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Ich schlang meine Beine um Harrys Hüften. Ohne, dass seine Lippen aufhörten mich zu liebkosen, stand er auf. Seine Hände lagen auf meinem Po und hielten mich sicher, sodass ich nicht falle. Wir waren bereits halb aus dem Raum, bis ich überhaupt mitbekam, dass der Lockenkopf sich in Bewegung gesetzt hatte. Ich unterbrach unseren Kuss und sah ihn an. Der rosige Schimmer seiner Wangen war verschwunden, das Smaragdgrün seiner Augen wich der Dunkelheit. Sie strahlten so klar, wie eine sternenlose Nacht.

Harry trug mich mit Leichtigkeit die Treppe nach oben und selbst als er die Tür, eines mir unbekannten Raumes, öffnete, setzt er mich nicht ab. Er hielt mich immer noch fest an sich gedrückt, als wäre der Boden eine Gefahr, vor der er mich bewahren musste.

Harry bog sich nach vorne, instinktiv verstärkte ich meinen Griff in seinem Nacken. Ich fühlte das weiche Fabrikat einer Matratze an meinem Rücken. Meine Hand verließ Harrys Genick und strich über den seidigen Stoff, auf dem er mich abgelegt hatte. Es war eine schwarze Seidenbettwäsche.

Der Lockenkopf war aus meinem Sichtfeld verschwunden. Ich blickte an die Decke, doch etwas versperrte meinem Blick den Weg. Das worauf ich lag, schien ein Himmelbett zu sein. Das Bettgestell war aus schwarzen Metallstangen gefertigt, an denen sich schöne Blumen entlang windeten. „Gefällt es dir?" flüsterte Harry in mein Ohr. Seine Frage ließ ich unbeantwortet, streckte stattdessen meine Hand nach einer der Blumen aus.

Sie war echt.

Gedankenverloren nahm ich meine Hand wieder zu mir und betrachtete sie. An ihr blieb etwas Blütenstaub haften. Ich vernahm Harrys leises melodisches Lachen.

„Ich habe noch nie etwas vergleichbares gesehen" sagte ich, während ich weiter den mit Blumen bestückten Himmel des Bettes betrachtete. Harry saß stumm an der Bettkante und beobachtete mich. Ich blickte zu ihm und streckte meine Arme nach ihm aus.

Sofort kam er meine unausgesprochenen Bitte nach. Die Matratze sank nicht ein, als er über mich kletterte. Mit seinen Armen stützte er sich neben meinem Kopf ab.

Harrys Lippen tanzten über die weiche Haut meines Halses, während sich seine kalten Finger sachte ihren Weg unter mein Oberteil bahnten.

Seine Zähne, welche ich an meiner Kehlte fühlen konnte, versetzten mich in leichte Panik. Wird er sich beherrschen können, wenn sich erstmal die Lust über ihn gelegt hatte? Harry schien meine Gefühlsveränderung bemerkt zu haben. Sofort zog er sich ein Stück zurück und sah mich aus unsicheren schwarzen Augen an. Ich lächelte ihn kurz an, schob meine Finger unter seine Locken und zog ihn an seinem Nacken wieder zu mir. Unsere Lippen verbanden sich zu einem Kuss. Die Kälte seiner Zunge bereitete mir noch nie dagewesene Gefühlsregungen. Seine Berührungen brachten mein Blut in Wallung und trieben meine Körpertemperatur nach oben. Aber gleichzeitig war Harry auch derjenige, der mich wieder herunterkühlte. Mein heißer Atem prallte auf Harrys kalten Atem.

Der Lockenkopf hatte uns mittlerweile restlos unserer Kleidung entledigt. Seine kalten Finger tanzten über meine erhitzte Haut und ließen eine Spur aus Gänsehaut zurück. Ihr Weg brachte sie immer weiter nach Süden und somit zu meiner Körpermitte. Seine schwarzen Augen fixierten mich, während Harry mich mit seinen Fingern verwöhnte. Ich leckte mir über die Lippen und bog meinen Rücken durch, schob ihm so mein Becken noch näher. „Harry bitte, du bringst mich um den Verstand" raunte ich atemlos. Ein verführerisches Lächeln trat auf seine Lippen. Er streckte sich zu meinem Gesicht, um mir einen lieblichen Kuss zu geben. „Ich werde vorsichtig sein" flüsterte er kaum hörbar.

Ich krallte mich im Bettlaken fest, als Harry sich endlich in mich schob. Er stöhnte kurz auf und warf seinen Kopf in den Nacken, als er vollständig in mich eingedrungen war. Seine kalten Finger ruhten an meiner Hüfte und hielten mich gegen sich gedrückt, als er immer wieder tief in mich stieß.

Bereits nach seinen ersten Bewegungen in mir, war meine Atmung zu einem erstickten Keuchen mutiert und wurde immer wieder von einem wohligen Stöhnen unterbrochen. Erste Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn. Mit seiner linken Hand strich er über sie und hinterließ eine angenehme Kühle.

Harrys Bewegungen waren langsam, aber er traf mit jedem Stoß meinen süßen Punkt und ließ mich wimmern. Ich krallte mich in seinen Armen fest und drückte mich ihm noch mehr entgegen, in der Hoffnung, er würde sein Tempo beschleunigen. Doch er tat es nicht. Ich griff in seinen Nacken und zog ihn zu mir. Ich platzierte einen schlampigen Kuss auf seinen Lippen und leckte mit meiner Zunge gierig über seine Unterlippe.

Abrupt stoppte Harry in seiner Bewegung und erstarrte. Er ließ seinen Kopf nach unten sinken. „Lou...ich...darf meine... Beherrschung nicht verlieren. Dass hier... verlangt... mir mehr Konzentration ab, als du vielleicht denken magst" raunte Harry heißer.

„Es tut mir leid" sagte ich atemlos, meine Hände verließen seinen Nacken. Ich biss mir auf die Unterlippe.

Er bog sich zu mir und küsste mich leidenschaftlich. Der Lockenkopf bewegte seinen Kopf zu meinem Ohr. „Entschuldige dich dafür nicht" flüsterte er so dicht an meinem Ohr, dass seine kalten Lippen meine warme Haut streiften.

Harry setzte seine Bewegungen genauso langsam fort wie zuvor, doch diesmal schloss er seine langen Finger um meine Erektion und massierte sie rhythmisch zu seinen Stößen. Seine linke Hand ruhte wieder auf meiner Hüfte und hielt mich fest.

Mit Harrys nächsten Stößen brach die Welle der Erlösung über mir herein. Die hemmungslose Ekstase zog mich mit sich. Ich schloss meine Augen und bog meinen Rücken durch. Mein Stöhnen verwandelte sich in ein erschöpftes Keuchen. Ich wand mich unter Harry umher. Mit einem Mal verließen seine Hände meinen Körper. Mir war schleierhaft warum.

Als er sich im Bettlaken festkrallte, wusste ich es. Die Sehnen an seinen Händen traten hervor. Seine Bewegungen wurden schneller und schon hörte man das Geräusch, das entstand, wenn Stoff achtlos zerrissen wird. Harry packte eine der Metallstangen, welche sich sofort unter seiner Kraft verbog. Einzelne Blütenblätter lösten sich und rieselten auf uns herab. Sein Körper bebte. Er drückte sich ein letztes Mal tief in mich, ehe er in seiner Bewegung erstarrte. Sein tiefes Stöhnen klang wie ein Knurren. Seine Atmung war immer noch gleichmäßig, aber er wirkte erschöpft. Der Lockenkopf sah mich aus funkelnden Augen an. Ich strich ihm eine Locke zurück, welche in sein Gesicht gerutscht war.

Harry erhob sich und verschwand, doch noch bevor ich mich fragen konnte wohin, war er auch schon wieder an meiner Seite. Er legte sich neben mich und zog mich zu sich. Die schwarze Bettdecke lag nun über uns. „Habe ich dir weh getan?" fragte er mich leise. Ich schüttelte nur meinen Kopf und sah ihn lächelnd an. Einige Blütenblätter hatten sich in seinen Haaren verfangen.

Harry strich mir sanft über die Wange und küsste meine Nasenspitze. Sein Blick glitt an mir vorbei. Seine Hand folgte. Er streckte sie nach einer der Blumen aus und riss eine Blüte ab. Harry drehte sie kurz zwischen seinem Daumen und Zeigefinger, ehe er sie hinter mein Ohr steckte und mich dann mit einem sanften Lächeln betrachtete.

Der Graf || Larry StylinsonGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt