Auf ins Vergnügen

424 20 0
                                    

"Wo willst du denn so hin?", fragte sie mich als sie mich gemustert hat. Shit erwischt! Werde ich es wohl zur Party schaffen?

Warum muss meine Mutter genau jetzt kommen? Wir haben 8 Uhr, meistens sitzt sie im Wohnzimmer mit Dad und wartet auf den viertel nach 8 Spielfilm und jetzt steht sie vor mir. Ich habe ein Problem. Was soll ich ihr denn jetzt sagen? Sie wird mich doch nicht auf einer Party lassen, wo Alkohol ausgehändigt wird. Mara lass dir einfach eine Ausrede einfallen. Aber warum soll ich sie noch anlügen? Morgen bin ich doch weg.

"Ich gehe auf einer Party und weder du noch Dad können mich davon abhalten. Ich will einfach zu meiner ersten Party gehen. In meinen Alter ist es das Normalste auf der Welt. Ich will doch nur Spaß, ich verspreche auch, dass ich mich nicht betrinke. Ich will doch nur meine Erfahrungen selber machen. Wann werdet ihr mich nicht mehr wie ein kleines Kind behandeln? Mum ich werde erwachsen und bin nicht schwererziehbar. Ich denke da gibt es Unterschiede. Habt ihr euch noch nicht gefragt warum ich so "rebelliere"? Ihr lasst mich doch keine andere Wahl. Am liebsten würdet ihr mich in meinen Zimmer einsperren. Ich weiß nicht wieso aber euere Fürsorglichkeit muss doch einen Grund haben. Ich weiß ich bin euere einzige Tochter und ich habt Angst mich zu verlieren aber ich sag dir was: Ich werden in 20 Jahren immernoch deine Tochter sein und dich von ganzen Herzen lieben auch wenn ich diese Situation und dem Internat nicht verstehe", sagte ich und schnappte nach Luft. Ich glaube so viel habe ich noch nie auf einmal gesagt und vorallem nicht zu meiner Mutter. Ich schaute zu ihr hoch. In ihren Augen lag Schmerz und Trauer. Ich hatte auf keinen Fall vor sie zu verletzen.

"Mum es tut mir Leid, ich hätte es nicht sagen sollen", sagte ich und legte meine Hand auf ihre Schulter.

"Mara du hast doch Recht. Dein Dad und ich sind einfach zu überfürsorglich. Wir lassen dir ja noch nicht einmal Luft zum atmen. Es tut mir so Leid", sagte sie und nahm mich im Arm. Meine Mutter hat mich schon lange nicht mehr umarmt.

"Mir tut es so unendlich Leid. Ich möchte dich nur nicht verlieren", schluchzte sie. Weint sie etwa?Ich habe meine Mutter noch nie weinen gesehen. Wie soll ich denn jetzt reagieren? In trösten bin ich wirklich nicht gut.

"Mum du wirst mich doch nicht verlieren. Auch wenn ich eines Tages ausziehen sollte oder wenn ich im Internat bin, werde ich euch anrufen und in den Ferien besuchen kommen. Ihr seit meine Eltern nur wegen euch bin ich hier. Ihr habt mir mein Leben geschenkt", erwiederte ich und strich ihr über den Rücken. Plötzlich schluchzte sie noch lauter wie zuvor. Ich sag doch ich bin nicht gut in trösten. Am besten sage ich gar ncihts mehr. Ich mache es doch nur noch schlimmer.

"Du bist ein gutes Mädchen", sagte sie und löste sich von mir. Ihre Augen waren rot und glasig. Man sah ihr einfach an, dass sie geweint haben muss. Ich ging näher zu ihr und strich ihr die Tränen mit einen Finger weg.

"Ich verspreche, dass ich immer da sein werde, wenn ihr mich braucht. Ich werde zu jeden Geburtstag kommen, jeden Ostern, jeden Weihnachten. Ich werde einfach immer da sein, wenn ich nciht da bin dann bin ich in deinen Herzen und in Gedanken bei dir Mum", erwiederte ich und strich ihr weiter Tränen weg die im Anlauf waren.

"Was ist denn hier los?", fragte plötzlich mein Vater. Automatisch wich ich einen Schritt zurück und stieß hart gegen die Wand.

"Wir haben nur geredet", sagte Mum.

"Und warum weinst du? Hat Mara mal wieder ein unhöfliche Bemerkung gemacht?", fragte er weiter. Ja natürlich ich wieder. Immer bin ich der Ärger.

"Mara hat nichts gemacht. Schatz geh zu deiner Party aber sei pünktlich wieder Zuhause", erwiederte mein Mutter zu mir gewant. Innerlich war ich glücklich aber ich hatte auhc ein schlechtes Gewissen meine Mutter hier so alleine zu lassen. Ich habe sie noch nie weinen gesehen. Irgendwie ist das ein Schock für mich. Ich habe meine Mutter immer als stark empfunden oder war sie einfach nur in meiner Gegenwart immer stark gewesen und innerlich war sie ein Wrack. Aber warum nur? Warum habe ich sie jetzt so schnell zu weinen gebracht? Sonst fängt sie auch nciht sofort an zu weinen. Ich musste einen wunden Punkt getroffen haben. Sie will mich nciht verlieren. Aber sie wird mich nicht verlieren. Oder hat sie vielleicht schon mal jemanden wichtiges verloren? Aber wen denn? Ihre Eltern leben noch und Geschwister hat sie nicht, genau wie ich. Sie war ein Einzelkind. Vielleicht sollte ich sie einfach mal drauf ansprechen? Aber ich denke jetzt ist der falsche Augenblick. Am besten Morgen wenn sie mich ins Internat bringen.

"Wann heißt denn pünktlich?", fragte ich nach.

"Spätestens um halb 1 und nicht besoffen bitte", erwiederte meine Mutter und mein Vater stand da mit offenen Mund im Türrahmen und war geschockt. War er geschockt wie ich aussehe oder das Mum mich auf einer Party schickt. Ich denke eher das zweite, denn das Kleid geht mir immerhin bis zu Knie und hat keinen großen Ausschnitt oder ähnliches.

"Um halb 12 bist du wieder da", sagte mein Vater und sah mich an.

"Was denn jetzt?" fragte ich noch einmal nach.

"Sagen wir 12", entschied meine Mutter und brachte Dad damit zum Schweigen.

"Okay danke Mum", sagte ich und küsste sie kurz auf die Stirn. Dann nahm ich meine Jacke und meine Tasche und ging raus an die frische Luft. Da ich nicht mit meinen Fahrrad fahren wollte, wegen meinen Kleid ging ich zu Fuß zu Chantal. Jetzt bin ich aber mal gespannt wie so eine Party heute so aussieht. Ich lief einfach bis ich das Gefühl beobachtet zu werden nicht los bekam. Ich drehte mich um meine eigenen Achse aber ich sah nichts. Wenn Nico in der Nähe ist, ist es nicht mehr lustig. Ich hasse sowas nicht zu wissen wer einen beobachtet. 

"Man Nico das ist langsam nicht mehr lustig. Lass dich verdammt noch mal untersuchen, dass ist echt krank", rief ich einfach mal da keine Menschenseele in Sicht war. Deshalb habe ich ja irgendwie Angst. Ich hasse alleine durch eine Straße zu laufen. Es ist 8 Uhr und es dämmert also es dauert nicht mehr lange bis es ganz dunkel ist. Natürlich bekam ich keine Antwort oder ein Anzeichen, dass er in der Nähe ist. Aber eigentlich versteckt sich Nico doch nicht. Er ist nur in meiner Nähe aber immer in Sichtweite. Bilde ich es mir nur ein? Habe ich vielleiche ein Verfolgungswahn?

Plötzlich hielt ein Wagen vor mir. Jetzt bekam ich es echt mit der Panik zu tun. ich wollte gerade rennen als ich sah wer hinter dem Steuer saß, Maik. Oh man Mara du wirst noch irre. Wer soll dich schon verfolgen? Der heilige Geist.

"Hey Schönheit. Du siehst echt heiß aus. Kann ich dich mit zur Party nehmen also ich nehme mal an dass du dort hin willst", erwiederte er. Keine Sekunde später saß ich schon in sein Wagen. Immerhin will ich heile dort ankommen.

"Hey Maik danke das du mich mit nimmst. Irgendwie wurde es unheilmich af der Straße", sagte ich als ich saß.

"Bestimmt wegen Nico der dort hinten irgendwo rumlungert", erwiederte Maik.

"Wie? Nico ist in der Nähe?", fragte ich geschockt nach. Habe ich es mir also doch nciht eingebildet beobachtet zu werden?

"Ja ich habe ihn gesehen. Er lief auf der Straße weiter hinten", entgegnete er. Also kann er mich nicht beobachtet haben. Egal Mara du hast Verfolgungswahn. Hab heute einfach nur Spaß.

"Freust du dich schon auf die Party?", fragte er mich und startete den Wagen.

"Ja wenn ich ehrlich bin ist es meine erste Party", entgegnete ich ehrlich. Ich habe beschloss immer ehrlich zu sein. Immerhin will ich selber auch nicht belogen werden.

"Also muss ich auf dich aufpassen?", fragte er lachend.

"Nein das kann ich gut alleine", sagte ich und stupste ihn in die Seite.

"Aber eins, pass immer auf dein Getränk auf. Es sind häufig Drogen im Spiel", sagte er wieder ernst.

"Okay Papa", sagte ich lachend.

"Mara ich mein es ernst", erwiederte er und schaute mich kurz an.

"Ja ich weiß. Ich werde aufpassen aber sonst habe ich ja noch dich", entgegnete ich. Dann kamen wir endlich an. Also auf ins Vergnügen.

Rache ist sexy Süßer!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt