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Die ersten Schultage waren wirklich anstrengend gewesen, aber hatten auch unglaublich Spaß gemacht. Meine Lehrer waren unglaublich nett und hatten absolut Ahnung von dem was sie taten und man konnte zu ihnen aufsehen. Wir hatten sogar schon angefangen die richtige Zeichentechnik für Skizzen zu üben und zu lernen. Das fiel mir nicht sonderlich schwer, weil ich das Zeichnen Allgemein sehr liebte und ich auch schon Design studiert hatte.

Stundenlang hätte ich dasitzen können und zeichnen. Das hatte ich wirklich vermisst in Kalifornien . Meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Damon war sogar soweit gegangen, dass ich eine Wand in unserem Schlafzimmer vollkritzeln konnte, wenn mir danach war. Er sagte immer, dass er es beeindruckend fand mir dabei zuzusehen, wenn ich auf dem weichen Teppichboden saß mit meinen Beats in den Ohren und einem Pinsel in der Hand.

Ja, Damon stand wirklich völlig hinter mir und das schätzte und liebte ich so sehr an ihm. Ja, wirklich. Er ließ mir meine Freizeit und die Luft, die ich brauchte. Aber dennoch kam auch unsere Beziehung nicht zu kurz. Wir hatten Date-Nights und machten es uns abends auf der Couch gemütlich. Winter in New York war unglaublich und wir spazierten oft durch die Stadt.

Über Nacht war erneut Schnee gefallen und hatte New York wie mit Zuckerguss überzogen. Ich stand vor dem Fenster und sah nach unten auf die belebten Straßen. Feine Flöckchen stoben durch die Luft und glitzerten in der Sonne. Damon war gestern im Studio geblieben, weil es kaum möglich gewesen war auf die Straße zu kommen, aber das machte nichts. Immerhin musste auch ich gleich los und ich freute mich unheimlich. Jeden Tag aufs Neue. Ich räumte meine Tasse in die Spülmaschine und zog mich an. Dick eingepackt und mit meiner Tasche über der Schulter fuhr ich mit dem Aufzug nach unten.

"Brauchen Sie ein Taxi?", fragte Chris, der Portier, aber ich schüttelte den Kopf.

"Nein ich nehme die U-Bahn. Das geht schneller", lächelte ich und er nickte höflich. Gesagt getan. Ich fuhr mit der U-Bahn zur Schule. Auf dem Weg dorthin traf ich Maja und wir unterhielten uns über unsere heutigen Stunden und was wir wohl heute machen würde. Ja, in Maja hatte ich in der kurzen Zeit eine wirklich wunderbare Freundin gefunden. Sie würde zwar nie meine anderen ersetzten, aber es war immer schön neue Freunde zu finden, vor allem hier in dieser großen Stadt.

"Du hast wirklich Talent, deine Skizzen sehen immer so toll aus", raunte mir Maja leise zu und nickte auf mein Blatt vor mir. Wir saßen in der Klasse und arbeiteten an unseren Entwürfen weiter. Ich musste lächeln.

"Danke."

"Aus dir wird sicher mal eine große Designerin." Sie drückte meine Hand und ich sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an.

"Die Schule läuft seit gerade mal einem Monat, ich denke da kann man noch nicht so viel sagen", flüsterte ich und sie grinste.

"Doch, wenn jemand Talent hat, dann schon und das hast du."

"Du spinnst doch", kicherte ich und widmete mich wieder meiner Bleistiftzeichnung.

Der Tag verging wie im Flug und es war schon dunkel, als ich endlich das Foyer betrat.

"Hatten Sie einen angenehmen Tag?", fragte Chris und ich nickte.

"Ja, danke", lächelte ich und er holte den Aufzug. Ich fuhr nach oben und zu meinem Bedauern war die Wohnung dunkel. Ich stelle die Tüte auf den Esstisch und zog meinen Mantel und meine Schuhe aus. Ich sah auf mein Handy, doch Damon hatte mir nicht geschrieben. Hoffentlich war nichts passiert und er war einfach nur in seine Musik vertieft.

Also setze ich mich einfach allein auf die Couch mit meinem Chinafras und machte den Fernseher an. Eine Weile ließ ich mich berieseln, bis ich wirklich müde wurde. Im Bad stellte ich mich unter die Dusche denn es gab wohl nichts schöneres als frisch geduscht ins Bett zu gehen. Ich schlüpfte in meinen Bademantel und gerade als ich in den Flur trat, ging das Licht an und ich ließ einen spitzen Schrei los. Reflexartig schlang ich meine Arme um meinen halbnackten Körper und wich einen Schritt zurück.

King - My lovely StarGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt