So schnell kann sich das Leben ändern

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Am nächsten morgen wurde ich von meinen Wecker geweckt. Ich schlug ihn von meinen Nachtisch, dieses Ding hasse ich wie die Pest. Gerade habe ich was schönes geträumt und war an einer guten Stelle und dann musste mich der Wecker aus den Land der Träume holen. Kennt ihr das? Ich nur allzu gut. Am liebsten würde ich jetzt weiter schlafen und das gleiche wie davor träumen aber leider geht es nicht auch wenn man es so gerne will. Wohl oder übel muss ich aufstehen. Heute ist wieder Schule, darauf freut sich doch jeder. Juppie die Ironie, lässt grüßen.
Ich rappelte mich aus meinen Bett auf und ging ins Bad. Dort ging ich erst einmal duschen. Heute werden meine Mitschüler sehen, wie ich mich verändern kann. Sie werden sich noch wundern. Nach der Dusche föhnte ich mir meine Haare und putze mir die Zähne. Nur miit einen Handtuch bekleidet ging ich zurück in meinen Zimmer. Jetzt weiß ich nur nicht, welches der Outfits ich heute zur Schule anziehen werde. Ich habe 4 Outfits zur Auswahl. Den schwarzen Einteiler mit dem braunen Gürtel, die kurzärmlige Jeansweste mit dem weißen Bustiertop und dann noch die passende kurze Jeansshorts, die schwarze Röhrenjeans mit der roten Korsage oder die kurze bunte Shorts mit Rüsschen mit dem weißen T-Shirt was bis zum Bauchnabel ging. Vielleicht sollte ich langsam anfangen, also die normale schwarzen Röhrenjeans mir der roten Korsage.

Ich zog mir frische Unterwäsche an und dann mein ausgesuchtes Outfit. Ich kämmte mir meine Haare und ließ sie dann locker über meine Schulter fallen. Dann schminkte ich mich stärker wie sonst. Ich benutze diesmal Make up und Rusch. Sonst habe ich immer nur Wimperntusche benutzt. Ich schaute mich im Spiegel an und war stolz auf meine Schminkkünste. Ich sah nicht aus wie ein Clown, schon mal gut. Ich zog mir noch meine schwarzen Ballerinas an und ging dann mit meiner Schultasche nach unten in die Küche. Mein Mutter wird so ausrasten, wenn sie mich in diesen Outfit sieht. Sie wird mir wahrscheinlich die Kleider vom Leib reißen wollen. Sie ist schon wegen meiner neuen Haarfarbe ausgerastet, wie soll es denn werden mit meinen neuen Kleidungsstil. Sie bekommt bestimmt einen Herzinfakt, wenn sie mich sieht. Egal okay nicht egal aber sie soll meinen neuen Kleidungsstil akzeptieren. Sie hat ja auch keine andere Wahl. In der Küche angekommen stand meine Mutter mit dem Rücken zu mir gedreht. Ich setzte mich am Tisch und aß mein Müsli, was sie mir schon bereit gestellt hat.

"Dir auch einen guten Morgen, Mara", entgegnete sie und drehte sich um und ihr Blick verriet alles. Sie war sichlich von meinem Anblick schockiert.

"Mara, was hast du da bitte an? So wist du doch nicht zur Schule gehen", sagte sie geschockt.

"Ich habe eine Kosage an. Ich finde rot steht mir echt gut und ja so gehe ich zur Schule", erwiderte ich locker als wäre es das normalste so zur Schule zu gehen.

"Nein so gehst du nicht zur Schule! Das untersage ich dir. Alle denken doch so du wärst eine Schlampe", sagte meine Mutter von meinem Verhalten geschockt.

"Mama du übertreibst es echt. Solange ich mich nicht wie eine verhalte, ist doch alles gut", entgegnete ich und schaufelte mir ein Löffel meines Müsli in meinen Mund.

"Was ist nur mit dir los? Erst deine Haare und jetzt dieses Outfit. Hat es was mit einem Jungen zu tun?", fragte sie mich dann direkt.

"Wie kommst du denn jetzt darauf?", fragte ich sie geschockt. Wie kann sie das denn wissen? Sie ist meine Mutter und Mutter wissen es einfach. Immerhin waren sie auch mal jung. Auch wenn ich es mir bei meiner Mutter schlecht vorstellen kann.

"Ich war auch mal in deinem Alter. Aber ändere dich doch nicht für einen Jungen. Irgendwann kommt jemand, der dich so liebt wie du bist. Kein Junge ist es wert, dass du dich für ihn veränderst", sagte sie. Oh man sie versteht es nicht. Ich würde mich doch nie für einen Typen ändern. Gerade habe ich gedacht, dass sie mich versteht aber Fehlanzeige.

"Ma, ich ändere mich für Niemand! Ich mache das alleine für mich", sagte ich ernst.

"Aber warum? Du musst dich doch nicht ändern", erwiderte sie.

"Du weißt einfach nicht, was bei mir ablief. Ich will das einfach nicht mehr. Ich will nicht mehr das graue Mäuschen in der Schule sein. Ich will nicht mehr gehänselt werden. Ich halte es nämlich nicht mehr aus. Irgendwann muss ich mich wehren und jetzt ist es an der Zeit", entgegnete ich und stand auf. Ich hatte echt keine Lust weiter mit meiner Mutter zu diskutieren. Sie versteht es doch nicht.

"Schatz, du hast mir nie was erzählt", sagte sie betrübt.

"Ja weil es nichts geändert hätte. Aber muss jetzt auch zur Schule", sagte ich, nahm meine Tasche und machte mich auf den Weg zur Garage um mein Fahrrad zu holen.

Als ich es aus der Garage hatte, stieg ich auf und machte mich auf den Weg zur Schule. Dort wo ich nicht einmal eine Freundin habe. Ich bin schon zu bemitleiden. Aber jetzt wird es sich alles ändern, dass hoffe ich zumindestens. An der Schule angekommen, wurde mir mulmig zu Mute. Irgendwie schämte ich mich für mein Outfit. Aber wenn sich was an meiner Situation ändern soll, muss ich dafür Opfer bringen. So schloss ich mein Fahrrad ab und stolzierte ins Gebäude. Alle Blicke waren auf mich gerichtet aber das war mir egal. Ich muss erst einmal Aufsehen erregen und dann schaue ich mal wie es weiter gehen soll. Einige Jungs pfiffen mir hinterher, sie wissen bestimmt nicht wer ich bin. Aber sie werden schon sehen.

"Na wer bist du denn, Hübsche?", fragte mich auch schon der Erste.

"Ich bin Mara und wer bist du?", fragte ich ihn obwohl ich wusste wie er hieß..

"Du kennst mich nicht?", fragte Maik weiter nach.

"Nein tut mir Leid. Sollte ich dich denn kennen?", fragte ich weiter.

"Ja jeder kennt mich auf der Schule außer die Neuen. Also bist du neu hier, denn du wärst mir sonst aufgefallen", sagte er und ich könnte kotzen. Wie kann man nur so schleimig sein. Die Masche zieht er bestimmt bei jeden ab und die fallen auch noch alle auf der Masche rein. Wie dumm manche Mädchen nur sein können.

"Tut mir Leid aber ich bin nicht neu hier, Maik", erwidertde ich daraufhin.

"Du kennst mich also doch", sagte er mit einem freudigen Gesicht.

"Ja aber kennen ist ein wenig übertrieben. Ich kenne dich vom sehen mehr nicht", sagte ich.

"Vielleicht sollten wir das mal ändern. Was hälst du von einen Treffen?", fragte er mich. Was nur ein neues Outfit und Schminke ausmachen kann. Ich bin gerade einmal fünf Minuten in der Schule und schon fragt mich der Erste nach einen Treffen. Wow damit habe ich jetzt nicht gerechnet.

"Ich schätze es sehr, dass du deine wertvolle Zeit mit mir verschwenden willst aber ich möchte meine Zeit leider nicht mit dir verbringen!", entgegnete ich knallhart und etwas lauter, damit auch die außenstehenden es mitbekommen. Das hat Maik mal verdient. Eine Abfuhr. Alle fingen schon rum zu tratschen als hätten sie nichts anderes zu tun.

"Ach komm schon Süße. Wir hätten viel Spaß zusammen", versuchte er mich zu überreden.

"Darauf kann ich verzichten. Ich will gar nicht wissen mit wie vielen du schon was am Laufen hattest. Nein danke, das eckelt mich jetzt schon an", sagte ich und machte einen Abgang. Ich hörte noch, dass alle Maik aufzogen. Richtig so, dass hat er verdient. Ich ging in meinen Klassenraum und setzte mich auf einen hinteren Platz. Ich weiß, dass es nicht meiner war, aber ich habe echt keine Lust immer vorne zu sitzen. Das kotzt einen richtig an, wenn man schon fast von seinen Lehrer angespuckt wird. Es ist einfach abartig vorne zu sitzen also nehme ich diesen Platz in beschlag. Ich weiß nicht einmal wer hier sitzt aber ich mir auch egal, soll er oder sie doch sich nach vorne setzen. Langsam kamen meine Mitschüler und setzten sich auf ihre Plätze. Ich merkte, dass meine Mitschüler mich musterten und über mich redeten. Ich stand auf.

"Damit jeder es weiß ich bin Mara Adams, die kleine Streberin", erwiderte ich laut, damit alles es mitbekamen und dann setzte ich mich wieder. Alles sahen mich geschockt und verwundert an. Oh man können die mal aufhören mich anzusehen als wäre ich neu in der Klasse. Ich hasse es wenn mich jeder anschaut. Also legte ich meine Arme auf den Tisch und vergrub mein Gesicht darin.

"Du sitzt auf meinen Platz", sagte jemand vor mir. Ich schaute hoch und sah in strahlende blauen Augen. In die Augen des berühmtesten Jungen der Schule, John. Oh Gott ich sitze auf seinen Platz. Jetzt werde ich zur Sau gemacht. Wie dumm kann ich auch sein und mich auf seinen Platz zu setzen.

Rache ist sexy Süßer!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt