Die neunzehnjährige Florentina, besucht die schöne Stadt Córdoba, in Spanien, da ihre Tante heiraten würde.
Doch mitten auf der Hochzeit platzen irgendwelche Männer rein, die mit Waffen umher wedeln und den Schwiegervater, der Braut bedrohen.
Ohne...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
❝So wie die Blumen ohne Wasser sterben, so stirbt deine Seele ohne Gebet.❞
»Lass mich bitte raus. Lass uns zurück fahren. Ich hab nichts getan, wirklich.«
Ich wollte wirklich zurück. Er hatte erreicht, was er wollte. Er wollte doch das ich Angst bekam, ich hatte Angst. Genügt das denn nicht ?
Es war mittlerweile schon dunkler auf den Straßen geworden und ich erkannte den Wald. Das bedeutet, dass wir gleich am Lager sein sollten.
Unkontrolliert zitterte ich.
Nach ein paar Minuten kamen wir wirklich vor einem Lager an. Es sah aus wie eine alte verlassene Fabrik.
Als er Ausstieg, drehte ich meinen Kopf zu ihm und sah ihm dabei zu, wie er auf meine Seite kam und meine Tür öffnete.
»Bitte nicht.«, flehte ich.
Ohne auf meine Angst zu achten, zog er mich aus dem Auto und schliff mich förmlich zum Eingang.
Er nahm einen Schlüssel aus seiner Jackentasche und schloss die dicke Metall Tür auf.
Durch die Kälte zitterte ich noch einmal auf und strich mir über die arme.
Wieder packte er mich grob an meinem Arm und schleuderte mich ins Innere der Halle.
Sie war gross, bestand aus nur einem Raum. Es gab eine Treppe, von der man runter schauen konnte und somit ein Blick auf alles hatte.
»Es hätte nicht mal so weit kommen müssen. Du hattest es ziemlich bequem, aber Menschen, wie du, schätzen sowas nicht. Schätzen meine Nettigkeit nicht.«, sprach er, während er langsam wieder auf den Ausgang zu lief.
Schnell tapste ich zu ihm und fasste ihn am Oberarm. »Bitte, nimm mich wieder mit. Ich hab nichts damit zu tun. Ich verspreche, ich werd alles tun, aber nimm mich wieder mit.«
Er gab mir einen Seitenblick, den ich nicht deuten konnte, dann zog er seine Lederjacke aus.
Verwirrt sah ich ihn an.
Er nahm meinen linken Arm und führt ihn in die Jacke, genau sowie meinen rechten Arm. Als ich seine Jacke an hatte, zog er mir noch den Reißverschluss zu.
»Ich setzt dich zwar aus, werd' dich aber nicht erfrieren lassen.«
Ein kleiner Hoffnungsschimmer flackerte in meinem inneren auf.
»Nicht, solange ich mein Geld nicht hab.«
Das war's dann wieder mit dem Hoffnungsschimmer.
Geschockt sah ich ihm hinterher, als er das leer stehende Lager verließ und mich somit alleine, in der Dunkelheit und Kälte zurückließ. Ich bekam noch mit, wie er weg fuhr.
Wimmernd lief ich hin und her. Mir war so verdammt kalt.
Hier gab es ja nicht mal etwas, worauf ich mich setzten könnte, außer den harten beton Boden.
Da ich nicht wirklich eine Wahl hatte, setzte ich mich und lehnte mich dann mit dem Rücken, an die Wand.
Dieser Mann hatte kein Herz.
Wenn man der Polizei in Deutschland davon erzählen würde, könnten sie dann was dagegen unternehmen ? Ich mein es ist ein anderes Land, andere Regeln.
Durch die ganze Kälte, zitterte mein Körper wieder. Ich vergrub mein Gesicht bis zur Hälfte, in die gut riechende Lederjacke.
Also ich steh ja auf badboys aber das ist mir dann wieder zu viel, des guten.
Oder bösen.
Hier war es definitiv zu leise, man hörte draußen sogar das Rascheln der Blätter. Schon von klein auf, hatte ich ein Problem mit der Stille, weshalb ich immer Musik an hatte.
Selbst wenn ich schlafen ging lief Musik. Ich versuchte somit die Geräusche auszublenden, die ich immer wahrnahm.
Doch jetzt. Jetzt höre ich sie ganz genau.
Ein kalter Schauer lief mir den Rücken herunter und ich schüttelte mich.
Wie gerne ich jetzt Musik hätte.
Die Geräusche draußen wurden immer lauter. Vielleicht bildete ich es mir nur ein, doch ich hatte das Gefühl, dass alles lauter wird und näher kommt.
Genau aus diesem Grund, fing ich an zu singen. Dass ich keinen Ton traf, war mir nicht neu, aber es linderte die Angst ein wenig.
Ohne lang zu überlegen, sang ich das Lied, welches meine Oma mir früher zum einschlafen gesungen hatte. Immer wieder auf Dauerschleife, da mir nichts anderes einfiel.
Nach dem 13 mal singen, wurd' ich ziemlich müde. Meine Augen fielen immer wieder zu, doch die Angst war größer als die Müdigkeit.
Um meine Augen auf zu halten, rieb ich einmal über sie, in der Hoffnung, es würde mich wach halten.
Noch einmal ging ich das Lied in meinem Kopf durch, da ich zu schwach war, meine Stimme zu benutzen.
Gute Nacht.
***
Ich war wach, doch hatte Angst meine Augen zu öffnen, also vertraue ich auf meine Ohren.
Mein Atem ging zittrig, weil ich Angst hatte, dass, wenn ich meine Augen öffne, jemand oder etwas vor mir stehen könnte.
Immer wieder nahm ich Geräusche wahr.
Es hallte hier im Lager, weshalb ich nicht ausmachen konnte, woher genau die Geräusche kamen.
Aber sie waren von hier drin.
Es könnte eine Ratte sein, oder ein anderes Tier. Zumindest redete ich mir das ein.
Unauffällig, öffnete ich mein linkes Auge, sah aber nichts. Als ich mir wirklich sicher war, dass sich hier keiner befand, öffnete ich auch mein rechtes Auge.
Aber ganz vielleicht, hätte ich sie einfach zu lassen sollen, denn das, was ich an der gegenüberliegenden Wand sah, wollte ich nicht sehen...