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Die Verlobungsparty war gerade vor zwei Tagen gewesen und so langsam fühlte ich mich besser. Ich konnte mich an rein gar nichts erinnern und Damon wollte mir auch nicht sagen, was passiert war, zu meiner eigenen Sicherheit, hatte er gesagt. Mir hatte jemand was ins Glas gemischt, das war das Einzige, was Damon mir gesagt hatte.

Und so im Nachhinein war es vielleicht besser, wenn ich es nicht wusste, aber es fiel mir dennoch schwer nicht daran danken zu müssen.

Damon war vor einer Stunde ins Studio gefahren und ich saß auf der Couch und schaute mir eine Serie an. Draußen regnete es und die Wolken hingen grau über New York. Ich hielt meine Teetasse umklammert und hatte mich in eine Decke eingewickelt. Zum Mittagessen hatte ich mir Pizza bestellt und ich hatte nicht mal Lust etwas zu zeichnen oder an meinen Entwürfen weiterzuarbeiten.

Peter hatte mir heute Morgen eine Ausgabe der New York Times gebracht und ich wollte den Artikel gar nicht erst lesen, aber er hatte mich dazu ermutigt und das zurecht. Das Titelbild war wunderschön und Dave, so hieß er doch oder, hatte einen wundervollen Artikel geschrieben. Er hatte nur gute Worte für uns gefunden und das mit mir ausgelassen, genauso wie Toni, der für die GQ geschrieben hatte. Und dafür war ich den beiden wirklich dankbar. Das hatte meinen Tag ein wenig erhellt, aber dennoch ging mir der Vorfall nicht aus dem Kopf.

Als ich aufgewacht war, hatte ich wirklich keine Ahnung gehabt was passiert war, geschweige denn, wie ich überhaupt hier ins Schlafzimmer gekommen war. Damon hatte mich mit Samthandschuhen behandelt und mich sogar bis aufs Klo begleitet. Ich fand es hinreißend, wenn er so fürsorglich war, aber dadurch ging es mir auch nicht besser und er ging mir auf die Nerven. Deshalb hatte ich ihn heute ins Studio geschickt. Er war zwar gegangen, aber zähneknirschend.

Es dämmerte bereits draußen, als die Aufzugtüren aufschwangen und ich Damons Stimme hörte.

"Hey, Prinzessin, komm doch mal her", bat er mich und ich stellte meine Tasse ab. Strumpfsockig stapfte ich durchs Wohnzimmer zum Flur.

"Was ... " weiter kam ich nicht.

Damon stand im Flur und im Arm hielt er ein kleines schwarzes Bündel. Meine Augen wurden groß und mein Herz begann zu klopfen.

"Sag hi zu dem Kleinen", lächelte er und legte mir den kleinen Welpen in den Arm. Er war warm und weich und so klein.

"Damon ... "

Doch er schüttelte den Kopf. "Nein, sag nichts. Ich habe schon länger darüber nachgedacht. Weißt du ... es bricht mir das Herz, wenn du ganz allein hier in der Wohnung bist und ich hasse es, wenn du allein in den Straßen unterwegs bist. Außerdem fände ich einen kleinen Quälgeist, der uns das Leben schwer macht auch ganz süß", grinste er und mir stiegen die Tränen in die Augen.

"Damon ... das ist großartig", lächelte ich und schluchzte. Eine feuchte Nase stupste an meinen Arm und ich sah nach unten. Der Kleine hatte seine Augen geöffnet und sah mich an. Und schon war ich verliebt. Liebe auf den ersten Blick? Das funktionierte nicht nur bei Menschen. Nein. Auch bei kleinen, süßen Welpen.

"Wie heißt er?", fragte ich und Damon zuckte mit den Schultern.

"Wie du möchtest", lächelte er und ich sah mir den kleinen Racker an. Er war komplett schwarz, bis auf einen winzigen Fleck am Bauch. Da war er dunkelgrau.

"Spot", grinste ich und das schien auch dem Kleinen zu gefallen, denn er wedelte leicht mit dem Schwanz und gab ein kleines Bellen von sich. Er strampelte und ich musste lachen. Ich ging in die Hocke und setzte ihn ab. Noch etwas unbeholfen tapste er vorwärts.

"Aber wir haben doch gar nichts für ihn. Körbchen, Leine ... " Ich sah Damon an, der wissend grinste.

"Peter wartet unten mit dem ganzen Zeug."

King - My lovely StarGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt