Eine Geschichte

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Du warst wohl wirklich an deinem Limit angekommen, denn du konntest die Nachrichten nicht lesen.

Verzweifelt strengtest du dich an und schon wieder kamen dir fast die Tränen.

Warum? Warum genau jetzt?..

Das Bildschirm wurde plötzlich schwarz und du erschrakst. Der Akku ist leer gegangen. Du versuchtest es anzumachen, auch wenn es sinnlos schien.

Nach einer Weile hörtest du auf es alles zu versuchen und setztest dich neben dem auf dem Boden liegenden Inumaki hin.

"Wir müssen uns jetzt nun auf die anderen verlassen. Ich bin mir sicher, dass Fushiguro-kun und Maki-Senpai gleich mit Unterstützung kommen", redest du vor dich selbst hin.

"Lachs", hörtest du den Jungen verschlafen neben dir sagen.

Verwirrt schautest du zu ihm hinüber und sahst, dass er wohl aufgestanden war.

"Es tut mir leid, ich wollte dich nicht aufwecken", entschuldigtest du dich schnell.

"Bonito Flocken", sagte er dann und schaute dich an. Er versuchte dann aufzustehen, doch du hieltest ihn auf.

"Bleib bitte erst einmal liegen. Es wäre besser für deine Wunden", sagtest du zu ihm. Er tat was du vorschlugst und blieb liegen.

"Hey Inumaki-Senpai, darf ich dir eine Geschichte erzählen?", fragtest du und schautest ihn an.

Er aber schaute dann zu deinem Buch hinüber und fragte sich, was du denn vorlesen möchtest.

"Lachs", sagte er nur und wartete darauf, dass du anfängst.

"Ich werde jedoch dir nichts vorlesen können, im Moment kann ich gerade nicht lesen", kichertest du leise.

Der Junge schaute dich verwirrt an, doch bevor er etwas fragen konnte, fingst du an zu sprechen.

"Das ist eine Geschichte, die ich in und auswendig weiss", du fingst an zu Lächeln, "Es war einmal ein Mädchen, das sich ganzes Leben lang nicht nach dem Sinn von dem was sie sieht gefragt hat. Eines Tages, als der Tod ihr drohte, erschien jemand neues in ihrem Leben und von dort an war nichts mehr "normal". Die Angst zu sterben, die Angst andere zu verlieren, all das trug sie immer mit sich. Doch auch hier, auf der anderen Seite der Welt fand sie neue Kameraden. Der Junge, der ihr einst das Leben rettete, kämpfte nun Seite an Seite gemeinsam mit ihr."

Inumaki hörte weiterhin zu und entschied sich, dich nicht zu unterbrechen.

"Bald sah sie, wie schön sein Lächeln doch war. Ein Lächeln, dass ihren Tag immer gleich erhellt, als ob das Lächeln noch heller als die Sonne strahlte. Das sichere Gefühl wenn sie bei ihm war und all seine Worte, farbenvoll. Plötzlich befanden sie sich jedoch in einer gefährlichen Situation, doch das Mädchen war froh, dass sie ihre möglicherweise letzten Momente mit diesem Jungen verbringen durfte."

Du stopptest kurz.

"(d/n).. i-", du unterbrichst ihn. Es war ausserdem das erste Mal, dass du ihn einen Namen sagen gehört hast.

"Inumaki-Senpai, ich liebe-", dieses Mal wurdest du unterbrochen.

Der Vorhang verschwand und auf dem Himmel sahst du eine Person, die gerade flog.

"Gojo-Sensei?!", fragtest du verwirrt. Kurz danach fingst du aber an zu lachen und warst erleichtert.

Du nahmst dir Inumakis Hand und sprachst leise zu ihm: "Bitte halte noch ein wenig durch, wir haben es gleich geschafft!"

Er nickte nur. So wartetet ihr auf die Hilfe.

"Inumaki-Senpai! (d/n)!", hörtest du Fushiguro, der gerade zu euch rannte rufen.

Die Unterstützung ist gekommen und ihr werdet in einem Krankenhaus gebracht.

Du wurdest nur kurz untersucht, während alle anderen nach ungefähr eins bis zwei Wochen entlassen wurden.

Der normaler Schultag startete wieder und wie jeden Morgen, sasst ihr zu viert in dem kleinen Klassenzimmer.

Doch was du nicht wusstest, war dass Inumaki deine Worten von damals noch nicht vergessen hatte.

Toge Inumaki x ReaderWo Geschichten leben. Entdecke jetzt