IX × raped

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,,Ich habe mich mit meiner Tante gestritten. Was total belangloses, aber ich hasse es mit meiner Familie zu streiten.", antwortet Yoongi auf meine Frage.

Aber mit seiner Tante? Hat er keine Eltern?

,,Wohnst du bei deiner Tante?"
Die Frage habe ich so zurückhaltend wie möglich gestellt. Vielleicht redet er ja nicht gerne darüber. Aber ich bin einfach zu neugierig.

,,Ja. Schon kurz nach meiner Geburt kam ich zu ihr und ihrem Mann. Meine Mutter hat... Sie hat sich das Leben genommen. Sie war psychisch am Ende nachdem sie das Kind aus einer Vergewaltigung zur Welt gebracht hat." Während er redet werden seine Augen immer glasiger.

Wie schwer muss das sein? Ein Leben ohne Eltern, weil deine Mutter nach einer Vergewaltigung psychisch labil war.
Er will aber mit Sicherheit kein Mitleid. Das will ich ja auch nie. Aber irgendwas muss ich jetzt sagen.

,,Wir führen wohl beide kein so krass tolles Leben."

Darauf antwortet er nicht. Jetzt sind wir beide einfach nur still.

Nach etwa zehn Minuten legt Yoongi sich auf die Schaukel mit Blick zu den Sternen. Jetzt komme ich mir komisch vor. Soll ich mich neben ihn legen? Oder lieber Abstand halten?

Mein Gott Jimin! Reiß dich zusammen und lege dich zu ihm. Seufzend komme ich also meiner eigenen Aufforderung nach und lege mich neben meinen hübschen Mitschüler. Man Jimin... obwohl... warum nicht? Gelogen ist es ja nicht. Er ist verdammt hübsch.

Gemeinsam betrachten wir also die Sterne am Himmel und denken wahrscheinlich beide über Dinge die uns wichtig sind nach. Moment... habe ich gerade indirekt gesagt, dass Yoongi mir wichtig ist?

Aber wäre das so verwerflich? Immerhin akzeptiert er mich wie ich bin und mag mich sogar. Ja... Er ist mir wichtig. Und das macht mir Angst. Oh Gott! Was wenn ich mich in ihn verliebe? Das geht doch nicht! Ich bin doch viel zu schüchtern!

Und wie so oft unterbricht eine Stimme meine Gedankengänge. Seine Stimme.
,,Worüber denkst du nach, Mochi?"

Scheiße. Was sag ich denn jetzt?

,,Ich...uhm...Nichts Besonderes eigentlich." Schlechte Ausrede Jimin. Du kannst nicht lügen und das war eine riesen Lüge.
Yoongi ist definitiv was Besonderes.

,,Du lügst. Man sieht es dir an." Er grinst. Oh Gott wie peinlich! Vor Scham will ich mich aufsetzen, um mich wegdrehen zu können, was jedoch ziemlich schief läuft.
Yoongi greift nämlich nach meiner Hand und zieht mich wieder zu sich. Nur mit dem Unterschied, dass och diesmal halb auf ihm liege und er Arme um mich geschlossen hat.

Bloß nicht schreien, Jimin. Du liegst nur in den Armen deines vermeintlichen Crushs. Nichts weiter.

Meine Wangen nehmen einen wahrscheinlich schon bordeaux roten Ton an, doch ich bekomme nur ein Lächeln von ihm. Ein extrem süßes gummy smile.

Hilfe... Helft mir doch. BITTE!

Weitere zehn Minuten vergehen, während wir beide kuschelnd auf der Schaukel liegen.

,,Hab keine Angst, Kleiner."

Was meint er? Wovor Angst?

,,Wovor denn?"

Er schmunzelt nur.

,,Vor der Reaktion deiner Eltern. Klar du hast sie angelogen. Aber sie lieben dich und werden dich verstehen, wenn du es ihnen erklärst. Du bist stark, Jimin. Du schaffst das!"

,,Danke..." ist alles was ich noch fähig bin rauszubringen.

,,Na komm Mochi. Ich bring dich noch mach Hause.", sagt er, während er aufsteht und mich hinter sich her zieht. Ich will aber noch kuscheln...

Grinsend beugt Yoongi sich runter zu der kleinen Lou, die ich total vergessen habe.

Aber Moment mal! Warum bellt sie nicht? Sie bellt immer, wenn mir jemand zu nah kommt, den sie nicht kennt. Verrückt! Scheint als würde sie merken, dass Yoongi ein toller Kerl ist und mir nichts böses will...

Wie auch immer. Ich nehme sie wieder an die Leine und zu dritt gehen wir den Weg zurück nach Hause.

Wir schweigen die ganze Zeit, bis ich auf einmal vor Schreck aufkreische. Das Gebüsch neben uns raschelt und ein kleiner Hase kommt heraus gesprungen.

Peinlich, Jimin.

Lou ist schon in Angriffsstellung gegangen, während ich mich vor Schreck an Yoongis Hand klammere. Dieser lacht nur.

,,Lach nicht! Ich habe mich voll erschrocken!", murmele ich beleidigt und will seine Hand loslassen. Soweit kommt es aber nicht, da er sie nicht frei lässt.

Immer noch lächelnd, zieht er mich an der Hand weiter. Bis zu dem Haus meines Vaters laufen wir tatsächlich eng aneinander und Händchenhaltend. Und es gefällt mir sehr.

,,Na dann. Wir sehen uns Montag in der Schule, Jimin. Ich warte am Tor auf dich, damit du nicht alleine rein gehen musst und ich dich beschützen kann."

Hilfe. Wie süß! HILFE!

,,O-okay. Danke." Hör doch auf zu stottern, man. Das ist peinlich.

,,Hier." Er drückt mir einen kleinen Zettel in die Hand.

,,Meine Nummer. Schreib mir oder ruf mich an, wenn du jemanden zum reden oder so brauchst. Oder einfach so ohne Grund, geht natürlich auch."

Zwinkert er. Ich werde schon wieder rot. Ich muss mich aber noch bei ihm bedanken. Ich bin immerhin gut erzogen.

,,Mach ich. Danke, dass du mich noch her gebracht hast."

Im nächsten Moment liege ich wieder in seinen Armen. Und es fühlt sich toll an. Am liebsten würde ich mich nie wieder von ihm lösen.

Der nächste Herzinfarkt überkommt mich als ich seine wichen Lippen auf meiner Wange spüre.

Omo... Er hat mich auf die Wange geküsst! Jetzt sehe ich wahrscheinlich aus wie eine Tomate auf Beinen.

Er verabschiedet sich noch und dreht dann um, um selbst nach Hause zu gehen.

Total bescheuert grinsend gehe auch ich Richtung Haustür. Er hat mir wirklich den Tag gerettet ohne es eigentlich geplant zu haben. Ich glaube ich bin verknallt.

𝙀𝙮𝙚'𝙨 눈 _ ᴍʏɢ×ᴘᴊᴍWo Geschichten leben. Entdecke jetzt