Kapitel 14

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Gegen 12 Uhr werden die Beiden durch ein Klopfen an der Tür aus ihren Büchern gerissen. Hermine hat sich während dem Lesen eifrig Notizen zu allen möglichen Themen gemacht, die sie später näher erforschen will. Schnell steht Severus auf und macht sich auf den Weg zur Tür.

„Severus. Minerva bittet um eure Anwesenheit beim Essen, sie möchte mit Hermine etwas besprechen", wird Severus von dem jungen schwarzhaarigen Zauberer an seiner Tür begrüßt.

„Danke Harry, wir sind gleich oben." Nach einem Nicken von Harry schließt er die Tür und geht zurück in sein Wohnzimmer.

„Wer war denn an der Tür?", fragt Hermine sofort.

„Das war Harry. Minerva möchte, dass wir zum Essen kommen, damit sie mit dir über etwas Wichtiges reden kann." Leicht überrascht aber definitiv neugierig setzt sie sich weiter auf.

„Wie spät ist es denn?" Kurz schaut Severus auf seine neue Uhr und merkt, dass es höchste Zeit ist, loszugehen, um noch pünktlich zu kommen.

„Komm, wir müssen und beeilen" und mit diesen Worten zieht er sie hoch und in Richtung große Halle.

„Ich frage mich, was Minerva so Wichtiges von mir will", stellt Hermine fest, während sie immer noch Severus Hand hält und neben ihm herläuft.

„Dass du auch immer alles wissen musst. Lass dich doch einfach überraschen. Wenn es etwas Schlimmes wäre, hätte sie dich schon längst in ihr Büro beordert. Also stell einfach mal für ein paar Minuten deinen Wissensmodus aus und genieß es einfach, wieder hier zu sein", lächelt Severus und drückt ihre Hand kurz. Schließlich sind sie an der Halle angekommen und schlüpfen hinein.

Wieder steht in der großen Halle anstatt der vier Haustische nur ein großer runder Tisch und die Lehrer und Schüler haben sich rundherum versammelt und wieder sind die beiden die letzten, die eintreffen.
„Hallo, ihr beiden. Setzt euch, dann können wir anfangen, zu essen." 

Severus und Hermine nehmen beide wieder ihre Plätze vom Frühstück ein und auch auf ihren Tellern erscheint das Essen. Kaum ist das geschehen, erhebt sich Professor McGonagall aus ihrem Stuhl.

„So, da wir ja nun alle vollzählig sind, können wir beginnen. Ich wünsche Allen ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest. Lasst es euch schmecken."

Das lassen sich alle nicht zweimal sagen und schon ist fast ausschließlich noch das Geräusch von Geschirrgeklapper und gelegentlich auch mal das ein oder andere gesprochene Wort zu hören. Schließlich sitzen alle vor dem Nachtisch, der aus den verschiedensten Kuchen besteht und so langsam etablieren sich auch wieder kleine Tischgespräche.

„Hermine, was machst du eigentlich beruflich?", wendet sich die alte Schulleiterin an ihren ehemaligen Schützling.

„Im Moment nichts. Dadurch, dass Harry und ich sehr hohe Geldpreise nach dem Krieg erhalten haben, habe ich immer noch sehr große Reserven und komme gut zurecht. Ich bin bis vor wenigen Tagen kaum vor meine eigene Haustür getreten." Verstehend nickt die ältere Dame neben ihr und räuspert sich leicht.

„Ich hätte da vielleicht ein kleines Anliegen. Ich bin nicht mehr die Jüngste und ich glaube, es wird langsam Zeit, der nächsten Generation Platz zu machen. Was ich sagen will ist, dass ich dich fragen möchte, ob du eventuell an einer Ausbildung zur Professorin für Verwandlung hier in Hogwarts interessiert wärest?" bei diesen Worten ist Hermine zunächst recht erstaunt, schaut dann aber kurz neben sich, wo Severus in ein leises Gespräch mit der Medihexe vertieft ist.

„Ich weiß nicht", meint die junge Frau schließlich zögernd.

„Du würdest gern, weißt aber nicht, was Severus machen wird und willst ihn nicht verlieren?", fragt Minerva daraufhin mit einem verständnisvollen Blick auf ihre Lieblingsschülerin, auch wenn sie das nie zugeben würde. Diese nickt bloß etwas während ihre Wangen einen dunklen Rotton annehmen. Minerva kann darauf bloß leise Lachen und tätschelt beruhigend die Hand der Jüngeren.

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