Es war mitten in der Nacht, als ich in Kalifornien ankam. Wenigstens konnte ich im Jet ein wenig schlafen. Der Abschied von Damon war mir wirklich schwergefallen, zumal ich absolut keine Ahnung hatte, wann wir uns wiedersehen würde. Wir hatten den restlichen Tag in New York mit Sightseeing und, so wie Damon es nannte, Abschiedssex, verbracht. Mir wäre es lieber gewesen gar nicht zu gehen, aber ich hatte einen Job und auch Damons Pause war vorbei. Eine Beziehung mit einem Superstar war schon nicht einfach, aber ich hatte es mir selbst ausgesucht.
Im Taxi nach Hause blätterte ich durch die ganzen Klatschblätter, die ich mir in New York noch mitgenommen hatte. Die Verleihung war das Gesprächsthema Nummer Eins und die Sieger wurden gefeiert wie Könige. Hauptsächlich waren die Artikel mit Fotos und Kommentaren geschmückt worüber ich nur die Augen verdrehen konnte. Da ließ das Niveau irgendwie zu wünschen übrig. Aber eigentlich wollte ich sehen, ob irgendwas über mich und Damon drinstand. Immerhin war das unser erster öffentlicher Auftritt und zu meinem Bedauern schmückten wir die Titelseite der Youth wie schon einmal. Ich zog meine Nase kraus und kaute auf meiner Lippe. Na immerhin war es ein schönes Foto. Mich auf einem Cover zu sehen war surreal, daran würde ich mich wohl nie gewöhnen. Ich seufzte und stopfte die Zeitschriften in meine Tasche und sah aus dem Fenster.
Sophie hatte mich verpflichtet morgen mit ihr Essen zu gehen. Heather und Jack würden auch dabei sein, also das volle Verhör. Zu allem Überfluss hatte mir auch meine Mom geschrieben. Sie war absolut nicht einverstanden damit, wie ich mein Leben führte, aber ich war zweiundzwanzig und damit volljährig und die hatte sich sowieso noch nie wirklich dafür interessiert und deshalb würde ich Damon auch nie meiner Familie vorstellen. Also hatte ich ihre Nachrichten ignoriert. Als wir endlich hielten, bezahlte ich den Fahrer und hob meinen Koffer aus dem Kofferraum. Ich drehte den Schlüssel im Schloss und ließ die Tür hinter mir zufallen. In knapp fünf Stunden musste ich schon wieder bei der Arbeit sein. Ich seufzte laut auf und schlurfte die Treppe nach oben und ließ mich aufs Bett plumpsen. Was mich wohl morgen in der Arbeit erwarten würde?
"Liz? Deine Bestellung ist fertig", riss mich Zac aus meiner Trance und schob mir ein volles Tablett entgegen. Ich lief rot an und musste grinsen, denn ich hatte an meinen Traum letzte Nacht denken müssen. Schweißgebadet und mit hochrotem Kopf und einem Pochen zwischen den Beinen war ich aufgewacht und ich konnte vollkommen nachvollziehen, warum so viele Frauen mit Damon schlafen wollten oder geschlafen hatten. Hatte man ihn einmal, wollte man ihn immer.
Ich verteilte die Getränke und kaute auf meiner Unterlippe.
"Alles klar?", fragte Maria, meine Kollegin und sah mich grinsend an. Ich nickte und sie kicherte. "Ich hätte auch gern einen Damon", sagte sie dann verträumt und ich musste lachen. Maria war für fast vier Monate in einem anderen Hotel unserer Hotelkette gewesen um das Personal dort richtig einzulernen. Davor hatte sie Urlaub gehabt. Ich hatte sie vermisst, weil sie wirklich immer einen guten Spruch auf Lager hatte und den ein oder anderen Arbeitstag erträglicher machte.
Gemeinsam versorgten wir die Hotelgäste am Pool und am Strand und genehmigten uns dann einen von Zacs Fruchtcocktails.
Während meiner kurzen Pause hatte ich Sophie zurückgeschrieben. Wir würden uns morgen Abend zum Essen treffen mit Jack und Heather. Das würde ein Verhör werden, und zwar der krassen Art. Meine Freunde wollten alle Details, auch die schmutzigen, das wusste ich. Sobald Damon wieder in Kalifornien sein würde, würde ich ihn meinen Freunden vorstellen. Sie würden ihn lieben und natürlich auch er sie. Zumal hatte er mir erzählt, kurz bevor wir am Flughafen waren, dass er eine kleine Einweihungsparty in seiner Wohnung hier schmeißen wollte. Keine große, aber ein bisschen. Da könnten Jack, Heather und Sophie sicher auch kommen.
Auch Damons Mom hatte mir eine Nachricht geschrieben und mich gebeten ihr einen meiner Entwürfe zu schicken, weil sie neugierig war und das machte ich zu gern, weil Elliot einfach süß und lieb war.
DU LIEST GERADE
King - My lovely Star
RomansaEr ist reich, sexy und berühmt. Sie ist ein einfaches Zimmermädchen. Doch als sie aufeinandertreffen, sprühen die Funken zwischen ihnen. *** Damon King ist ein Superstar. Er tourt durchs Land und feiert die Nächte durch. Ein One-Night-Stand jagt den...
