Die neunzehnjährige Florentina, besucht die schöne Stadt Córdoba, in Spanien, da ihre Tante heiraten würde.
Doch mitten auf der Hochzeit platzen irgendwelche Männer rein, die mit Waffen umher wedeln und den Schwiegervater, der Braut bedrohen.
Ohne...
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❝ Manche fühlen den Regen, während andere nur nass werden. ❞
Mir blieb der Atem weg.
Einerseits, weil er mir so nah war und er ziemlich gut roch. Anderer seits, weil er so flüssig deutsch sprach, man hörte kaum einen Akzent.
Ich nahm tief Luft, streckte die Brust raus und sah ihn an.
»Was willst du von uns ?«
Es zog seine rechte Augenbraue hoch. »Ich denke nicht, dass du in der Position dazu bist, mir fragen zu stellen.«
Somit wandte er mir den Rücken zu und sprach mit Hugo, auf Spanisch weiter.
Meine Familie sah mich mit großen Augen an. Ja ich weiß, ich hätte nicht so viel reden sollen. Aber warum sollen wir für Fehler anderer grade stehen ?
Der breite Körper wendet sich wieder zu mir. »Beweg dich !«, herrschte er mich an.
Als ich trotzdem nicht mit lief, seufzte er genervt und holte hinter seinem Rücken eine Waffe raus.
Erschrocken keuchten alle auf, mir mit eingeschlossen, als er mir diese an meinen Schädel hielt.
»Kommst du jetzt mit, oder muss ich dir erst eine Kugel in den Körper schießen ?«
Ohne etwas zu sagen, lief ich nach vorne zum Ausgang.
Meine Tanten wurden ebenfalls nach draußen geführt und zusammen wurden wir in einen blauen Van gesteckt.
Zum Glück bekam wir keine Handfesseln oder sowas ähnliches an, wie in diesen schlechten Filmen.
Ich saß zwischen meinen Tanten, dessen Hände ich hielt.
Ich will zurück nach Deutschland. Was passiert hier nur ?
Ein paar bewaffnete Männer stiegen ebenfalls mit ein.
Naja so breit waren sie nicht. Ich denke mit einem von ihnen könnte ich es schon aufnehmen.
Doch riskieren wollte ich es nicht. Nicht jetzt. Keiner redete. Solange nicht, bis der Van wieder zum stehen kam.
Die Männer packten uns am Arm und „halfen" uns beim aussteigen.
Wie nett.
Wir wurden vor ein kleines Haus gebracht, welches trotzdem ziemlich schön aussah.
Wenigstens entspricht es nicht dem Klischee... immer diese großen, protzigen Häuser.
Da kam er ja auch schon.
Er nickte den Männern zu, weshalb sie uns ins Haus bringen wollten.
»Fass mich nicht an, ich kann alleine laufen.«, motze ich rum.
Eigentlich war ich garnicht so empfindlich, aber ich wollte mal so reagieren, wie die ganzen Mädchen in den Filmen und Büchern.
»Du hast ne ganz schön große Klappe, für ein einfaches Mädchen, aus dem Ausland.«, sprach Mister gut aussehend.
»Du hast ein ganz schön kleines Haus, für einen Mann, der anscheinend von ein paar Menschen gefürchtet wird und seine eigenen Hintermänner hat.«
Mit einem arroganten Abgang, lief ich ins Haus. Ich sah die geschockten Gesichter meiner Tanten.
Irgendwann wirst du sterben deswegen. Also halt doch einfach mal die Klappe und Versuch nicht, einen auf Film zu machen.
Vielleicht, ganz vielleicht, hast du da recht.
Wenn man die Tür zum Haus öffnete, kam man erst in einen schmalen Flur, in dem ich meine high heels auszog.
Nach dem Flur folgte direkt das Wohnzimmer, mit offener Küche und dem Essbereich.
Dieses Haus war schöner, als unseres in Deutschland.
Noch mache ich das letzte Jahr meines Abiturs, aber danach würde ich gerne als Flugbegleiterin anfangen und mich dann zur purserin hoch arbeiten.
Ich wollte die Welt sehen und viel reisen.
Mir wurde ein Handy entgegen gehalten. »Ruf einen deiner Familie an.«
»Kenn die Nummer nicht auswendig.«, sprach ich genau so gelangweilt, wie er und verdrehte extra die Augen.
Er fuhr sich genervt durch das Gesicht, während er das Handy wieder einsteckte.
Lächelnd drehte ich mich in die andere Richtung und sah durch die Panorama Fenster im Wohnzimmer, in den Garten.
Er war ziemlich groß.
Man konnte einen kleinen Teich erkennen, einen kleinen Tisch mit Gartenstühlen, ein Sonnenschirm, zwei liegen und zu guter letzt, eine kleine Baustelle.
Ich drehe mich zurück zu den anderen.
Mister ihr nervt mich alle, hat sich zu einen dieser Typen gedreht und spricht wieder auf spanisch.
Gedanken verloren biss ich mir in die Innenseite meiner linken Wange.
Warum haben sie die Hochzeit gecrasht ? Worum ging es in diesem Streit ? Wird er uns abknallen, wenn Hugo nicht das tut, was er schon längst hätte tun müssen ?Was muss er denn überhaupt tun, damit wir endlich hier weg kommen ? Warum genau wir drei ? Warum fühlt es sich an wie im Film ? Und warum kann Mister gut aussehend, so gut deutsch ?
Wie alt ist er überhaupt ? Ich würd ihn auf Mitte 20 schätzen. Theoretisch könnten wir irgendwann heiraten.
Oh Gott, halt bitte einfach die Schnauze. Hoff erstmal darauf, dass du hier lebend wieder raus kommst, bevor du an deine eigene Hochzeitsfeier denkst.
Er drehte sich wieder zu uns. Sah erst zu meiner Tante, die noch ihr Hochzeitskleid an hatte und dann zu der Frau meines Onkels, welche ebenfalls ein enges Kleid anhatte.
Ja ziemlich unbequem in diesen Kleidern.
Zu letzt sah er mich an. »Ihr bekommt gleich ein Zimmer. Jeder ein eigenes.«
Oh wie großzügig.
»Es reicht, wenn wir zusammen in eins können.«
Er zog seine rechte Augenbraue hoch. »Kleine, ihr bekommt keine Einzelzimmer, weil ich euch eure Privatsphäre lassen will. Ich bin kein Hotel. Ihr bekommt einzelne Zimmer, weil ich nicht will, dass ihr auf dumme Ideen kommt. Bei mir bekommt ihr keinen Luxus. Schlag dir deine Filme und Bücher aus dem Kopf, in welchen sich der Mann, in das kleine unschuldige Mädchen verliebt. Du bist nur Mittel zum Zweck und das nur solange, wie ich dich brauche.«