Und der Tag wurde noch schlimmer. Serverabsturz, also keine Kasse oder kein Computer funktionierten mehr. Im Hotel herrschte reinstes Chaos und die Zimmerverteilung war problematischer als erwartet. Aber zum Glück ließen wir uns nach Außen nichts anmerken, um die Gäste nicht zu beunruhigen, aber im Hintergrund ging die Post ab. Dementsprechend kaputt war ich auch, als ich endlich meine Schicht beendet hatte. Bestellungen an Tische zu bringen, ohne eine Ahnung zu haben, was genau sie eigentlich bestellt hatten, war ziemlich verwirrend gewesen. Immerhin gaben wir beim Abendessen die Getränke und Speisen in den Computer ein und der übermittelte das dann an die Küche, so ging das schneller und einfacher als ständig in die Küche laufen zu müssen, aber heute ging es nicht anders.
Erschöpft ließ ich mich ins Bett fallen und streckte mich aus. Damons Bett war viel bequemer als meins zu Hause. Die Polizei hatte mich schon benachrichtigt, aber mein Haus blieb auf weiteres gesperrt. Erst, wenn die neue Tür eingesetzt war konnte ich zurück. Ich seufzte und quälte mich aus dem Bett und stellte mich im Bad unter die Dusche. Das Wasser tat unglaublich gut und ich ließ mich auf den Boden sinken, weil mir meine Füße so weh taten, also machte ich alles im Sitzen.
Gerade als ich aus der Dusche stieg und mir mein Handtuch umwickelte hörte ich mein Handy im Schlafzimmer. Ich flitze zum Bett und griff nach meinem iPhone.
"Hey, Damon. Schön, dass du anrufst", grinste ich und ließ mich aufs Bett sinken.
"Wie geht's dir Prinzessin?", fragte er gleich und ich musste kichern.
"Gut. Die Arbeit war anstrengend. Der Server ist ausgefallen, aber ansonsten geht's mir gut", lächelte ich und ich hörte ihn seufzen.
"Die Arbeit ist nicht gut für dich Liz", sagte er dann und ich verdrehte die Augen.
Jeder sagte mir das, aber ich hatte auch meinen Lebensunterhalt zu bezahlen und Geld braucht man nun mal zum Leben und ich stand gern auf meinen eigenen Beinen.
"Damon, ich will jetzt nicht darüber diskutieren", sagte ich und wischte mir meine nassen Haare aus dem Gesicht, die jetzt auf die Bettdecke tropften.
"Okay, gut. Ich habe Neuigkeiten", sagte er und ich horchte auf. Gute?
"Eine Fernsehshow möchte uns beide interviewen. Also dich und mich, gemeinsam und dann ein Interview mit einer Zeitschrift und Fotoshooting", sagte er und mir klappte erstmal der Mund nach unten.
Bitte was?! Was ... warum ... wollten die ein Interview mit uns gemeinsam? Damon war der Star nicht ich.
"Liz?"
"Ähh ja ... ich bin noch dran. Warum wollen die das?", fragte ich dann und hörte Damon leise lachen. Ein etwas dreckiges Lachen für meinen Geschmack.
"Na du bist die Frau an meiner Seite und niemand weiß irgendwas über dich, deshalb. Du bist eine geheimnisvolle Schönheit, Baby. Sie wollen alles über dich wissen, auch weil wir doch schon länger zusammen sind als meine anderen Beziehungen gehalten haben, wenn man das überhaupt Beziehung nennen kann", lachte er und ich schüttelte den Kopf.
"Ich weiß nicht Damon", sagte ich unsicher und kaute auf meiner Lippe. Das war schon etwas ... gespenstisch und ich wusste nicht, ob ich das wirklich wollte. Außerdem wusste ich auch gar nicht, was die mich fragen wollten und ob ich darauf überhaupt antworten konnte.
"Das ist keine große Sache. Nur ein paar Fragen, ein paar Fotos und fertig."
"Für dich vielleicht nicht, Damon. Du bist das gewohnt, ich nicht. Ich weiß nicht, ob ich das will, weil ich nicht ... naja ... keine Ahnung."
"Baby, du bist meine Freundin. Du hast dich für mich und mein Leben entschieden. Da musst du jetzt durch. Selbst schuld." Ich konnte hören, dass Damon grinste. Arsch. Aber er hatte recht. Es war mir schließlich von Anfang an klar gewesen, wie das laufen würde.
DU LIEST GERADE
King - My lovely Star
RomanceEr ist reich, sexy und berühmt. Sie ist ein einfaches Zimmermädchen. Doch als sie aufeinandertreffen, sprühen die Funken zwischen ihnen. *** Damon King ist ein Superstar. Er tourt durchs Land und feiert die Nächte durch. Ein One-Night-Stand jagt den...
