Jasper's Sicht
Mir wird flau im Magen, bei dem Gedanken daran, dass Benji alles erfahren könnte.
Er mag mein bester Freund sein und verständnisvoll ist er auch, doch zu wissen, dass ein Vater seine Tochter schlägt und ein Bruder seine Schwester so sehr hasst, dass er sich wünscht, sie hätte es bei der Geburt nicht geschafft, wird auch er nicht verstehen können. Er war eben nicht dabei.
Flashback
,, Meine Güte, Jess wo bleibst du schon wieder?! Wir wollen los und du lässt dir wieder mehr Zeit, als wir alle anderen zusammen! "
Brülle ich zu meiner kleinen Schwester hinauf.
Schon seit gefühlten Stunden warten wir nur auf sie. Jedoch scheint sie es nicht wirklich eilig zu haben. Dabei wollen wir doch auch ihren Geburtstag feiern, jener welcher zufällig auch meiner ist.
,, Jaja ist ja schon gut, ich komme ja schon. Herr Gott nochmal, ständig musst du mich hetzen. Denkst du, dadurch werde ich schneller? Falls ja, muss ich durch deiner Träumereien berauben, denn es ist eine Lüge. Ich mache deshalb noch langsamer! "
Jess schießt aus ihrem Zimmer heraus und sieht mich von oben böse an. Ich stoße mich von der Treppe ab und Musters sie genau.
Ich liebe es, sie zu betrachten. Sie ist ein wirklich beeintrugender Mensch.
Ich liebe sie nicht, wie ein Junge ein Mädchen liebt, sondern wie ein Bruder seine Schwester. Aber sie ist einfach...... Nicht in Worte zu fassen.
Sie ist hübsch, klug, tough und vor allem frech.
Es ist gefährlich ihr provokant und abwertend zu kommen und wenn man es einmal versaut hat, ist man unten durch.
Jess kann sich verteidigen, mit Tat und Wort, und ist dazu auch noch die freundlichste Person auf Erden.
Wenn ich diesen einen Menschen, meine bessere Hälfte, verlieren würde, könnte ich Winnetou in den ewigen Jagdgründen Hallo sagen.
Sie weiß, wann es gut ist zu schweigen und wenn es gut ist zu reden. Sie hat stets ein Lächeln im Gesicht und war schon immer ein Sonnenschein.
Jeder mag sie und wer sie nicht mag, tja, der hat halt irgendetwas falsch gemacht im Leben.
Jess ist einfach wow und manchmal weiß ich nicht, womit ich es verdient habe, sie als meinen Zwilling zu haben.
Auch wenn wir uns nicht soooo dermaßen ähnlich sehen, wie es Zwillinge sonst tun, erkennt man trotzdem sofort, dass sie zu mir und ich zu ihr gehöre.
Leute die uns nicht kennen, könnten sagen, wir wären zusammen, da wir nie ohne den anderen sind, aber dann irgendwann, sehen sie, dass da eine tiefer gehende Liebe ist die uns verbindet und nicht eine Beziehung.
,, Hörst du jetzt mal auf zu träumen! Wir wollen los und du schlägt Wurzeln!" Spielerisch schlägt sie mir auf die Schulter, ehe sie in ihrem wunderschönem dunkelblauen Satinkleid die Treppe heruntergeschwebt kommt und mich am Arm zur Tür zerrt.
Ganze 4 Minuten später sitzen alle im Auto und wir können fahren.
Unseren Geburtstag feiern wir bei unserer Oma, weil es da immer am gemütlichsten ist.
,, Na dann kann es ja los gehen meine kleinen Mäuse! " Lacht Mama von Vorn durch den Rückspiegel zu uns hinter
Sie fährt und los ich schaue aus dem Fenster.
Plötzlich fängt Jess an zu schreien, sie habe etwas vergessen, ehe sie die Tür aufreißt und aus dem anfahrenden Auto springt.
Ich schrecke hoch, sehe mich nach ihr um, genau wie Mom und bemerke, wie sie in Richtung unseres Hauses sprintet.
Zwei Sekunden später höre ich einen Schrei, einen Knall und spüre Schmerzen.
Flashback Ende
Eine Träne verlässt mein Auge und ich blinzle die anderen herunter.
Ab da habe ich sie gehasst...
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~Just A Show~
Teen FictionAchtung! Das ist geschrieben worden, als ich noch nicht so gut darin war! Lesen auf eigene Gefahr.... Manche Mädchen träumen davon, eine Prinzessin zu sein, andere davon eine Modeikone oder eine Sängerin zu werden. Doch Jess träumt von nichts mehr...
