Bye Bye old me

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Diese Worte zu sagen war wahrscheinlich das mutigste was ich je getan habe und ich hab schon viele mutige Sachen getan. Kliffen runter springen, eine Woche nicht schlafen weil ich Pretty little liars durchschauen musste, mit meiner Mutter einkaufen gehen, mit Alex um den Küchendienst wetten. Doch diese drei Worte auszusprechen. Verdammt.

Man denkt sich das nicht, doch wenn man sie gesagt hat, diese Last die man schon seit einer Weile spürt, sie ist weg. Man fühlt sich frei. In diesem Moment bist du einfach nur froh, es gesagt zu haben.

Für ein paar Sekunden.

Bis man bemerkt, dass man vielleicht eine tolle Beziehung zu einem tollen Menschen zerstört hat.

Jonas schaut mich an, durchbohrt mich mit seinen wunderschönen Augen. Er sieht ein bisschen überrascht aus, aber vorwiegend ungläubig, als ob er diese Situation wieder und wieder in seinem Kopf abspielt und auf das Anzeichen wartet, dass ihm zeigt dass er träumt. Jetzt bleibt nur die Frage, ob er es als Albtraum sieht oder nicht.

Plötzlich rührt er sich wieder. Vor gerade mal dreißig Sekunden habe ich ihm gesagt, dass ich ihn liebe und was macht er?

Er umarmt mich, nimmt meine Hüften und zieht sie so fest zu sich, dass ich fast ersticke. Schnell wird seine rasche Berührung zärtlicher und er hebt seinen Kopf leicht, so dass sein Mund neben meinem Ohr ist.

„Ich weiß du magst schnulzig nicht so…“, flüstert er in mein Ohr. Mit seiner Hand steckt er eine meiner Haarsträhnen hinter mein Ohr.

„Aber Emilia Engels, du bist verdammt nochmal meine erste große Liebe. Ich liebe dich und das schon ziemlich lange, schon seit dich dieser Idiot von Phillipp angegriffen hat. Ich liebe dich und mir ist egal wie viel ich über Starwars wissen muss und wie oft ich mir Fotos aus Tumblr anschauen muss. Ich liebe…“

Mehr kann er nicht sagen, denn ich habe genug gehört, ich will ihn. Nur ihn. Und das jetzt.

Also küsse ich ihn als ob es kein Morgen gebe. Als ob die Zombieapokalypse bevorsteht und das unser letzter Moment miteinander ist.

„Wo wir das endlich geklärt haben, was haltest du von mir, dir, nackt, ein Bett, zwei Körper, an…“

„Jonas Dalton, der Player unserer Schule. Von allen Mädchen geliebt, von allen Jungs verehrt, verliebt in mich, Emilia Engels. Worauf wartest du?“, sage ich und ziehe mein T-shirt aus.

Mein Freund lacht und zieht auch sein T-Shirt aus.

„Emilia Engels…“

Wir stehen auf und gehen Richtung Balkontür.

„Schönstes und einzigartigstes Mädchen der Schule.“

Und bye bye Hosen.

„Von alle Mädchen beneidet.“

Verabschieden wir uns auch von der Unterwäsche, es war schön sie getragen zu haben.

„Von allen Jungs bewundert.“

Wir küssen uns weiter und landen schließlich auf meinem Bett.

„Verliebt in mich, Jonas Dalton.“

„Sei endlich leise.“, flüstere ich und schon küssen wir uns wieder.

Und wieder.

-

Ich schaue das Mädchen im Spiegel an. In dem vergangenen Jahr hat sie sich nicht nur verändert, nein, sie ist zu einem neuen Menschen geworden. Genau vor einem Jahr bin ich hier gestanden und hab nicht gewusst, was ich mit meinem Leben anfangen soll, wer ich bin.

Wahrheit oder WirklichkeitGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt