!!!Trigger-Warnung!!!
Dieses Kapitel könnte an manchen Stellen zur Extreme neigen.
Warme Sonnenstrahlen fielen mir ins Gesicht. Das Knistern vom Holz im Kamin, erfüllte den Raum. Leise tickte die Pendeluhr. Ich wollte mich bewegen, doch es ging nicht. Irgendetwas schien mich nach unten zu drücken. Schwach schlug ich meine Augen auf und blickte an mir herunter. Mehrere Decken lagen über mir und schienen mich förmlich unter sich begraben zu wollen. Mein Kopf dröhnte, als ich ihn leicht drehte.
Ich erblickte Harry, welcher zusammengekauert am anderen Ende des Raumes saß. Er wirkte geschwächt. Als er sah, dass ich wach war, sprang er sofort auf seine langen Beine und wollte zu mir eilen. Doch als wäre ihm gerade etwas in den Sinn gekommen, stoppte er. Hilflos stand der Lockenkopf in der Mitte des Zimmers und blickte mich an. Viel langsamer als zuvor, setzt er seine Bewegung fort. Mit Sicherheitsabstand zu mir blieb er vor der Couch stehen, auf der ich lag. „Wie fühlst du dich?" fragte er mich leise.
Ich schob einzelne Decken weg, um mich aufzusetzen. Ich fasste mir an den dröhnenden Kopf. „Ich hatte einen verrückten Traum" sagte ich, noch immer leicht schlaftrunken und benommen. Harry ließ sein Haupt sinken und sah auf seine Füße. Seine Locken rutschten nach vorne und verbargen sein Gesicht. „Was ist, wenn ich dir sage..." Er hielt kurz inne, als müsste er erst nach den richtigen Worten suchen. „...dass das gar kein Traum war?" Harry hob seinen Kopf und schien auf eine Reaktion meinerseits zu warten.
Das Ticken der Pendeluhr war nicht mehr zu hören. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein. Ich war mir sicher, dass mir mit diesen Worten soeben, jegliche Farbe aus dem Gesicht gewichen war. Bruchstückhafte Erinnerungen an die gestrige Nacht, tauchten wieder auf. Mir war, als hätte ich schon tagelang kein Essen mehr zu mir geführt und dennoch schaffte mein Körper es, sich zu erbrechen.
Noch bevor mein Körper die Signale durch meine Nervenbahnen geschickt hatte, schien Harry zu ahnen was gleich passieren wird. Blitzschnell schob er mir einen Eimer in die richtige Position. Ich drückte mein Gesicht in den eisernen Behälter und füllte ihn mit meinem Mageninhalt. Die letzten Brocken die sich zwischen meinen Zähnen verfangen hatten, spuckte ich kraftvoll aus. Mein Würgereiz wollte nicht nachgeben. Doch mein Magen war leer, weshalb nur noch Magensäure folgte. Der Rand des Eimers lag kalt an meinem Kinn, als ich meinen schweren Kopf darauf abstützte.
„Louis, bitte lass es mich erklären" setzt Harry an.
Unterbrechend hob ich meine Hand und schüttelte leicht den Kopf. „Verschone mich" brachte ich mühselig heraus. Der Geschmack meines Erbrochenen und der Magensäure hing mir in der Kehle.
„Louis bitte, ich will dich nicht verlieren." Der Gesichtsausdruck des Lockenkopfs war schmerzverzerrt.
„Ich sagte, du sollst mich verschonen. Verschwinde endlich", antwortete ich nüchtern.
Nichts schien zu passieren, doch als ich meinen Kopf anhob, war Harry bereits verschwunden. Sofort machte sich ein mulmiges Gefühl breit. Coroline war sicher irgendwo hier. Schnaubend stellte ich den Eimer zur Seite und sank wieder zurück in die Kissen.
Ich war wieder eingeschlafen. Ich zuckte unruhig umher, als die Bilder der letzten Nacht dabei waren, mich einzuholen. Als ich aufwachte, war die Sonne bereits am Untergehen. Meine Beine waren wackelig, als ich versuchte, darauf zu stehen. „Harry?" fragte ich in die Leere des Raumes. Meine Stimme klang zart und schwach. Sie war kaum hörbar.
Keine Sekunde später tauchte der Lockenkopf auf meiner Bildfläche auf. „Du solltest dich wieder setzen" sagte er schüchtern. Er blieb am Türrahmen stehen.
„Sag mir nicht was ich tun soll" zischte ich zurück.
Er ließ seinen Kopf sinken und blickte auf das Glas Wasser, das er in seiner Hand hielt. „Ich habe dir etwas zu trinken geholt" sagte er kaum hörbar und streckte seinen Arm in den Raum, ohne näher zu treten oder mich anzusehen. Ich ignorierte ihn.
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Der Graf || Larry Stylinson
أدب الهواةSeine langen Finger umschlossen meine Handgelenke. Er drückte mich gegen den Baum. Er kam meinem Nacken immer näher. Ich fühlte seine kalten Lippen, wie sie, auf der Suche nach meiner Halsschlagader, über meine erhitzte Haut glitten.
