Damon
Als der Tag der Verlobungsparty gekommen war, stand Liz früh morgens noch vor dem Wecker senkrecht im Bett und war aus dem Schlafzimmer gerauscht, als gäbe es kein Morgen mehr. Manchmal hasste ich sie dafür, dass sie ein Morgenmensch war. Denn ich war definitiv keiner.
Den ganzen Vormittag war sie damit beschäftigt gewesen die Caterer herumzuscheuchen und alles zu überwachen. In kürzester Zeit verwandelte sich der große Wohnraum in eine Partylandschaft mit Luftballons und einem langen Buffett. Eins musste man meiner Verlobten lassen, planen konnte sie und sie hatte Geschmack. Die Deko war wunderschön, aber nicht zu aufdringlich. Die Ballons waren in Silber- und Grautönen gehalten und passend dazu gab es silbern glänzende Kerzenleuchter. Die Teller am Buffett waren schneeweiß und auch die Blumen auf den Tischen waren weiß.
Im Eingangsbereich waren Stehtische aufgebaut worden, an denen es zum Empfang Champagner in ebenfalls silbernen Gläsern geben würde. Außerdem hatte Liz sich dafür entschieden, dass jeder unserer Gäste einen Anstecker mit Namen bekam, zumal sie auch wissen wollte, wie die Reporter hießen, die heute kommen würden.
Liz stand gerade in der Küche und beobachtete alles ganz genau. In ihrer Hand hielt sie eine Kaffeetasse umklammert und ein paar ihrer Haarsträhnen hatten sich aus ihrem Dutt gelöst. Mit ihrer Lesebrille auf der Nase, sah sie aus wie ein Nerd, aber ein überaus niedlicher und heißer Nerd.
"Das sieht schön aus", lächelte ich und gähnte. Sie reichte mir eine Tasse mit Kaffee und nickte.
"Ja, finde ich auch. Es muss perfekt werden, weil ich in keiner Zeitung etwas Negatives lesen möchte. Es reicht mir schon, dass sich alle das Maul darüber zerreißen, dass wir so früh heiraten und ich ... ein Normalo bin." Sie rümpfte die Nase und nippte an ihrer Tasse.
"Du weißt, dass ich darauf nichts gebe, oder?", fragte ich und sie nickte.
"Ich weiß, aber ... es ist dennoch nichts Schönes. Weißt du, du bist das gewöhnt, Schlagzeilen zu machen. Ich nicht und es nervt mich. Bevor ich dich getroffen habe, war ich quasi unsichtbar und jetzt steht mein Leben, unser Leben, im Rampenlicht und das ist nur ... schwer zu verstehen", sagte sie und ich wusste genau, was sie meinte. So ging es mir am Anfang meiner Karriere auch und es hatte lang gedauert, bis ich mich damit abgefunden hatte, aber jetzt liebte ich mein Leben und das Rampenlicht.
Aber Liz war nicht so, das wusste ich. Sie stand nicht gern im Mittelpunkt und dennoch war sie an meiner Seite geblieben und hatte jetzt auch noch eingewilligt mich zu heiraten und das rechnete ich ihr wirklich hoch an.
"Das wird eine tolle Party und ich sorg schon dafür, dass es nichts Negatives gibt, was sie schreiben könnten." Ich zwinkerte ihr zu und sie sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an.
"Na, hoffentlich."
"Wann kommen denn die ersten Gäste?", fragte ich und sie sah auf die Uhr am Backofen.
"Fünf, also hast du noch Zeit um das zu tun, was auch immer du willst", grinste sie und streckte sich zu mir nach oben. Sie stupste ihre Nasenspitze an meine und ich musste schmunzeln.
"Das heißt ich kann noch Musik machen?", fragte ich und sie nickte.
"Natürlich." Ich gab ihr einen Kuss und sie grinste.
"Bis später", lächelte sie und ich nickte. Das war auch ein Grund, warum ich Liz so sehr liebte. Sie ließ mir meinen Freiraum und unterstützte mich.
Also verkrümelte ich mich in mein Studio und arbeitete weiter an dem Song, den ich schon vor knapp drei Wochen angefangen hatte. Paul war begeistert von dem bisschen was ich bis jetzt hatte und er entschied, dass das die erste Auskopplung werden sollte. Also durfte ich Paul auf keinen Fall enttäuschen und so verbrachte ich jede freie Minute im Studio um an meinen Songs zu arbeiten.
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King - My lovely Star
RomantikEr ist reich, sexy und berühmt. Sie ist ein einfaches Zimmermädchen. Doch als sie aufeinandertreffen, sprühen die Funken zwischen ihnen. *** Damon King ist ein Superstar. Er tourt durchs Land und feiert die Nächte durch. Ein One-Night-Stand jagt den...
