Irgendwann wird er mich verstehen

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Am nächsten Morgen schien mir alles so irreal. Der Stalker, meinen Mut und John, der zu mir hält. Ich hätte mir noch vor ein paar Wochen ein Vogel gezeigt, wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich irgendwann mal eine aufregendes Leben haben würde. Jetzt bin ich mitten drin und hoffe, dass sie sich alles zum Guten wendet.

Auf keinen Fall möchte ich, dass mir oder jemand anders in meinen Umfeld was zustößt. Ich will nur ein bisschen Miss Marpel spielen. Wer will nicht wissen wer einen beobachtet und Fotos von einen amcht. Da ich nie gerne Hilfe annehme, muss ich eben alleine heraus finden um wen es sich handelt. Es kann doch nicht so schwierig sein ihn zu enttarnen. Gibt mir einen Tag und ich weiß es.

"Mara jetzt steh auf! Sonst kommst du zu spät zur Schule", schrie meine Mutter von unten. Wie ich es hasse, wenn sie von unten schreit. Kann sie nciht einfach hoch kommen und mir es in einen normalen Ton sagen? Ich denke es hat was mit ihrem Alter zu tun. Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr ständig die Treppe hoch und runter zu laufen.

Ich habe echt keine Lust auf Schule. Dort kann ich meinen Stalker nicht einmal enttarnen. Dort sind einfach zu viele Leute auf einen Fleck. Man kann nicht wissen wer mein Stalker ist oder wer einfach nur ein normaler Schüler ist. Aber nIco hat doch gesagt, dass er schwarz gekleidet ist. Aber es sind viele in schwarz gekleidet. Am meisten die Mädchen, die denken, dass schwarz schlank macht. 

Ich weiß nicht einmal ob mein Stalker männlich oder weiblich ist. Es ist doch alles frustrierend. Aber immerhin habe ich noch den Hin- und Rückweg zur Schule. Oder vielleicht unternehme ich noch etwas nach der Schule. Mal schauen was sich so ergibt.

Mit dem Vorsatz, dass ich heute meinen Stalker enttarne, stand ich auf. Schon auf den Weg zum Bad, entkleidete ich mich da ich wusste, dass mein Vater nciht im Haus war und meine Mutter unten beschäftigt ist. Ich nahm mir eine ausgiebige Dusche. Mir war es egal ob ich heute zu spät zur Schule komme. Früher hätte ich mich total beeilt damit ich ja pünktlich auf meinen Platz im Klassen raum sitze aber heute sehe ich das etwas lockerer. Außerdem wäre es ja eine Ausnahme. Jeder kann doch einmal zu spät kommen. Denn ich brauche dringend eine Dusche.

Nachdem ich fertig war und meine Haare geföhnt habe, zog ich mir eine dunkel graue Röhrenjeans mit einen weißen Sweatshirt, das mit grauen Blumen verziert war an. Dazu noch weiße Vans und ich mein Outfit für heute war perfekt.

Nun ging ich fertig gestylt in die Küche und aß mir eine Schüssel Müsli. Dann ging ich mit meiner Schultasche nach draußen um mein Fahrrad aus der Garage zu holen. Als ich gerade in der Garage war ging plötzlich die Tür hinter mir zu. Nichts ahnend, da ich dachte, dass es der Wind war, schloss ich mein Fahrrad auf und schob es zur Tür. Dort rüttelte ich an die Tür und merkte sofort, dass sie zu geschlossen ist. Hä was soll das denn jetzt? Gerade war die Tür doch noch offen.

"Hallo? Ist da jemand", schrie ich in der Hoffnung, dass jemand mich hören würde. 

"Mara du wirst leichtsinnig. Pass das nächste Mal besser auf sonst geschieht dir oder jemand in deinen Umfeld etwas viel schlimmeres", hörte ich eine verzehrte Stimme sagen. Meine Haare an den Armen stellten sich abrupt auf. Plötzlich fing ich auch noch an zu zittern. Mein Stalker hat mich hier eingesperrt. Mara jetzt nur keine Schwäche zeigen.

"Was willst du von mir?", fragte ich ihn fast normal aber man merkte, dass ich Angst hatte. Wer hat schon nicht Angst vor so etwas. Ich bin in meiner eigenen Garage eingesperrt worden. Ich habe noch nicht einmal gemerkt, dass er oder sie in meiner Nähe war. Wenn ich ehrlich bin habe ich auch nicht darauf geachtet.

"Was ich von dir will? Das wirst du noch früh genug heraus finden. Wie heißt es so schön, Mara, Rache ist sexy und wenn du zur Polizei gehst bist du oder jemand anders dran", entgegnete die verzehrte Stimme ernst. Dann hörte ich nur noch Schritte die sich entfernten.

Ja toll jetzt konnte ich nich mal erkennen, ob es dich um einen Mädchen oder um einen Jungen handelte. Super und was mach ich jetzt? Ich bin in meiner eigenen Garage eingesperrt worden. Wie dumm kann ich denn gewesen sein. Ich wusste doch, dass ich einen Verfolger habe. Nach einer Zeit hörte ich auf zu zittern und bekam langsam Panik. Und nicht, dass ich zu spät zur Schule komme. Nein ich hasse es in kleine Räume eingesperrt zu sein. Ohne eine Möglichkeit zu flüchten. Hier gibt es ja nicht einmal ein Fenster wo man eventuell raus klettern kann. 

Vor Panik begann ich auch noch an zu schwitzen. Am liebsten würde ich jetzt meine Mutter anrufen aber wie soll ich ihr nur erklären warum ich hier eingesperrt bin. Ich kann mich ja schlecht selber hier ein sperren. Doch eigentlich schon aber wie hätte ich die Tür von außen abschließen sollen? Ich krammte nach meinen Handy und wählte die Nummer. Bitte geht er ran, betete ich ins geheim.

"John du musst mir helfen", entgegnete ich panisch als er endlich abnahm.

"Mara, was ist los? Wo bist du überhaupt?", fragte er mich aufgeregt.

"Du hattest Recht. Mein Stalker hat mich in meiner eigenen Garage eingesperrt. Du musst mich hier raus holen", schluchzte ich in meinen Handy.

"Süße ich bin so schnell wie möglich bei dir. Aber jetzt beruhige dich erst einmal. Its er denn noch da?", fragte er.

"Nein zum Glück nicht. Ich hatte solche Angst", schluchzte ich weiter. Wir war es noch einmal? Keine Schwäche zeigen und jetzt heule ich hier rum.

"Berechtigt aber jetzt ist er weg. Jetzt brauchst du keine Angst zu haben", erwiderte John beruhigend. Im Hintergrund hörte ich, dass er rennt.

Nach 10 Minuten hörte ich es an der Tür rütteln. John und ich haben vor ungefähr 5 Minuten unser Telefonat beendet.

"John?", sagte ich verunsichert und ängstlich, dass mein Stalker wieder da ist.

"Ja ich bin da", entgegnete er außer Atem. Ich stand vom Boden auf und konnte es kaum erwarten, dass ich wieder am Tageslicht war. Als die Tür dann endlich aufging, sprang ich John schon regelrecht in die Arme.

"Geht es dir gut?", fragte er mich besorgt und musterte mich.

"Jetzt schon", sagte ich erleichtert.

"Ich habe dir gesagt, dass dein Stalker gefährlich ist. Du wolltest ja nicht auf mich hören. Jetzt sollten wir zur Polizei gehen", erwiderte John und nahm mich im beschützend im Arm. Sofort kam mir seine Worte wieder hoch. Keine Polizei!

"Nein John ich kann nicht zur Polizei gehen. Ich danke dir, dass du mir geholfen hats aber jetzt bitte ich dich von mir fernzuhalten. Es ist das Beste für uns beide", entgegnete ich so kalt wie es ging. Ich mag John sehr, deshalb werde ich ihn vor meinen Verfolger beschützen. Das heißt dass er sich von mir fernhalten muss.

"Was soll das denn jetzt? Hat er es gesagt?", fing John an zu fragen.

"Nein es ist das Beste. Wir würden eh nicht zusammen passen", log ich und schaute zu Boden. Ich habe John glaube ich noch nie angelogen. Aber das ist ja eher eine Notlüge. Ich will ihn nicht wegen mir in Gefahr bringen.

"Ach ist das so. Ich sehe das aber etwas anders", erwiderte er.

"Wir müssen jetzt zur Schule", entgegnete ich und schob mein Fahrrad aus der Garage. Der Schock von gerade war mir ins Gesicht geschrieben. Ich schob mein Fahrrad bis zur Schule. Ich konnte ja schlecht mit Fahrrad fahren und John einfach laufen lassen. Immerhin hat er wegen mir die Schule geschwänzt. Wir liefen also schweigend zur Schule. Niemand sagte er Wort. Es war ja alles beredet. Auch wenn ich ihn sicherlich sein Herz gebrochen habe. Aber irgendwann wird er merken, dass ich ihn nur schützen wollte. Er wird es verstehen.

Rache ist sexy Süßer!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt