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JM pov

„Du machst mir Angst, Yoongi.“
„Die musst du aber nicht haben, zumindest wenn du nicht Taehyung heißt.“


„Lasst uns lieber zum Unterricht gehen, bevor Yoongi noch mal so einen Anfall bekommt.“ Schlug Namjoon vor.


Nach dem Unterricht war dann allerdings meine gute Laune wieder verflogen.


„Was ist los Jiminie? Hat er nicht geantwortet?“ fragte mich Jin, als dieser meinen Blicken, auf mein Handy gefolgt war.
„Doch… er hat geschrieben…“ flüsterte ich und hielt Jin den Chat vor die Nase. Im selben Moment fingen die Tränen wieder an über mein Gesicht zu laufen…. Ohne dass ich es wollte…


„Es tut mir so leid Jiminie…. Ich muss dringend mit dir reden. Ich hole dich nach der Schule ab.“ Murmelte er leise den Text vor sich her.


„Das muss doch aber nichts schlechtes heißen…“ versuchte er mich aufzumuntern.
Auch Yoongi und Namjoon hatten es mittlerweile bemerkt und kamen dazu.


„Was ist passiert? Hat Taehyung irgendwas gemacht!?“ wollte Yoongi wissen.
Da ich gerade nicht reden wollte, übernahm Jin diese Aufgabe. Er sog mir mein Handy aus der Hand und hielt es den anderen Beiden entgegen.


Yoongis Augen weiteten sich.
Im nächsten Moment fand ich mich auch schon in einer Umarmung wieder…. Die hatte ich auch gerade echt nötig…


„Du solltest mit ihm reden…. Geh lieber los, er wartet sicher schon.“ Meinte Namjoon.


Nachdem sich mein bester Freund von mir gelöst hatte, packte ich tatsächlich meine Tasche und machte mich auf den Weg.


Zugegebenermaßen hatte ich es nicht besonders eilig.


Ich konnte ihn schon von weitem neben seinem Auto sehen. Sofort begann mein Herz schneller zu schlagen.
Am liebsten wäre ich ihm vor Freude in die Arme gesprungen, doch meine Angst vor dem bevorstehenden Gespräch überdeckte diese Gefühle.


Jungkook hingegen schien sich wirklich zu freuen, auch wenn mir seine mitleidigen Ausdrücke, waren mir allerdings nicht entgangen…


Die ganze Fahrt über schwiegen wir uns bloß an und keiner von uns traute sich irgendetwas zu sagen.


„Chan und Ju sind heute bei einer Freundin. Ich dachte wir brauchen  Zeit alleine für dieses Gespräch.“ Sagte er etwas niedergeschlagen, als wir uns auf sein Sofa setzten.


„Warum hast du mir nicht geantwortet?“ platzte es mir heraus.
„Es tut mir wirklich so leid Jimin…. Ich war die ganze Woche im Stress und bin von einem Termin zum nächsten…“ sagte er leise.


„Wieso? Was für Termine?.... Und wieso konntest du nicht bescheid sagen?“


Er atmete tief durch… „Die Gerichtstermine….“
Ich war verwirrt….


„Aber was-? Wie-? Ich hätte dir helfen müssen… und meine Aussage…-.“ Stotterte ich.


„Nein… ich wollte dich auf keinen Fall mit da rein ziehen… als du weg gefahren bist, hab ich mit meinem Anwalt geredet und den Antrag auf das alleinige Sorgerecht gestellt…“ begann er.


Er machte eine Pause, was wohl daran lag, dass er bemerkte wie ihm langsam fie Tränen kamen.


Sofort zog sich alles in mir zusammen…. Ich wollte ijn so nicht sehen.
Das einzige, was ich tun konnte war nur ihn zu trösten, weshalb ich zu ihm hinüber rutschte und ihn umarmte.


„Es gab dann viele Termine und Verhandlungen, die wirklich dreckig waren…. Ich kann kaum glauben, was Lisa mir alles gegen den Kopf geschmissen hat.“ Ergänzte er.


„Wie ist es denn ausgegangen?“ fragte ich vorsichtig.
„Ich habe Anzeige erstattet, auf mutwillige Körperverletzung. Es tat mir ech im Herzen weh so etwas zu tun, aber letztendlich habe ich gewonnen…. Ju und Chan dürfen bei mir bleiben…. Jetzt steht noch das Verfahren zur Anklage aus. Das könnte eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren werden…“


Es war nicht zu übersehen, wie unwohl er sich fühlte…
„Dazu musst du aber noch aussagen.“ Flüsterte er schon fast, was mich dazu trieb ihn fester zu umarmen.


„Ich hätte dich gerne unterstützt…. Das war eine wirklich harte Woche…“
„Womit habe ich dich nur verdient?“


„Ich habe mir einfach Sorgen um dich gemacht.“
„Aber jetzt ist ja das meiste geklärt…. Wie waren denn deine Arbeiten?“ lenkte Jungkook ab.


„Vielleicht kriege ich sogar eine 1.“ Verkündete ich stolz.“
Lächelnd wuschelte mir Jungkook durch die Haare.


„Hey! Lass meine wundervolle Heulfriesur in ruhe!“ beschwerte ich mich.
„Wieso Heulfriesur?“


„Na was denkst du denn, wenn ich eine Woche nichts von dir höre und du dann so etwas beängstigendes schreibst…. Ich hab mir sonst was vorgestellt!“ schmollte ich.


Langsam begann sich auch Jungkooks Laune wieder etwas zu heben.
„Armer Jiminie…“


„Ja…“
Als Entschuldigung zog er mich weiter an sich und drückte mir einen Kuss auf die Lippen, den ich natürlich sofort erwiderte.



Ich hatte dieses Gefühl so sehr vermisst….
Ihm schien es allerdings nicht anders zu gehen.


Wir vertieften uns in diesen innigen Kuss, sodass ich gar nicht bemerkte, wie wir uns eng aneinander gekuschelt hatte.


Jedoch war dieser Moment zu schön um ihn zu unterbrechen…. Zumindest bis Jungkook dies tat.


„In Zukunft musst du dich ran gewöhnen, dass wir nicht mehr allzu viel Zeit für uns haben“ meinte er.
Etwas verwundert sah ich ihn an.


„Chan und Ju werden doch hier einziehen.“ erinnerte er mich.
„Ich denke, das werde ich gerade so überleben.“ Gab ich zurück.


„Keine Sorge. Du wirst noch  genug Aufmerksamkeit von mir bekommen.“
„Da hab ich keinen Zweifel.“ Erwiderte ich und begann dabei mit meinen Fingern über seine Brust zu streichen.


Auch er nutzte die Gelegenheit und streichelte mir über den Rücken.
„Dann brauch ich mir ja keine Sorgen zu machen.“
„Wann muss ich eigentlich diese Aussage machen?“ wollte ich wissen.


„Irgendwann in den nächsten Wochen. Ich hol dich an dem Tag dann auch von der Schule ab, sodass wir zusammen fahren können.“ Klärte er auf. Dabei ließ er seine Hände weiter zu meinem Hintern wandern.


„Ich hab leider auch noch etwas zu berichten.“ Unterbrach ich den Moment.
„Raus mit der Sprache.“


„Taehyung lässt mich immer noch nicht in Ruhe und nachdem Yoongi ihn geschlagen hat, hat er uns Rache geschworen…. Was hat er gegen dich.“


Man konnte sehen wie sich sein Gesicht nach meiner Rede anspannte.
„Yoongi… der Simulant?“ fragte er, woraufhin ich lachend nickte.


„War ja nicht wirklich schwer festzustellen…. Um Taehyung sollte ich mich wirklich mal kümmern…“


„Er will zwar sowieso mit dir sprechen, dennoch denke ich, dass er wieder irgendwas vor hat.“


Kurz überlegte Jungkook. „Dann werde ich mich wohl mal mit ihm unterhalten müssen. Er wagt es nicht meinen kleinen Jiminie noch einmal anzufassen.“


„Was heißt hier klein!?“ beschwerte ich mich.
„Das mein Jiminie noch nicht erwachsen ist.“ Lachte er.
„Ach setzt du mich jetzt schon mit deinen Kindern gleich?“ fragte ich demonstrativ.


„Würde ich niemals tun.“ Sagte er und kniff mir dabei in den Arsch, was mich auf quicken ließ.


„Hast du am Wochenende Lust, mit auf einen kleinen Ausflug zu kommen? Ich wollte Chan und Ju etwas ablenken und mit ihnen irgendwo hin fahren.“


„Gute Idee. Ich komme gerne mit.“





„Wirklich Jin, es ist alles wieder gut.“ Teilte ich ihm am Telefon mit, nachdem ich wieder zuhause angekommen war.


„Bist du sicher, dass alles gut ist? Er hat dich echt lange sitzen lassen.“ Fragte er nach.


„Er hatte aber auch einen Grund dazu.“


„Und welchen?“
„Er hat diese Sorgerechts Sache geklärt..
Und er hat gesagt, er kümmert sich jetzt um diesen Arsch Taehyung.“ Erklärte ich.


„Na gut… einmal lasse ich das durchgehen… und das mit Tae wird echt langsam Zeit… bevor ich oder vor allem Yoongi ihn noch vollständig auseinander nehmen.“ Meinte er und klang schon wieder etwas wütend.


„Yoongi kann echt glücklich sein, dass da nicht mehr passiert ist… naja zumindest solange sich Taehyung nicht an ihm rechen will. Das sah wirklich schmerzhaft aus.“


„Ist aber nur ein Vorgeschmack auf das, was mit ihm passiert, wenn ich mit ihm fertig bin.“ Zischte Jin.


„Übertreib bitte ni-.“ Ich wurde von meiner Zimmertür unterbrochen, die sich plötzlich öffnete.
Irritiert sah ich zu meiner Mutter, die nun in meinem Zimmer stand.


„Kommst du Essen?“ fragte sie, wartete noch auf mein nicken und verschwand dann auch wieder.


„Jiminie? Alles ok?“
„Ja, meine Mutter war eben hier. Ich soll zum Essen kommen.“


„Aso. Dann guten Appetit. Wir sehen uns morgen.“ sagte er.
„Dir auch… falls du demnächst was isst.“


„Danke, koche gleich für Namjoon und mich.“ Setzte er noch einmal hinterher, ehe wir uns verabschiedeten und auflegten.


Ich schmiss mein Handy beiseite und machte mich auf den Weg zur Küche…


Auf mysteriöse Weise schaffte ich es noch mir meinen kleinen Zeh an einer der Türen einzuschlagen, weshalb ich schmerzerfüllt aufzischte.


…wieso auch immer sowas beinahe mehr weh tat als sich sein beschissenes Bein zu brechen… so fühlte ich mich zumindest in diesem Augenblick.


My Hot Doctor-[jikook]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt