Die beiden Polizisten wussten noch nicht was alles vorgefallen war. Weder im Rathaus, noch in der Innenstadt oder dem Revier. Die Straßen waren leer, wodurch sie schnell voran kamen. Doch Dans Dienstwagen sahen sie nicht. Erst vor dem Rathaus konnten sie sein Auto sehen. Es war schief vor dem Absperrband geparkt. Sie sahen gerade noch so, wie Daniel das weiße Kunststoffzelt vorm Eingang betrat.
Er schwenkte die Folie beiseite und sah sich um. Auf der rechten Seite war eine kleine Bank. Gegenüber vor ihr, müssten eigentlich einige Kisten in einem Stangenregal sein. Aber sie waren leer. Offenbar gab es keine Schutzanzüge mehr. Nur noch Gebrauchte in einer Tonne. Kurzerhand schnappte er sich eine Maske und wollte die Tür öffnen, aber da stürmten schon Frey und Stark ins Zelt. Ohne viel darüber nachzudenken sprang Stark von hinten auf Dans Rücken und schlang seine Arme ums seinen Oberkörper.
Det. St: "Des lass ma schön sein, mein Lieber."
Det. Fr: "Ah..."
D: "Geh runter! Was soll das?!"
Durch eine gezielte Gewichtsverlagerung von Seiten Starks, ließ er Dan von der Glastür zurücktaumeln. Frey stand nur da und sah zu wie das Gewirr der Polizistenauf den Boden knallte.
D: "Geh runter von mir!"
Damit ließ sein Anhängsel los und Dan richtete sich auf. Von dem ganzen Gerangel hatte er die Maske verloren.
Det. Fr: "Ich weiß das ist hart für dich, aber du kannst da nicht rein. Und das weißt du."
Fast so als hatte Chloes Ex nicht zugehört, denn einfach so zog er an der Tür um sie zu öffnen.
D: "Ah wie witzig. Sie ist verschlossen."
Frey musste sich ein Lachen verkneifen. Stark hingegen war genau so verdutzt wie Dan.
D: "Gib mir den Schlüssel."
Det. Fr: "Dan..."
D: "Nein, ihr versteht es eben nicht.....
Er hielt kurz inne und sah durch die Glastür auf die vielen hustenden Menschen. Er wollte sich nicht vorstellen wie es Chloe ergeht.
.... Die Mutter meiner Tochter ist da drin!"
Er sah immer wieder zu zu den Leuten rüber. Sie lagen am Boden und an der Wand. Als Dan wieder zu Frey sah, konnte er einen Schlüssel in der Hand sehen. Es war der, um die Tür zu öffnen. Jedenfalls vermutete er es. Doch der Polizist ließ sich nichts anmerken. Schauspielerisch langsam ging er zwischen den Detectives durch und verließ das Zelt. Frey und Stark wechselten einen Blick und in genau dem Augenblick kam Dan wieder herein. Er baute sich vor den beiden auf.
D: "Nein, wisst ihr was? Ich werden da rein gehn."
Er brauchte nur einen Schritt um am kleinen Kistenregal zu sein. Der Polizist redete absichtlich leise aber deutlich vor sich hin.
D: "Hier müssen doch noch welche sein...irgendwo...aber wo nur."
Det. St: "Ey, hör auf. Des wird nichts."
Plötzlich griff Dan in die Tonne mit den bereits benutzten Schutzanzügen und warf mehrere auf einmal seinen Kollegen ins Gesicht. Während die mit dem Zeug beschäftigt waren, schnappte sich Dan den Schlüssel, hetzte zur Eingangstür und schloss sie unbeholfen auf. Frey hatte sich jetzt befreit während Stark noch mit dem Kunststoff kämpfte. Der befreite Detective stürmte auf Dan zu, doch sogleich öffnete dieser die Tür und sperrte hinter sich zu.
Det. Fr: "Hey!"
Durch die Glastür war seine Stimme etwas dumpfer. Frey raste vor Wut. Er ging vor der Tür auf und ab, wie ein Löwe im Zoo und hob die Hände enttäuscht. Er wurde sogar noch schlimmer, als der Polizist im Gebäude einfach ging.
D: "Wo ist Chloe Decker?"
Er beugte sich zum Bürgermeister herunter. Der lag mit den Armen von sich gestreckt auf dem Boden.
Bm: "Nun...
Langsam und mit großer Anstrengung erfüllt richtete er sich auf. Und als er endlich stand kam er vor lauter keuchen kaum zu Wort.
...sie ...s..sih..
D: "Wo ist sie?"
....s isd...hobe....Oben. Im ...B-büro."
Das Stadtoberhaupt wollte Dan hinterher, doch der fiel wie ein Sack Kartoffeln auf den steinernen Boden. Dan hüpfte die Treppe hoch. Er nahm immer zwei Treppen auf einmal um möglichst schnell oben zu sein. Aber auch wenn er es eilig hatte, hielt er inne und überblickte den Raum von oben. Die Leute husteten ununterbrochen und der Boden war mit blutbefleckten Taschentüchern gepflastert. Niemand sagte etwas, da alle einen sehr schwachen Eindruck machten. Schließlich ging Dan weiter ins Büro der toten Sekretärin und dann in das des Bürgermeisters. Kaum hatte er die Tür aufgemacht schlug ihm eine unsichtbare Duftwolke mitten ins Gesicht. Der Raum schien leer zu sein. Nur eine dunkle Pfütze färbte einen Teil des braunen Teppichbodens schwarz. Doch dann entdeckte Dan seine Exfrau und ihren Partner neben der Tür auf den Boden sitzend. Lucifer hatte seinen Arm um Chloe gelegt. Ihr Kopf ruhte auf seiner Schulter und sein Kopf lehnte auf ihrem.
D: "Chloe?"
Sie bewegte sich nicht, doch Lucifer öffnete leicht seine roten Augen. Das Glühen sah Dan nicht.
D: "Chloe..."
L: "Ich dachte man darf hier nicht ohne Anzug rein."
D: "Wollen sie mich nicht anschauen, wenn sie mit mir reden."
L: "Nun, das könnte ich. Hab ich auch grad. Aber möglicherweise will ich sie vielleicht auch gar nicht ansehen."
D: "Na vielen dank."
Lucifer nahm einen tiefen Atemzug und öffnete und öffnete langsam die Augen. Das ganz normale lucifertypische arrogante Grinsen mit den dunkelbraunen Augen zeichnete sich auf dem Gesicht des Teufels ab.
L: "Njia... ich bleib dabei."
Dan fühlte Chloes Puls. Es war so unglaublich entlastend ihren Herzschlag zu spüren. Er musste vor Frohsinn lachen. Unter den prüfenden Augen des Teufels.
L: "Nun, ich würd da hinten jedenfalls nicht hingehen, das Blut ist nicht von dieser Welt."
D: "Was?"
Sanft positionierte Lucifer Chloe so, dass sie auch alleine aufrecht sitzen kann. Er wollte aufstehen, aber dafür fehlte ihm einfach immer noch die Kraft in ganzen Körper.
D: "Whow, whow, ganz ruhig, man."Du bist fast schon 8...nein, 10 Stunden dieser giftigen Luft ausgesetzt, das zehrt an den Kräften."
L: "Oh ja, sie haben ja keine Ahnung wie sehr."
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Weakness of the Devil
FanfictionAls Lucifer und Chloe im Rathaus von L.A. eine neue Waffe beantragen wollen wird die Sekretärin des Bürgermeisters ermordet. Und ehe's sich der Teufel versieht wird das ganze Gebäude unter Quarantäne gesetzt. Doch was passiert wenn man mit seiner ei...
