreckte er dennoch zusammen.
Eine Maus also!
Es war Stiles, der ihm öffnete; mit vorgebundener Schürze und von einem Ohr zum anderen strahlend, als er ihn sah:
„Du siehst toll aus!" behauptete er begeistert.
Derek hätte beinahe die Weinflasche in seiner Hand fallen lassen, als der junge Mann ihn ansprang, die Arme um seinen Hals und die Beine um seine Hüfte schlingend:
„Langsam!" murmelte Derek: „Was, wenn dein Vater uns beide so sieht?"
Stiles ließ sich wieder zu Boden gleiten und blickte ihn verständnislos an:
„Und wenn schon? Da muss er durch!" behauptete er, griff ihn bei der freien Hand und zog ihn ins Esszimmer, wo der Sheriff bereits am Tisch saß.
Als er seinen Gast hereinkommen sah, ließ der Sheriff sich dazu herab, sich zu erheben und ihm die Hand hinzustrecken
Ein nüchternes:
„Hale!" kam von dem Einen, ein gemurmeltes:
„Sheriff!" von dem Anderen.
Derek reichte Stiles Vater die mitgebrachte Weinflasche. Dieser bedankte sich, begutachtete das Etikett und nickte dann anerkennend.
Puh!
Wenigstens eine Sache, die er richtig gemacht hatte!
Die beiden Männer musterten einander misstrauisch und Stiles musterte SIE, während sie EINANDER musterten, während in seinem Kopf: „Spiel mir das Lied vom Tod" ertönte.
War das gerade ein Bündel trockenes Präriegras, das der heiße, trockene Wind da durch das Esszimmer blies?
Stiles warf vorsichtshalber einen Blick auf die Uhr an der Wand. Nein, es war nicht zwölf Uhr mittags, sondern achtzehn Uhr am Abend!
Der Junge schüttelte seinen Kopf, um die albernen Wild-West-Fantasien darin loszuwerden:
„Setzt euch!" forderte er: „Das Essen braucht noch eine Weile."
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Magnetismus
FanfictionStiles denkt, Derek ist ein unnahbarer Mistkerl. Derek findet, Stiles ist eine entsetzliche Nervensäge. Also sind die Fronten doch klar, oder? Aber irgendwie ist da doch noch etwas Anderes; etwas dass sie am Ende immer wieder zueinander führt. Es is...
