Soyalas Sicht
Ich starrte an die Decke, in Minutentakt fuhren draußen Autos vorbei, ich war zwar das Rauschen des Highways gewöhnt, aber das war doch noch was anderes wie als wenn sie direkt vor dem Haus fuhren. Ich hielt das für einen Nachteil an Clark und Blake‘s Stadthaus. Gestern waren die beiden zu einem zweitägigen Roadtrip nach Nashville aufgebrochen. Clark hatte mich gefragt ob es mir was ausmachen würde bei Katy zu bleiben, da es mittlerweile auch jeden Tag soweit sein konnte. Ich hatte sofort zugestimmt, Larry war eh auf einer Bänkertagung in Vegas und würde vor Ende der Woche nicht zurückkehren.
Grade war ich in einen leichten Schlaf übergeglitten, da wurde ich auch schon wieder unsanft geweckt. „Soyala wach auf“, flüsterte ein Stimme dicht neben mir. Ich saß sofort und sah mich verwirrt um, Katy hockte neben mir. „Katy alles in Ordnung?“, fragte ich und rieb mir die Augen. „Soweit ja meine Fruchtblase ist nur geplatzt, aber bis jetzt spüre ich noch nicht groß was“, sagte sie, ich schwang die Beine von der Couch. „Ok wir machen uns jetzt fertig und dann fahr ich dich ins Krankenhaus.“, sagte ich und war schon dabei in meine Jeans zu schlüpfen. „Ist gut“, flüsterte Katy immer noch.
Ich war schon seit fünf Minuten fertig und wartete auf Katy, in der Zeit schnappte ich mein Handy und wählte Clarks Nummer. „Ja“, murmelte er verschlafen nachdem es dreimal geklingelt hatte. „Clark ich bin’s Lala, bei Katy geht’s los die Fruchtblase ist geplatzt, wir fahren jetzt ins Krankenhaus“, unterrichtete ich ihn. Dann klang seine Stimme gleich viel wacher. „Ok alles klar, ich Versuch mich sofort auf den Weg zu machen“, dann beendete er das Gespräch. Noch immer stand ich allein im Wohnzimmer, also beschloss ich nach Katy zu sehen.
Ich klopfte einmal bevor ich das Schlafzimmer betrat. Katy war grade dabei das Bett neu zu beziehen mit einer Hand hielt sie ihren Bauch. „Katy was machst du wir wollen los“, fragte ich entgeistert. Sie sah mich entschuldigend an „das war doch alles nass ich wollte das schnell noch neu machen. Und ich spüre dich auch noch gar...“, sie brach ab und hielt sich nun mit beiden Händen den Bauch „ok wir sollten vielleicht doch los“, brachte sie gequält hervor. „Ja denk ich auch“, sagte ich und schob den Riemen meiner Handtasche wieder auf die Schulter.
Keine halbe Stunde später, waren wir bereits im Kreissaal. Katy stand der Schweiß förmlich auf der Stirn, dafür das sie erst gar nichts gespürt hatte, ging dann doch alles relativ schnell. „Sie müssen jetzt pressen“, ich stand neben Katy und sie klammerte sich an meine Hand. „Gut machen sie das. Bei der nächsten Wehe noch einmal“, wieder drückte sie meine Hand mit aller Kraft. Sie schrie förmlich „Ich will Clark hier haben“, sie hatte begonnen zu weinen. Verzweiflung lag in Katys Blick, denn es sollte schon drei mal das letzte mal sein, aber der kleine war immer noch nicht da. „Ok Katy ich verstehe das du Clark hier haben willst ehrlich“, redete ich sanft auf sie ein „er ist auch unterwegs aber so leid es mir tut er wird es nicht schaffen und wir können nicht warten, wir ziehen das jetzt zusammen durch“, um mein gesagtes zu bestätigen drückte ich ihre Hand und schließlich nickte sie. Nach drei weiteren Wehen, erklang ein kläglicher Schrei. Und ein Lächeln trat auf Katys Gesicht als sie ihren Sohn zum ersten Mal sah. „Du hast es geschafft“, flüsterte ich ihr zu.
Die ganze restliche Nacht hindurch schlief Katy, ihr kleiner Sohn Liam im Wärme Bettchen neben ihr. Ich Beobachter die beiden und als die Sonne grade aufgegangen war, klopfte es an der Tür und Clark gefolgt von Blake betrat den Raum.
Bereits am Nachmittag durften Katy und Liam mit nach Hause. Ich versprach noch eine weitere Nacht zu bleiben, Katy hatte mich drum gebeten. Immer wieder weinte Liam in der Nacht und hinderte das ganze Haus am schlafen. Es war erst sechs Uhr früh als ich an der Küchentheke lehnte und den Kaffe beim Einlaufen in die Tasse beobachtete, da kam Blake um die Ecke geschlurft, seine Haare standen in alle Richtungen ab und er trug nur eine Jogginghose. „Guten Morgen, wie gehts denn heute so?“, fragte ich ihn und nahm die Tasse in die Hand. „Zu wenig Schlaf.“, rummelte er in meine Richtung während er zum Kühlschrank Schlich und sich einen Joghurt raus nahm. „Kannst du mich eigentlich nicht leiden?“, fragte ich und probierte die Offensive um ihm ein paar Worte zu entlocken, doch bekam ich keine Antwort, er nahm mir einfach die Tasse Kaffee aus der Hand und verschwand auf die Terrasse. Fassungslos blieb ich stehen, ich hatte ihm nichts getan, dieses Verhalten war inakzeptabel. Entschlossen lief ich ihm auf die Terrasse nach.
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Wir sind Arizona
RomanceTeil 3 der 'Wir sind...' Reihe. In Arizona oder auch den Grand Canyon State leben nach einer Schätzung im Jahr 2015, ca. 6.282.065 Mio. Einwohner und zwei von ihnen sind Blake und Soyala. Blake und sein Bruder Clark spielen beide für die Arizona Coy...
