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JM pov

Schon diesen Freitag war unser Lehrer fertig, mit der Korrektur unserer Chemie Arbeiten. Angespannt wartete ich auf meinem Platz und sah zu wie er in der Klasse hin und her lief.


Jedes Mal, wenn er meine Richtung ansteuerte wurde ich nervös und mein Herzschlag beschleunigte sich. Auf einmal war ich mir doch nicht mehr so sicher, dass sie gut gelaufen war.


Während die Anderen ebenfalls etwas aufgeregt auf ihre Blätter warteten, welche sie auch recht schnell bekamen, ließ meine auf sich warten.


„Als ob ich noch eine 3 bekommen habe?.“ Hörte ich Yoongi laut sagen. „Ich hab da praktisch nur Müll hingeschrieben. Ich hatte keine Ahnung davon.“


„Unfair, aber ich vermute dein inneres Genie, was noch keiner gesehen hat, hat zugeschlagen.“ Lachte ich.


„Hoffentlich ist das nicht ansteckend. Taehyung wüsste vermutlich gar nicht, was er mit so viel Intelligenz anfangen sollte.“ Meinte er daraufhin, was uns beide zusätzlich zum lachen brachte.


Von Jin und Namjoon erfuhren wir, dass beide eine 2 erreicht hatten, auch wenn sie nicht wirklich glücklich damit zu sein schienen.


Endlich bekam auch ich meine Arbeit zurück. Langsam blätterte ich bis zur letzten Seite. Bitte sei keine 6… bitte sei keine 6…


Und da stand sie auf meinem Blatt. Dick, fett und extra noch einmal unterstrichen…


„Eine 1?“ murmelte ich leise, da ich es selbst nicht ganz begreifen konnte.


„Du hast wirklich eine 1 geschrieben?“
„Wow… das nächste Mal, will ich auch mit Jungkook lernen.“
„Jiminie, du hast übrigens die einzige 1.“ Meinte Jin und zeigte dabei auf den Notenspiegel der Klasse, der optimistisch gesehen bei 4,2 lag… echt übel.


Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl eine 1 bekommen zu haben, gerade wenn der Durchschnitt ne schlechte 4 hatte.
„Ihr seid aber auch nicht schlecht.“ Meinte ich zu den Anderen.


„Ja, aber wie kann es denn in einem Test so viele Fünfen geben?“ stellte Namjoon eine rhetorische Frage. Ich zuckte bloß mit den Schultern.


Den Rest des Tages bekamen wir dann auch noch halbwegs gut hin, sodass ich planmäßig von Jungkook abgeholt wurde.


„Könnte mich dran gewöhnen, dass du mich jeden Zag abholst.“ Begrüßte ich Jungkook und umarmte ihn dabei.


„Ich bin eigentlich gekommen um ein Wort mit diesem Taehyung zu reden. Hat er dir noch einmal Probleme gemacht?“ während er mich dies fragte, strich er mir einmal sanft über die Wange.


„Ich vermute, er wartet noch am Busbahnhof.“ Dachte ich laut.


Ich hatte Recht. Dort saß er. Taehyung und seine bescheuerten Freunde und lachte.


Als er mich dann nach einigen Sekunden wahrnahm, verstummte er sofort.


„Wen haben wir denn da!? Jimin mit Beschützer?“ sofort begannen er und seine Freunde fies zu grinsen.


„Na Jungkook? Hat es dich angemacht, was wir mit deiner kleinen Schwuchtel gemacht haben? Kannst gerne mehr bekommen.“ Rief er uns mit Verachtung in seiner Stimme entgegen.


Seine Worte verletzten mich wirklich, aber ich versuchte es einfach zu schlucken. Dies schien Jungkook jedoch nicht so einfach zu können. Sein Gesicht verhärtete sich und seine Hände ballten sich zu Fäusten.


„Wenn du ein Problem mit mir oder Jimin hast, können wir darüber reden. Wir finden sicherlich eine Lösung.“ Meinte er ruhig.


Perplex starrte Taehyung ihn an. Mit so was hatte er wohl nicht gerechnet… Jungkook hatte ihm den kompletten Wind aus den Segeln genommen.


Zugegeben, er musste sich wohl wirklich zusammenreißen, aber das war wohl eine Fähigkeit , die er seinem Job oder so zu verdanken hatte.


Da sich Taehyung nach fast einer Minute noch immer nicht bewegt hatte, erhob Jungkook das Wort. „Hat Jimin dir etwas getan?“


Nun war ich es, der ihn überrascht ansah.
„Was soll ich denn gemacht haben? ER hat MICH angegriffen.“ Beschwerte ich mich.


„Irgend ein Grund muss der liebe Taehyung ja haben, dass er dich da mit hinein zieht.“ Erklärte er extra laut… das nennt man dann wohl passiv aggressiv.


„Willst du mich verarschen Jeon Jungkook!? Es ist doch alles deine Schuld!“ warf er Jungkook nun wutentbrannt entgegen.


„Was soll ich dir denn getan haben?“


„DU HAST MEINE MUTTER ERMORDET!“ schrie er ihn an, wobei seine Stimme zu zittern begann.
„Und dafür sollst du bezahlen.“ Fügte er gebrochen hinterher, bemühte sich aber weiter stark zu wirken.


Schockiert wanderte mein Blick zwischen ihm und Jungkook hin und her. Was zu Hölle passierte hier gerade?


„Was redest du da? Ich habe niemanden ermordet.“ Fragte Jungkook, der offenbar genauso verwundert war wie ich.


„Du hast sie umgebracht! Du solltest sie retten, hast sie aber einfach getötet!“ warf er ihm weiter vor.


JK pov

Immer mehr Anschuldigung warf mir dieser Junge entgegen, doch hatte ich keine Ahnung von was er sprach.


Seine Wut hatte sich längst in Trauer gewandelt und er schien sich wirklich beherrschen zu müssen, nicht auf der Stelle los zu schluchzen.


„Taehyung, wieso sollte ich deine Mutter getötet haben?“


„Vielleicht war es ja einfacher für dich!?“


So langsam kam mir etwas in den Sinn…
Meinte er vielleicht~?
Ein kalter Schauer durchfuhr meinen Körper, als mir diese Erinnerung wieder in den Kopf schoss.


Es war schon einige Zeit her.
An diesem Tag kam kurz vor dem Ende meiner Schicht ein Notfall rein. Eine Frau. Sie hatte einen schweren Autounfall gehabt und war nicht einmal ansprechbar gewesen, als die Notärzte sie zu den Operationssälen geschoben hatten.


Sie hatte innere Blutungen und es hatte Komplikationen gegeben… ich hatte es zwar geschafft sie zu retten, doch aus dem Koma, in das sie nach der Op gefallen war, war sie nie wieder aufgewacht…


Letztendlich haben Alle beteiligten entschieden, dass es keinen Sinn mehr hätte und wir die Maschinen, die sie am leben hielten abschalten mussten…


Ich erinnere mich an den Jungen, der jeden Tag seine Mutter besucht hatte und sie anbettelte, dass sie doch wieder aufwachen sollte…


„Ist doch Quatsch! Jungkook hat niemanden umgebracht!“ holte mich Jimins Stimme zurück, der nun begonnen hatte mich zu verteidigen.


„Er hat sie sterben lassen. Er hätte sie retten können. Er hätte sie retten müssen!“ argumentierte er weiter.


„Du bist verzweifelt und trauerst Taehyung. Es bringt dir nichts einen Schuldigen zu suchen.“ Meinte ich, trotz meiner aufkommenden Schuldgefühle.


Hätte ich vielleicht wirklich mehr tun können?
Hätte ich das Abschalten verhindern müssen?


„Hörst du dir eigentlich zu!? Ich bin sicher Jungkook hat alles versucht um deine Mutter zu retten. Niemals hätte er Jemanden einfach so sterben lassen.“ Rief Jimin weiter.


„Ich kann dich verstehen Tae. Wäre ich du, würde ich mir auch die Schuld geben, aber das ist nicht der richtige Weg. Du musst damit abschließen, was nicht heißt, dass du nicht trauern darfst.“ Versuchte ich auf ihn einzureden.


„A-aber es ist deine Schuld das sie tot ist.“ Sagte Taehyung leise.
„Und es tut mir wirklich leid . Niemand sollte so etwas durch machen müssen. Es ist aber nicht richtig Jemanden da mit reinzuziehen , der nichts damit zu tun hat. Du bist von mir enttäuscht, Jimin hat damit nichts zu tun und du hast ihm weh getan.“


„Ich wollte, dass du spürst, wie weh es tut.“ Murmelte er weiter.


Ich bemerkte, wie sich seine Augen mit Tränen füllten, weshalb ich auf ihn zu ging und ihn kurz in den Arm nahm. „Weine ruhig. Wenn du darüber reden willst sag bescheid. Es war damals nicht meine Entscheidung.“ Sagte ich.


Taehyung nickte nur flüchtig „tut mir leid.“ Flüsterte er noch, bevor ich mich dann wieder auf den Weg zu Jimin machte, der mich ernst ansah.


„Sorry Jiminie, aber eifersüchtig brauchst du nicht zu sein, sowas gehört auch zu meinem Job.“ Beruhigte ich ihn.


Es tat mir zwar etwas leid Taehyung so stehen zu lassen, aber mehr konnte ich nicht tun.


„Muss ich jetzt also immer eifersüchtig werden, wenn du arbeiten bist?“ provozierte er mich. Ich konnte nicht anders, als ihm als Antwort kurz in seinen wunderschönen Arsch zu kneifen, was ihn auf quieken ließ.


„Wird bestimmt ansträngend für dich.“


Nur wenige Augenblicke später saßen wir auch schon im Auto.
„Ich hoffe, du hast alles dabei, was du für das Wochenende bei mir brauchst.“ Erinnerte ich Jimin noch einmal an unser Vorhaben und startete dann auch schon das Auto.


„Würde sagen ich habe ansatzweise alles.“


„Wie darf man das verstehen?“
„Eventuell müsste ich mir das ein oder andere leihen.“ Gestand er.


„Na gut, würde dich ja nicht nackt rumlaufen lassen… zumindest nicht draußen. Wie müssen noch eben Chan und Ju von einer Freundin abholen.“ Erklärte ich.


„Ach ja?“ hakte er noch einmal nach, jedoch antwortete ich nicht weiter darauf.


„Wo fahren wir eigentlich dieses Wochenende hin?“ wollte Jüngere auf einmal wissen.


„Nichts spektakuläres, aber lass dich einfach überraschen.“ Ich wusste, dass ihn diese Antwort wohl nicht ganz zufrieden stellte, aber ich wollte ihn etwas ärgern.


My Hot Doctor-[jikook]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt