„Was macht ihr denn hier?" fragte Stiles verblüfft, der als erster seine Stimme wiederfand:
„Was WIR hier machen?" empörte sich sein Vater: „Was machst du hier? Und wieso meldest du dich nicht? Ich dachte, du seist tot! Bloß weil du jetzt achtzehn Jahre alt bist, bedeutet das nicht, dass du mir nicht mehr erzählen musst, wohin du gehst, du kleiner Mistkerl!"
Sein Dad klang wütend, doch er sah aus, als würde er gleich weinen.
Scott legte dem Sheriff beruhigend eine Hand auf den Oberarm:
„Es tut mir leid Dad!" stammelte Stiles unsicher: „Ich wollte euch keine Sorgen bereiten. Derek und ich haben uns zufällig getroffen. Wir haben uns so lange nicht mehr gesehen, hatten uns viel zu erzählen und haben einfach die Zeit vergessen."
„Drei Tage lang?" fragte der Sheriff fassungslos.
Derek und Stiles sahen aus, wie kleine Jungen, die man mit den Händen in der Keksdose erwischt hatte und Stiles murmelte kleinlaut:
„Ich hatte euch doch Nachrichten geschickt, dass ihr euch nicht Sorgen müsst."
„Eine drei Tage alte, kryptische Nachricht auf einem hingekritzelten Zettel!" empörte sich sein Vater und fügte grollend unter Kopfschütteln hinzu: „Da ich nun gesehen habe, dass du lebst, kann ich ja wieder verschwinden. Wir sehen uns zum Abendessen, kapiert?"
Und weg war er.
Scott blieb zurück.
Mit leiser Stimme sagte er:
„Ich weiß etwas, was dein Vater nicht weiß, Stiles. Ich weiß, was ihr getan habt, denn es liegt hier überall in der Luft. Ich weiß nicht genau, was ich dazu sagen soll..."
„Hasst du mich jetzt?" fragte Stiles und fühlte sich wie ein verängstigter kleiner Junge bei dieser Vorstellung.
Scotts Augen wurden groß. Dann füllten sie sich mit Wärme:
„Natürlich nicht, Mann! Du bist mein Freund und ich liebe dich!"
Stiles verbarg sein Gesicht hinter seinen Händen. Scott konnte nicht sehen, ob er weinte oder sich bloß schämte.
Nach einer Weile blickte Stiles wieder auf und fragte:
„Wie habt Dad und du mich eigentlich gefunden?"
„Dein Vater hat dein Handy geortet!" gab Scott zurück:
Stiles nickte:
„Hätte ich mir denken können."
„Ich lasse euch jetzt wieder allein!" erklärte Scott: „Ich komme heute nach dem Abendessen zu dir nachhause und wir reden!"
Der Alpha hatte gesprochen!
Als sie wieder unter sich waren, wollte Derek wissen:
„Willst du jetzt lieber nachhause und die Sache mit deinem Vater in Ordnung bringen?"
Stiles schüttelte den Kopf:
„Ich will ihm Zeit geben, sich ein wenig abzuregen."
„Willst du, dass ich mit ihm spreche? Ich könnte ihm... ich weiß nicht...irgendeine Lüge auftischen und behaupten, dass alles meine Schuld war?"
Stiles schüttelte den Kopf:
„Mein Vater und sein kriminalistischer Spürsinn würden dich sofort entlarven. Sei mir nicht böse, wenn ich das sage, aber du bist wirklich kein guter Lügner, Derek. Und wenn er dann noch eins und eins zusammenzählt...ich bin nicht bereit für ein Coming Out. Zumindest noch nicht!"
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Magnetismus
FanfictionStiles denkt, Derek ist ein unnahbarer Mistkerl. Derek findet, Stiles ist eine entsetzliche Nervensäge. Also sind die Fronten doch klar, oder? Aber irgendwie ist da doch noch etwas Anderes; etwas dass sie am Ende immer wieder zueinander führt. Es is...
