S I E B Z E H N

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N E Y L A

Irgendwie war es komisch.
Ich weiß nicht warum, aber Anfang im Auto, war es eine unangenehme Stille, doch als wir an der Kirmes ankamen, verflog die schon. Es war so,  als kennen wir uns schon Jahrelang. Jedoch gab es immer mal wieder auf der Kirmes ein paar kleine unangenehme Situationen. Vielleicht ist es auch normal, man muss ja auch sagen. Wir kennen uns noch nicht so lange, dass wir jetzt über alle Themen sprechen.

Gerade essen wir zusammen einen Döner. Why not ?
Beim "ersten Date" ein Döner ist jetzt nicht gerade optimal, aber wenn er mich so nicht will, dann kann er sich schon anfang an vergessen.

"Hmm.. der schmeckt echt gut!" seufzte ich und nahm den letzten bissen von meinem Döner.
Baran lächelte mich nur warm an und  bestätigte es.

Plötzlich veränderte sich Barans Mimik. Seine Augenbrauen waren zusammen gezogen und er schaute hinter mir.
Langsam bemerkte ich eine warme Hand auf meine Schulter.
Ich weiß nicht wer es sein kann, denn  ich kenn niemanden und die Leute die ich kenne, würden ihre Hand nicht auf meine Schulter legen, da sie vom Plan wissen.

Langsam mit einem nervösen aber auch ängstlichen Blick schaute ich in die Augen von einem jungen Mann. Lauter Tränen fließen laufen über sein Gesicht, aber ich konnte nicht einordnen wer es ist.

"Neyla min" flüsterte er, so dass nur ich es hören kann.
Ich wusste sofort, wer es war und weinte vor mich hin. Mädel du wolltest stark sein und nie wieder vor jemanden weinen.
Seine Stimme hat sich minimal verändert, jedoch liegt es an der Pubertät.
"Alan, woher wusstest du wo ich bin?"

Ich konnte es nicht glauben. Er nahm mich nur in dem Arm und ich zog seinen Duft ein.
Es fühlte sich, wie zuhause an. Der Ort meiner Kindheit.
"Was machst du hier, geh nachhause!" schrie ich ihn schon fast an, als wir uns voneinander gelöst haben. Ich blendete alles weg. In diesem Augenblick waren nur Alan und ich hier.

"Ich bin hier auf Klassenfahrt und wollte mit den Jungs, was essen gehen, da wir jetzt eine Freistunde haben und zufällig sehe ich dich. Ich habe dich nur von deiner Stimme her erkannt, sonst hätte ich es nie im Leben gemerkt, dass du es bist." dabei zeigte er auf die Jungs weiter weg.

Ich merkte gar nicht, dass hier eine Gruppe voller jungen Männern gekommen ist und nickte nur.
Dabei dachte ich aber, wie ich diese Situation regel. Ich habe extra eine Stadt genommen die fast 6 Stunden weiter weg ist als mein alter Wohnsitz und trotz allem wurde ich entdeckt.
Ich kann wegen dem Plan nicht von hier weg, sonst würde ich flüchten. Aber was soll ich machen.

"Schleich dich heute Abend um 22 Uhr aus der Jugendherberge raus. Ich werde auf dich dort warten, denn wir haben einiges zu besprechen." ratterte ich runter.

Er nickte nur und sagte, dass er mir die Nummer per Whatsapp schicken wird, da er meine Nummer noch vom letzten mal hat.

Ich nickte nur und zog Baran mit mir aus dem Dönerladen.
Er wollte, was ansetzten, jedoch lehnte ich es ab und sagte nicht jetzt.

Wir stiegen ins Auto und er fragte mich, wo es hin soll.

"Nachhause"
Schon fuhr der Wagen mit viel zu hoher Geschwindigkeit davon.

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