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Saying goodbye is hard.
Kyungsoo's Sicht.
,,Es tut mir leid.", sagt sie leise. Ich spanne meine Kiefer an und muss mir eingestehen, dass ich die Zeit am liebsten zurückdrehen möchte.
,,Warum hast du dann damals Schluss mit mir gemacht?", frage ich sie dann leise.
Jira schaut sofort zu mir hoch. ,,Du weißt ganz genau, dass es mit dieser Entfernung nie geklappt hätte.", erwidert sie fast schon verzweifelt.
,,Ich sollte gehen.", sage ich nur und schaue sie ein letztes Mal an.
,,Bleiben wir denn noch Freunde, D.O?" Ich sehe, dass ihre Augen leicht funkeln und ich selbst muss mich zusammenreißen keine wässrige Sicht zu kriegen. Mein Herz zieht sich schmerzhaft zusammen, als ich realisiere, dass sie mich beim Spitznamen genannt hat.
Es ist Jahre her, dass sie ihn das letzte mal gesagt hat.
,,Ich denke, dass wir getrennte Wege gehen sollten.", antworte ich ehrlich.
,,Wirklich?", ihre Haut wirkt mit einem Male etwas blasser.
,,Ji—"
,,Ich frage mich ehrlich, ob das alles von dir kommt oder von Yu? Glaubst du einer Person, die du seit Jahren kennst, weniger als eine Person, die du erst seit Monaten kennst?", ihre Stimme wird am Ende des Satzes immer verzweifelter.
Bitte, was?
,,Jira, beruhige dich, verdammt!", zische ich nun wütend. Ich sehe wie sie nach Luft schnappt und muss mit Entsetzen feststellen, dass Tränen über ihre Wangen laufen.
,,Was ist so schlimm daran, dass ich dich noch liebe?", fragt sie dann verzweifelt. Ihre Stimme ist zittrig und ich kämpfe dagegen an, sie in meine Arme zu nehmen.
,,Du belügst mich und dich selbst. Es verletzt dich. Ich verletze dich. Du weißt ganz genau, dass ich es immer gehasst habe, dich zu verletzen", sage ich und versuche ruhig zu klingen. Jira erwidert meinen Blick mit gläsernen Augen und atmet stockend aus.
,,Fühlst du denn gar nichts mehr für mich? Nach all den Jahren?", fragt sie leise.
,,Nein, nicht mehr", antworte ich knapp.
,,Ich liebe dich aber no—"
,,Jira, es reicht! Hör auf so egoistisch zu sein und versuche dich bitte in meine Lage zu versetzen. Ich kann nicht mit dir befreundet sein, wenn du in mich verliebt bist und ich dich ungewollt verletze, indem ich deine Gefühle nicht mehr erwidere, okay?", sage ich laut und klar. Jedes Wort soll sie deutlich hören und verstehen.
Ich greife nach ihren Schultern und zwinge sie somit dazu, mich richtig anzuhören. ,,Weißt du, wie mies ich mich gefühlt habe, nachdem du angerufen hast und gesagt hast, dass es aus zwischen uns sei? Ich war weit weg und wollte so schnell wie möglich zu dir und dich zurückgewinnen. Aber du sagtest, dass ich dir nicht hinterher rennen solle. Es hat mir das Herz gebrochen. Soll ich ehrlich sein?"
Ich atme nochmals tief durch und schließe kurz die Augen, um mich innerlich zu sammeln.
,,Ich konnte monatelang nicht richtig essen oder schlafen. Wegen dir", sage ich und spreche somit ein dunkles Geheimnis aus. Jira's Augen weiten sich sofort und die Tränen hören auf zu fließen.
,,Was?", höre ich sie leise und ungläubig zugleich krächzen.
,,Ja.", antworte ich leise. ,,Als ich dich gesehen habe, in der Eisdiele damals, kamen alle Gefühle hoch. Ich wollte dennoch, dass wir wieder Kontakt zueinander haben. Als Freunde. Nicht mehr, oder weniger, verdammt." Ich sage die letzten drei Sätze langsam und leise.
Jira nickt schwach und ich sehe, dass sie lächelt. Es erreicht ihre Augen jedoch nicht.
,,Ich werde dich immer lieben, auf meine Art und Weise.", ich lächle schwach und ziehe Jira in eine warme Umarmung. Sie schlingt ihre Arme um mich und ich kneife meine Arme zusammen, da mich die Tränen fast überkommen.
,,Ich habe diese Distanz gehasst, Kyungsoo. Du in einer anderen Stadt...irgendwann konnte ich nicht mehr", höre ich sie leise in meine Brust sagen.
Ich habe diese Distanz auch gehasst.
Wir haben zu viel durchgemacht, um von vorne anzufangen.
Yu hat recht gehabt.
Jira hat immer noch Gefühle mich und scheint mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen zu haben.
Ich lasse sie los und wische ein paar Tränen aus ihrem Gesicht. Dann lächle ich schwach.