Kapitel 20 | Letzte mal

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„Max, aufwachen, es ist Weihnachten.", im Gegensatz zu meinem Freund, der noch schlafend im Bett lag, war ich schon seit eineinhalb Stunden wach, hatte meine letzten Geschenke eingepackt und Frühstück gemacht. Er gab allerdings nur ein Brummen von sich und drehte sich um.

„Morgenmuffel, aufstehen, Frühstück ist fertig und Alexandra bringt Nathan gleich vorbei." Beim Namen seines Sohnes, öffnete er langsam die Augen und sah mich verschlafen an.

„Wie viel Uhr ist überhaupt?", fragte er mich, während er seine Arme nach mir ausstreckte, um mich an sich zu ziehen.

„Halb elf", antwortete ich ihm grinsend, nachdem ich ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen gedrückt hatte.

„Scheiße, wir haben in einer halben Stunden Training." Fluchend richtete er sich auf.

„Ruhig, ich hab Varo angerufen und unser Training auf zwölf Uhr verschoben. Ich hab mir gedacht, dass du einfach mal wieder ausschlafen musst."

„Danke, du bist ein Schatz" Er zog mich näher an sich und drückte seine Lippen auf meine, doch bevor er auch nur die Chance hatte den Kuss zu intensivieren, befreite ich mich aus seinen Armen und verschwand mit einem ‚Frühstück ist gleich fertig' aus dem Schlafzimmer.

Gerade als ich Tuko sein Futter hingestellt hatte, betrat Max, nur mit einer schwarzen Jogginghose bekleidet, die Küche und ließ sich auf seinen Platz fallen. Während er sich sein Frühstück in Form von geschnittener Paprika, Gurke und Toast auf seinen Teller schaufelte, schüttete ich ihm frischen Kaffee in seine Tasse und ließ mich dann neben ihm nieder.

„Ich muss nach dem Training nochmal kurz ins Studio. Wollen Nathan und du dann schonmal zu Rico fahren oder noch schnell mit ins Studio gehen?"

Ich überlegte kurz bevor ich zu einer Antwort ansetzte: „Weiß noch nicht. Mal schauen was Nathan will."

Gerade als ich meinen Satz beendet hatte, klingelte es an der Tür, woraufhin Max einen Seufzer ausstieß. „Soll ich gehen?", fragte ich ihn, wohlwissend, dass er keine Lust auf eine Begegnung mit Alexandra hatte.

„Ne, ich mach schon." Widerwillig stand er auf, schob sich noch ein Stück Paprika in den Mund und verließ dann kauend die Küche. Ich blickte ihm noch kurz nach bevor ich mein Handy vom Fenstersims nahm und drauf schaute. Caro hatte mir ein Bild aus Dominica gesnappt, wo sie Weihnachten und Silvester zusammen mit Joshi verbringen würde. Gerade als ich ihr ein Bild vom Frühstückstisch zurückschickte und das Handy wieder ausgemacht hatte, kam Nathan gefolgt von Max in die Küche und begrüßte mich überschwänglich.

Während Nathan von seiner Woche erzählte, so gut wie eben ein Zweijähriger erzählen konnte, beobachtete ich Max wie er einen Kakao und einen Nutellatoast machte. Wieder einmal mehr war ich mehr als dankbar für den Mann an meiner Seite. Wenn ich ihm zusah, wie er sich um seinen Sohn kümmerte, schmolz ich jedes Mal dahin.

Dafür, dass heute Weihnachten war und eigentlich alle gut drauf sein müssten, war Varo heute besonders fies was das Training anging. Krafttraining an sich ist ja nicht schlimm, aber Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht ist das so ziemlich schlimmste was es gibt.

Was das ganze erträglicher machte, war Nathan, der grinsend durch das Fitnessstudio lief und ab und zu versuchte die Übungen mitzumachen, was zum Niederknien aussah.

Als das Training endlich vorbei war, fuhren Max, Nathan und ich zum Studio, wo wir gleich noch auf Rico trafen, mit dem wir gleich noch Weihnachtsgeschenke austauschten. Somit hatten wir uns noch den Weg in seine Wohnung erspart.

Während er und Max im Aufnahmezimmer verschwanden, baute ich zusammen mit Nathan sein neues Spielzeugauto zusammen. Es war so ein BobbyCar-mäßiges Auto, in das sich Nathan reinsetzen konnte und welches dann mithilfe einer Fernbedienung losfuhr.

Labyrinth | Kontra KGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt