Wieder im Raum der Direktorin angekommen, sehe ich nur noch zwei Personen. Der Sozialarbeiter und die Direktorin.
L:"Schauen Sie mal, wenn ich beim schwänzen und bei der Handybenutzung im Gebäude erwischt habe. Und dann will sie mir auch noch weiss machen, sie hätte mit ihrem Psychologen geschrieben."
Inzwischen fließen die Tränen still vor sich hin. Erstens wegen diesen dummen Unterstellungen und zweitens wegen den Schmerzen in meinem Arm.
Die Direktorin bickt erst verwirrt auf und dann verfinstert sich ihr Blick sofort, als sie mich erblickt.
D:"Lassen Sie sofort Felicitas los."
Ihr Tonfall ist bedrohlich ruhig.
L:"Wieso, sie hat gegen zwei Regeln verstoßen und mich dann auch noch angelogen. Wenn ich sie jetzt los lasse wird sie doch nur versuchen zu fliehen."
D:"Ich sage es ein letztes Mal. Lassen Sie das Mädchen los. Sie wird nicht abhauen und wenn dann vor Ihnen. Felicitas komm bitte zu mir."
Sie sieht mir eindringlich in die Augen und ich versuche mich los zumachen. Aber der dumme Typ fässt nur noch doller zu. Ich stoße vor schmerzen einen lauten, langen Schrei aus.
D:"So, damit sind sie ihren Arbeitsplatz los. Und jetzt lassen Sie sofort das Mädchen los!"
Endlich nimmt er etwas Kraft weg und ich kann mich losreißen. Ich laufe sofort zu der Direktorin, welche mich in den Arm nimmt und mir beruhigend über den Rücken streicht.
?:"Was ist denn hier los? Wer hat so rumgeschriehen?"
Ich erkenne, das es mein Sportlehrer ist, der wohl gerade Mathe hatte.
D:"Gut dass du hier bist. Unser junger Kollege hat Felicitas gerade eine Quetschung zugefügt. Außerdem hat er ihr Dinge unterstellt, die sind unerhört. Bitte bring ihn doch ins Lehrerzimmer und Sie bekommen auf jeden Fall von mir noch Post."
Mein Sportlehrer nickt und will ihn hinausbegleiten. Doch der Lehrer versucht sich erst noch zu wehren, bis er einsieht, das es ihm gar nichts bringt. Irgendwann hört man nur noch leise ein paar Wutausbrüche von ihm.
Ich beruhige mich langsam wieder und die Direktorin verarztet mich zuerst. Dann erzähl ich ihr, wie es dazu gekommen ist. Sie sagt, ich solle Flo mal anrufen, damit er bescheid weiß. Ich hole mein Handy wieder raus und wähle seine Nummer.
Fl:"Hey, was gibt's? Ist was passiert?"
I:"Ja.. Ich wurde.. von ei.. einem Lehrer.. angegriffen.."
Fl:"Du wurdest bitte was?! Was hat der gemacht?"
I:"Naja, ich hatte dir ja geantwortet und das hat er wohl gesehen und wollte mir darauf hin mein Handy einziehen. Ich habe ihm erklärt das ich mit meinen Psychologen geschrieben habe. Da hat er gelacht und gemeint, das würde einiges erklären. Dann hat er mich am Arm gepackt und zur Direktorin gezogen. Dort sollte er mich loslassen, hat aber nur noch doller zugegriffen. Ich habe dann halt aufgeschriehen und ihm wurde mündlich gekündigt. Er war wohl so geschockt, das er weniger auf mich geachtet hat und ich konnte mich losreißen. Dann kam auch schon mein Sportlehrer und hat ihn ins Lehrerzimmer gebracht." Stumm kullern bei mir wieder die Tränen.
Fl:"So ein.... Okay, beruhige dich. Denk an die schönen Momente mit uns, Marti und deiner Familie. Du hast doch eh gleich Frühstückspause. Komm dann einfach auf den Parkplatz. Ich bring dir auch was mit. Aber jetzt gehst du zu Tina und beruhigst dich. Alles klar?"
I:"Ja, danke Flo. Bis später."
Fl:"Kein Problem, dafür bin ich doch da. Bis dann."
Er legt auf und mir geht's jetzt eindeutig besser.
D:"Möchtest du wieder in den Unterricht zurück? Ich kann dich auch für heute entschuldigen."
I:"Danke, aber ich gehe wieder zurück. Ich habe schon genug verpasst."
D:"Okay. Wenn was ist, kannst du immer zu mir kommen. So was wie eben darf nie wieder passieren."
I:"Danke, ich werde darauf zurück kommen denke ich."
Damit verabschiede ich mich und gehe zurück zu meiner Klasse. Vor dem Raum atme ich nochmal tief durch und wische mir über die Augen. Von drinnen höre ich wie der Lehrer schon wieder einen Jungen vollmeckert.
Ich öffne die Tür und schon sind fast alle ruhig und schauen mich an.
Flo springt auf, er sitzt nicht weit weg von der Tür, und nimmt mich in den Arm.
Flo:"Was ist passiert?"
I:"Handyjäger.. Er hat mich wieder beleidigt und meinen Arm fast zerquetscht."
Flo:"Nicht dein Ernst. Hat das jemand gesehen?"
I:"Ja die Direktorin, Herr Schmidt und Herr Stoch hat ihn dann ins Lehrerzimmer gebracht."
Flo:"Okay, geh zu Tina. Und in den Pausen werde ich jetzt immer in deiner Nähe sein. Versprochen!"
I:"Danke. Das bedeutet mir viel."
L:"Was gibt's denn da zu flüstern? Flo, setz dich bitte wieder und Felicitas, geh bitte auch an deinen Platz."
Wir beide hören auf ihn und die letzten zehn Minuten scheinen ewig zu dauern. Als wir endlich raus dürfen, renne ich direkt auf den Parkplatz dort sehe ich auch schon alle warten. Als sie mich sehen, kommen sie auf mich zu. Ich laufe zu Marti, welcher mich sofort an sich drückt. Ich fange wieder an zu weinen.
M:"Hey meine Süße, nicht weinen, ich bin ja da. Wir sind alle für dich da. Und dieser Typ bekommt auch noch Folgen zu spüren."
I:"Danke, ich liebe dich!"
M:"Ich liebe dich auch meine Kleine."
Fl:"Feli, wo hat er dich verletzt?"
Ich ziehe den Ärmel meines lockeren T-Shirts hoch und zeige ihnen die blau-rot-lila-grüne Stelle.
I:"Die Direktorin hat es schon desinfiziert und eine Salbe drauf gemacht. Aber es tut immer noch höllisch weh."
P:"Wie heißt dieser Typ?"
I:"Nein, Paul du verhaust hier gar keinen. Ihr alle nicht, bitte. Der ist es nicht wert, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Und in den Pausen wird einer aus meiner Klasse bei mir sein. Er hat es versprochen."
Ich merke wie sich Marti neben mir anspannt. Trotz der Situation finde ich das niedlich. Ich drehe mich zu ihm und gebe ihm einen gefühlvollen Kuss mit all meinen Gefühlen zu ihm. Er entspannt sich wieder etwas.
I:"Er ist nur ein Kumpel und überhaupt keine Konkurrenz."
Er lächelt mich an und merkt dann, das ich anfange zu zittern.
M:"Lasst uns reingehen. Hier ist es schon verdammt kalt."______________________
Hey,
Danke fürs lesen :)
Bitte seid mir nicht böse, wenn ich so selten etwas hochlade. Danki
BB ;)
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Eine komische Begegnug mit Folgen
FanfictionFelicitas geht gerade von ihrer besten Freundin nach Hause als sie von einer Gruppe junger Männer angesprochen wird. Wird sich aus dieser Begegnug eine Freundschaft entwickeln?