N E Y L A
Neyla Wezam.
Jeder kennt mich und jeder Yezide, der meine Familie ansatzweise kennt, redet über uns. Warum?
Weil ich, Neyla Wezam mit meinen Freund Karam durchgebrannt bin.
Warum haben meine Eltern ihn nicht akzeptiert, dass weiß ich leider nicht.
Karam ist selbst Yezide und Mirid.
Es intressiert mich, aber nicht viel was meine Eltern sagen.
Ich meine, ich lebe nur einmal und deswegen werde ich nicht auf meine "Eltern" hören, wenn es um die Liebe geht.
Ich bin eine stolze Yezidin und befolge alle yezidischen Vorschriften.
Nicht weil ich das muss sondern, weil ich es will.
Jungfrau bin ich auch, trotz allem akzeptieren sie die Beziehung zwischen Karam und mir nicht.
Egal!
Eigentlich bin ich jedes Wochenende in einer Bar und betrinke mich. Jedoch sitze ich gerade vor den ausgeschalteten Fernseher.
Wenn ich betrunken bin, vergesse ich mein Problem - Die Einsamkeit.Zwei Flaschen Whisky standen vor mir.
Ich machte mir nichts draus und kippte es in mein Rachen. Ich spürte,dass kalte Getränk, wie es in meine Speiseröhre floss.
Der kalte Whisky erschauderte mich.
Ich ignorierte dies und trank beide Flaschen auf und bemitleidete mich selbst.
Der wichtigste Mensch in meinem Leben ist weg und ich weiß, dass ich ihn nie wieder sehen werde.
Ob ich mit meinem Leben klar komme - Zum Teil.
Wenn ich nicht an den Tod meiner wahren Liebe denke, dann bin ich mit Sicherheit in der Universität oder am lernen.
Sonst denke ich ununterbrochen an Karam und wie ich seinen Mörder, die gerechte Strafe geben kann.
Klar kenne ich seinen Mörder. Schließlich ist er vor meinen Augen ermordet worden.
Warum?
Das weiß ich selber nicht.
Ich will, dass sein Mörder leidet, sowie ich gelitten habe/leide.N Ä C H S T E R T A G
Das einzige was ich jetzt spüre ist Schmerz.
Es fühlt sich so an, als würde mein Gehirn explodieren und meine Körperteile würden rausgerissen werden.
Ermüdet suchte ich in meinem Nachttisch nach Kopfschmerztabletten, damit endlich dieses dämmern in meinem Kopf verschwindet.
Erleichtert atmete ich aus, als ich die letzte Kopfschmerztablette in meine Hand hielt.
Ich wäre aufgeschmissen, wenn ich keine mehr hätte.
Ich schluckte die Tablette runter und kippte noch Mineralwasser dazu.
Langsam stande ich auf und bereite mich für meine Vorlesung in Biochemie vor.
Ich putze mein Zähne, duschte mich, zog mich um und schminkte mich dezent.Ich kämmte kurz meine Haare und ließ sie einfach auf.
Ich hatte das Glück, dass ich die Haare von meiner Mutter hatte.
Die sind schön glatt und haben einen natürlichen hellbraunen Ton.
Mein Herz ziehte sich zusammen, als ich das Wort "Mutter" benutzte.
Dies passiert immer, wenn ich von meiner Familie oder von Karam spreche.
Meine Haare waren lang, doch als Karam starb, schnitt ich mir die bis zu meinen Schultern.
Im Yezidentum heißt es, dass Haare heilig sind und man die schneiden sollte, wenn dein Ehemann oder ein wichtiger Mensch in deinem Leben stirbt.
Karam war nicht mein Ehemann.
Wir waren nur verlobt, aber er ist meine große Liebe und wird es immer sein.Ich spürte, wie sich Tränen in meinem Augen bildeten und versuchte mich wieder auf etwas anderes zu konzentrieren.
Ich aß eine Kleinigkeit und ging raus zu meinem Mini Cooper.
Ich schloss kurz meine Augen,atmete tief ein und flüsterte zu mir selbst.
"Lass uns den beschissenen Tag endlich beginnen."Ich öffnete meine Augen und fuhr zur Universität.
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Ein Augenblick
Short Story𝑫𝒂𝒔 𝑺𝒑𝒊𝒆𝒍 𝒎𝒊𝒕 𝒅𝒆𝒎 𝑭𝒆𝒖𝒆𝒓 Neyla Wezam. Ein Mädchen, die mit ihrer wahren Liebe geflohen ist. Ein Mädchen, was nicht den Standart entspricht. Ein Mädchen, was sich unsterblich in ihren schon Verlobten Karam verliebt hat. Aber die Elt...