Wir fieberten Mitternacht entgegen. Nur noch wenige Sekunden bis zum nächsten Jahr. Wir standen vor der Reithalle auf dem Kiesweg. Alle zusammen, jeder mit einem Getränk in der Hand. Neben mir Dylan und seine Freunde. Weiter weg von mir Louis mit Lottie, Mike und Marlene. Der Countdown lief. Dylan legte einen Arm über meine Schulter und wir blickten beide in die Dunkelheit.
"3,2,1. Happy New Year!"-alle. Ich sah den Raketen zu, wir sie ihren Weg zum Himmel fanden und letztendlich explodierten. Es war wunderschön zu sehen. Dylan drückte mir einen Kuss auf mein Haar und Logan und Dominik entwich ein "Awwww". Ich lächelte nur und stieß mit den um mich herum stehenden an. Charlie stand auf der anderen Seite neben Dylan und schwieg.
"Was wird jetzt aus euch fünf?"-ich. Er sah zu Dylan und stieß ihn an.
"Dominik, Justin, Florian, Will, Matt, Mitchell, Lewis, Basti, Clement, Yana. Hab ich jemanden vergessen?"-Dylan.
"Ja Louis"-ich.
"Dem kannst du es später sagen. Der knutscht gerade mit der blonden rum"-Logan. Ich sah zum Gästehaus, wo Louis sich mit Marlene an den Zaun lehnte und die beiden sich umarmten. Louis küsste Marlene auf die Stirn. Zu süß. Mein kleiner Bruder war verliebt.
"Naja, um wieder auf die Sache zurück zukommen. Wir müssen alle wieder zur Schule. Doch wir haben ein halbes Jahr 24 h am Stück 7 Tage die Woche zusammen gelebt. Wir haben einen Flugzeugabsturz zusammen überlebt. Es kann jetzt nicht alles ganz plötzlich aufhören. Und wir haben eine Lösung gefunden. Wir wollen uns nicht trennen, weswegen Aiden und Logan zusammen in das Internat in LA gehen werden und vielleicht sogar in Mitchell's Klasse kommen. Kyle und Charlie werden wohl einige Zeit die obere Etage unseres Gästehauses beziehen und mit uns zusammen zur Schule gehen. Meine Frage ist jetzt nur, ob ihr das alle wollt?"-Dylan. Ich sah nacheinander die Jungs an. Alle nickte. Dylan sah nun mich an, weil ich nicht wie die anderen reagiert habe.
"Was hast du dagegen. Ist doch hamma cool"-Justin.
"Du musst auch nicht mit vier verrückten auf dem selben Grundstück wohnen"-ich lachend.
"Führ dich mal nicht so toll auf!"-Ciara laut. Ich sah sie überrascht an und dann doch wütend.
"Was habe ich dir eigentlich getan?"-ich.
"Deine Art ist zum kotzen. Tust immer auf lieb und nett und alles was du tust ist deinen Bruder zu Prügeleien zu animieren. Und dann heulst du rum damit ein anderer dieser Jungs sich um dich kümmert! Schlampe!"-Ciara laut. Geschockt sah ich sie an.
"Was fällt dir eigentlich ein?! Ich wollte nicht drüber reden als Dylan mich schlug! DU hast mich dann dazu gezwungen. Ich habe versucht den ganzen Kram in mich rein zu fressen, doch ich wurde immer wieder von dir davon abgehalten und dadurch kam es zu den Sachen die du gerade aufgezählt hast. Und bei deinem Outfit und deinem Auftreten würde ich mal sagen das du dich Schlampe bist"-ich wütend.
"Gaaaanz klar Brooks. Schau dich doch mal um. Du stehst in mitten von einem Haufen gut aussehender und beliebten Jungs. Genau wie Schlampen es tuen"-Ciara zickig.
"Schlampen stehen in einem Haufen von Jungs, die sie jeden Tag ficken und damit geben Schlampen auch noch an. Yana steht in einem Haufen von Jungs, die egal was ist, hinter ihr stehen. Und zwar nicht wegen ihrem Aussehen oder ihrem Körper, sonder weil es auch so etwas wie wahre Freundschaft gibt"-Justin. Überrascht sah ich ihn an, er lächelte nur schwach.
"Ciara, wenn du nichts besseres zu tun hast, als dich hier so aufzuführen, auf der Auffahrt stehen zwei Limousinen. Such dir eine aus und verlass sofort dieses Gelände!"-Dylan mit zusammen gebissenen Zähnen.
"Lass sie"-zischte Danny.
"Freunde werden Verräter."-Dylan und schaute Danny eiskalt in die Augen. Ich nahm meinen Bruder am Arm und ging mit ihm weg. Die anderen Jungs folgten. Ich blickte mich noch einmal um. Timo stand neben Danny. Der hielt Ciara im Arm. Timo sah von mir zu Danny und zurück. Dann klopfte er Danny auf die Schulter, sagte irgendwas und kam zu uns. Als er sah, das ich ihn anstarrte, begann er zu lächeln.
"Meint du wirklich es ist richtig sich gegen seinen Cousin zu entscheiden?"-ich.
"Meinst du es ist wirklich richtig sich für seinen Cousin zu entscheiden, der hinter deinem Rücken über dich redet, runter macht, deinen Eltern alles petzt und für ihn eine gute Freundin fallen zu lassen?"-Timo. Ich sah ihn mit einem breiten Lächeln im Gesicht an.
"Du bist echt toll"-ich und legte einen Arm um ihn. Gemeinsam gingen wir den anderen Jungs hinter her. Von diesen 14 Jungs, werden ganz speziell sieben im laufe des nächsten Jahres viel in meinem Leben beitragen. Mitchell, Louis, Dylan, Timo, Justin, Charlie und Kyle.
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Ein nerviges Geräusch ließ mich aufwachen. Müde stand ich auf und öffnete die Tür zum Flur. Auf dem Flur standen vier verschlafende Jungs an die Wand gelegt und redeten.
"Das hier ist keine Jugendherberge"-ich müde.
"Siehst süß aus mit so einem zotteligen Zopf"-Kyle. Ich warf ihm einen vernichteten Blick zu.
"Ach Yana"-Charlie lachend.
"Ich geh duschen"-ich kopfschüttelnd und schloss hinter mir die Tür. Müde sprang ich unter die Dusche. Heute war nicht viel angesagt, dementsprechend zog ich mich an. Enge schwarze Jeans Hose, weißes Top und kariertes Holzfällerhemd. Dazu weiße Vans. Fertig. Im Essbereich traf ich auf Louis und Charlie wie sie ihr Frühstück in sich rein stopften. Dylan kam die Treppe runter gejoggt und setzte sich dazu. Mit einer Tasse Kaffee setzte ich mich gegenüber von Dylan. Schlussendlich kam Kyle mit nassen Haaren an. Er setzte sich neben mich und klaute mir meinen Nutella Toast.
"Ey. Das ist meins"-ich empört.
"Das war deins"-korrigierte mich Kyle.
"Ach, ich hab vergessen mir einen Kaffee zu holen."-Charlie und nahm meine Kaffeetasse. Empört sah ich ihn an.
"Gib mir meinen Kaffee"-ich.
"Nee. Hol dir nen' Neuen"-Charlie lachend. Genervt stand ich auf und holte mir eine neue Tasse Kaffee.
"Jungs wenn es um ihren Kaffee geht sollten ihr vorsichtig sein"-Louis lachend.
"Gut zu wissen"-Kyle grinsend.
"Louis! Dylan! Schnauze!"-ich. Jetzt lachten alle vier. Kopfschüttelnd verließ ich das Wohnzimmer. Meine Tasse Kaffee nahm ich mit. Im Flur zog ich mir noch eine dunkel blaue Steppweste über. Mit meinem Kaffee ging ich in die Stallung und begrüßte Yunker.
"Na großer, Lust auf eine Runde Freispringen?"-ich lächelnd.
"Die hat er sich aber auch verdient"-Jason. Ich sah zum Stalljungen der in der Holztür angelehnt stand. Ich lächelte ihn glücklich an.
"Hast du die Neuigkeiten schon gehört?"-er. Ich schüttelte meinen Kopf, währenddessen ich mein Pferd aus seiner Box nahm und rechts und links am Halfter festband.
"Du wirst sie früh genug hören"-er. Ich putzte über das seidige Fell von Yunker.
"Es wird sich etwas ändern, richtig?"-ich.
Jason stand immer noch am Türrahmen angelehnt und musterte jeden meiner Handgriffe. Dann nickte er.
"Es wird sich mehr ändern, als das Kyle und Charlie hier wohnen?"-ich. Ich legte den Sattel auf und befestigte den Sattelgurt. Dann sah ich wieder zu Jason. Er nickte nur.
"Mitchell wird 18, aber das wusste ich schon"-ich. Ich schob Yunker das Gebissstück ins Maul und zog den Genickriehmen vorsichtig über seine Ohren.
"Mitchell ist nur ein kleiner Teil der Änderung"-er.
Ich schloss den Kehlriehmen und prüfte ob das Mexikanische Reithalfter richtig saß. Dann tauschte ich meine Vans gegen Reitstiefel.
"Es wird das alles hier ändern"-er und zeigte um sich herum.
Ich nahm die Zügel von Yunker in die Hand und ging auf Jason und die Tür zu. Er stellte sich gerade hin und verschränkte seine trainierten Arme vor der Brust.
"Genieß den Ritt. Könnte euer letzter sein"-er kalt. Ich ging an ihm vorbei und stieg auf Yunker. Ich ritt auf den Reitplatz und sprang konzentriert einen Parcours. Doch Jason's zwei Sätze ließen mich nicht los.
"Genieß den Ritt. Könnte euer letzter sein"
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A new life
Novela JuvenilFortsetzung von "my new brother" Man muss nicht unbedingt das erste Buch gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen, wäre dennoch hilfreich :)
