49

3.5K 221 29
                                        

Jk pov

Es kam wie es kommen musste.

Am späten Abend machte ich mich noch auf den Weg zu Chae.
Ich würde nichts, was ich Lisa gesagt habe zurücknehmen. Im Gegenteil.
Ich war kein Mensch, der log.
Erstrecht nicht ,wenn es um etwas Wichtiges ging.

Schwer seufzend betrat ich die Kälte der Abenddämmerung und setzte mich erneut in mein Fahrzeug.

Knallend fiel die Tür zu und ich startete den Motor.

Der Weg zu unserer Bekannten war gar nicht mal weit.
Die Fahrt dauerte höchstens 10 Minuten, wenn man Pech mit den Ampeln an der Straße hatte.

Doch so war es heute nicht.
Schon nach kurzer Zeit fuhr ich auf ihr Grundstück und parkte direkt neben dem Haus.

Mein fing er drückte auf die Türklingel.
,,Chae?" Rief ich von außen, als ich bereits das zweite mal klingelte.

Dann wurde die Tür auf einmal aufgerissen.

Mit zerzauster, roter Mähne und einem gestressten Ausdruck blickte sie mich an.
,,Ach du meine Güte! Was ist denn mit dir passiert ?" Fragte ich leise kichernd.
Augenrollend strich sie sich mit der Handfläche über die Stirn und hinterließ eine dicke Schicht Mehl.
,,Kinder." Stöhnte mein Gegenüber und hielt die Tür auf.

,,komm doch erstmal rein."
Als ich dann in das Zimmer kam, würde der Anblick noch amüsanter.

,,waren das meine Kinder ??" Fragte ich sie ungläubig. So hatte ich sie definitiv nicht erzogen.

Überall auf dem Boden waren Federn und Teig verteilt.
Selbst an den roten Wänden waren viele kleine ,weisse Handabdrücke zu erkennen.

,,..unschuldig sind sie nicht. Aber ich habe noch einen anderen Jungen heute hier."
,,aber du weisst ja sicher, was passiert, wenn sie zu viel Zucker bekommen." Fuhr sie fort.

Stumm nickte ich und schmunzelte.
Kiofschüttlend folgte ich ihr ins Wohnzimmer.
Meine Güte.
,,wo sind die beiden denn ?"

,,ich glaube oben. Warte ich rufe sie."

,,Chan ! Ju ! Appa ist da !" Rief sie die schmale Treppe hinauf.
Keine Minute später hörte man es poltern.

Sofort breitete sich ein dickes Lächeln auf meinem Gesicht aus.

,,Appa !!" Schrie der jüngste aufgeregt und sprang mir auf die Arme, als ich mich zu ihm runterbückte. Ich nahm ihn hoch und drehte mich mit ihm.

Quietschend hielt er sich an mir fest.
Ich gab dem 2 jährigen einen kleinen Kuss auf die Wange und setzte ihn wieder ab.

Dann rannte auch Chan in meinen Arm. Glücklich streichelte ich ihm durch seine weichen Haare und küsste seine Stirn.
,,ich habe dich vermisst." Hörte ich es von dem kleinen.
,,ich dich auch ,Bärchen." Flüsterte ich.

,,wo ist Eomma ?"

,,die kommt heute nicht. Ihr geht zu Appa alleine." Der ältere von den beiden zuckte nur mit den Schultern, während es den anderen sichtlich mehr traf.

,,keine Eomma  ?" Kleine Tränchen kullerten die Wange herunter.

,,Schatz, Ihr kommt übermorgen wieder zu Eomma. Ihr geht es heute nicht so gut."

,,Eomma krank ?" Ich schüttelte den Kopf.
,,keine Sorge ,es ist nichts Schlimmes."

Der kleine gab sich mit der Antwort zufrieden und nahm meine Hand.

,,ich will booboo."
Zufrieden lächelte ich.
Booboo war eines seiner ersten Worte gewesen und hieß schlafen.
Erst wischte ich ihm die Tropfen von dem Gesicht und gab Ju meine andere Hand.
Dann dreht ich mich zu Chae.

,,danke fürs Aufpassen. Was würden wir nur ohne dich tun ?"
,,ist doch nicht der Rede wert. Deine Söhne sind ein Geschenk." Die junge Frau lachte leise und begleitete uns zur Tür.

Dann verabschiedete sie sich von den beiden.
,,bis nächste Woche, Kooks."

,,klar. Bis dann."
Ich lächelte sie noch einmal an und schloss die Tür hinter mir.

,,Appa, darf ich vorne sitzen ?" Fragte mich Junhyun bettelnd und schön seine Unterlippe hervor.
,,Nein, du setzt dich brav nach hinten auf den Kindersitz." Schmunzelte ich und stieg ein, nachdem ich die Türen der beiden schloss und Chan ins Auto setzte.

,,ab nach Hause." Sprach ich zu mir selbst.

Mit den beiden war alles perfekt. Alles stimmte.
Sie machten mich so glücklich und ich fühlte mich bei ihnen Zuhause.
Sie waren mein ein und alles und das ließ ich mir nicht von ihr wegnehmen.

,,wo fahren wir denn hin ?" Wunderte sich der 6 jährige.
,,zu Appas neuer Wohnung."

,,das ist spannend." Jubelte er und sprang nervös auf seinem Sitz umher.

,,wow das sieht ja cool aus !" Ich schloss die Eingangstür hinter mir und folgte meinem Sohn, mit Chan auf dem Arm, ins Wohnzimmer.

Er stand an dem Fenster und blickte hinab. Mit großen Augen drehte er sich wieder zu mir.
,, hast du das schon gesehen???" Er zeigte mit dem Finger auf den Abgrund.
Süß

,,ja ,ich habe schon ganz lange und viel aus diesem Fenster geguckt, Bärchen."
,,der Ausblick ist unglaublich ,nicht ?"
Er nickte.

Dann spürte ich wie etwas sanft an meinem Oberteil zupfte.
Ich sah an meiner Schulter hinab in Chans müdes Gesicht.

Seine eigentlich großen Augen waren ganz klein geworden ,während er schwach und müde an seinem Schnuller nuckelte.
Seine zarten und weichen Wangen gaben leicht nach ,als ich auf diese küsste.
Durch seine dichten Wimpern guckte er mich an.
,,booboo?" Fragte ich ihn.
Leicht nickte er.

Ich ging also in mein Schlafzimmer und legte ihn auf seine weiche Matratze in seinem eigenen Bettchen.
Er hatte bereits bei Chae geschlafen, weshalb er schon seinen gelben Strampler trug.

Ich hatte noch nie in meinem Leben etwas so niedlich gefunden, wie meine Kinder, wenn sie schliefen.

Ich wollte sie unbedingt mit Jimin bekannt machen.
Ich hoffte wirklich, dass er morgen Zeit hatte.
Wenn nicht, bräuchte ich einen neuen Plan, wie ich sie von Lisa wegkriegen sollte.

Ich beschloss, Junhyun vor dem Schlafen noch einen Tee zu machen und brachte ihn dann auch in sein Bett.

Ich blieb allerdings noch auf.
Ich machte es mit auf dem Sofa bequem und schaltete den Fernseher ein. Es lief leider echt nichts Gutes, weshalb ich am Ende einfach die Nachrichten schaute.

Dabei bemerkte ich nicht, wie ich tatsächlich allmählich im Sitzen einschlief.

_______
Bin ich die einzige , die sich in Chan verliebt hat ? Like UWU

My Hot Doctor-[jikook]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt