Überwindungen

3.2K 118 4
                                        

Ich hatte gedacht das die Situation jetzt vielleicht angespannt oder komisch werden würde, weil ich den Moment so unterbrochen hatte. Aber Tom nickte nur, also standen wir auf und machten uns auf den Weg zum Auto.
Auf der Heimfahrt waren wir fast die ganze Zeit still und hörten dem Radio zu. Offensichtlich wussten wir beide nicht was wir sagen sollten aber immer mal wieder blickte er zu mir rüber. Ich fing seinen Blick auf und wir lächelten uns an. Das machte mir die Sache leichter, weil ich wirklich nervös war und auch noch nicht so recht wüsste wie ich ihm das alles am besten erklären sollte.

Aus Toms Sicht:

Am Anfang war ich ein bisschen enttäuscht darüber das sie mich am Fluss nicht küssen wollte, aber ich hatte ja schon länger vermutet das sie etwas belastendes mit sich rum trug und deswegen versuchte ich verständnisvoll zu sein und sie nicht zu drängen. Ich wollte nur das sie sich wohl dabei fühlte, und selbst wenn sie es mir heute nicht erzählen würde war das in Ordnung für mich.
Als wir bei ihr angekommen waren, verstauten wir erstmal die ganzen Einkäufe und ich schaute nach den Hunden die den ganzen Tag in ihren Garten verbracht hatten. Sie begrüßten mich freudig und ich kümmerte mich um ihr Futter. Als ich damit fertig war, ging ich ins Wohnzimmer wo Catrina auf der Couch saß und ihre neuen Klamotten aus den Taschen holte und sortierte. Ich half ihr eine Weile dabei und wir redeten ein bisschen über die tollen Schnäppchen die wir gemacht hatten und über das Restaurant in dem wir waren. Dann entstand eine kleine Pause und ich konnte quasi spüren wie sie mit sich rang. Ich glaubte das sie nicht wusste wie sie anfangen sollte. Deswegen sagte ich: „Du brauchst dir wirklich keine Sorgen zu machen. Wenn du noch nicht bereit dazu bist ist das nicht schlimm. Ich kann warten." Ich lächelte sie an und sie erwiderte mein Lächeln aber in ihren Augen konnte ich sehen das sie traurig war. „Ich weiß das wirklich zu schätzen Tom.", sagte sie. „Du bist der netteste und verständnisvollste Mensch der mir seid langem begegnet ist. Und der erste seitdem, der bei mir solche Gefühle hervorruft. Ich mag dich wirklich sehr." Es fühlte sich so an als würde in meinem Bauch etwas explodieren als sie das sagte. Das fühlte sich so gut an, dass ich sie gleich wieder küssen wollte. Aber ich wusste ich musste mich erstmal zurück halten. „Ich mag dich auch wirklich sehr.", sagte ich lächelnd. „Aber du sagtest grade ‚seitdem', was meinst du damit. Daraufhin stand sie auf und reichte mir ihre Hand. „Am besten kommst du mit hoch, dann wirst du es besser verstehen.", sagte sie. Ich war mir nicht sicher was sie damit meinte deswegen zögerte ich kurz. Aber dann nahm ich ihre Hand, stand ebenfalls auf und folgte ihr die Treppe hoch.....

Die zweite ChanceGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt