"Aufstehen! Wir sind da." schrie Paul und im nächsten Moment hörte ich wie er gegen die Wand hämmerte. Ich rollte auf meinen Bauch und nahm mein Handy in die Hand. Geblendet vom Licht des Displays kniff ich die Augen zusammen, es war gerade mal 2 Uhr nachts. "Bewegt eure Hintern ins Hotel, da könnt ihr weiterschlafen." schrie Paul und begann wieder gegen die Wände zu hämmern.
"Wir sind doch schon wach!" schrie Bea und krabbelte murrend aus ihrer Koje. Ich tat es ihr gleich und funkelte Paul grimmig an. "Ich wünsche dir auch einen wunderschönen guten Morgen." murmelte ich und schlüpfte in meine Schuhe. "Ich geh schon einmal einchecken. Bitte weckt die Jungs auf." meinte Paul und stieg aus dem Bus ehe wir antworten konnten. Ich überdrehte die Augen und schaute zu Bea, die ebenfalls nicht gerade begeistert von der Aufgabe war. Ich stand auf und fing an alle Vorhänge aufzuziehen. Alle fünf schlummerten noch seelenruhig und machten nicht die Anstände aufzustehen.
"Steht jetzt schon auf!" rief Bea doch keine Reaktion. Es war zu früh um zu schreien. "Komm mit." flüsterte ich auch wenn ich mir ziemlich sicher war, dass ich auch hätte schreien können und die Jungs hätten es nicht mitbekommen. Bea schaute mich verwirrt an, doch als ich auf den Kühlschrank zeigte verstand sie und nahm gleich einen Becher aus einen der Schränke. Der Kühlschrank hatte einen Eiswürfelautomaten eingebaut, der sich nun als ziemlich nützlich erwies. Wir fühlten ein paar Eiswürfel in zwei Becher, einen für mich und einen für Bea. "Okay ich nehme die rechte Seite und du die Linke." Bea nickte und bereitete sich zum Angriff vor.
"Was zur Hölle habt ihr mit den Eiswürfeln vor?" wir schreckten herum. Preston stand in der Tür und schaute verwirrt auf die Becher in unseren Händen. "Die Jungs wollen nicht aufwachen, also haben wir uns gedacht, dass wir sie überraschen." Ein Grinsen schlich sich auf Prestons Gesicht "Wo ist die Kamera?" fragte er und ich reichte ihm mein Handy.
"Bereit?" ich warf einen Blick zu Bea und zu Preston. Beide nickten und grinsten mit einem Schadenfrohen Blick in den Augen zu den Jungs. "Auf drei. Eins, Zwei, Drei!" Wir machten uns ans Werk und begannen den Jungs jeweils eine Hand voll Eiswürfel in die T-Shirts zu stecken. Es dauerte etwas bis sie merkten was los war, doch dann sprangen sie einer nach dem anderen aus der Koje und rannten aus dem Bus. Im vorbei Laufen schmissen wir ihnen noch die übrigen Eiswürfel ins Gesicht.
Bea, Preston und ich konnten uns vor Lachen nicht mehr halten, ihre Gesichter waren einfach zu komisch. "Sagt mal, wieso hüpfen die Jungs wie von der Biene gestochen vor dem Bus rum und holen sich gegenseitig Eiswürfel aus den T-Shirts?" fragte Paul der gerade wieder in den Bus kam. Bea lachte und schnappte sich ihr Handy und rannte aus dem Bus. Auf die Fotos war ich jetzt mal gespannt.
Preston zeigte Paul das Video und brach erneut in Gelächter aus auch Paul konnte sich nicht mehr halten. Als das Video zu Ende war grinste er mich an "Ihr müsst mir das Video unbedingt schicken, man kann nie wissen wann man wieder Erpressungsmaterial braucht." lachte er und wir stiegen gemeinsam aus dem Bus, wo uns fünf angefressene Promis erwarteten. Dieser Anblick wäre echt ein Foto wert gewesen. Preston dachte wahrscheinlich das gleiche und erfühlte mir meinen Wunsch und knipste ein Foto.
"Ach seid doch nicht beleidigt. Wir hätten auch die Wachsstreifen holen können." meinte Bea und lachte beim Entgeisterten Blick der Jungs. "Irgendwann breche ich in euer Zimmer ein und klaue dieses Folterwerkzeug." drohte Louis und schaute uns ernst an. "Mach das, aber lass und erstmal rein gehen und weiter schlafen." gähnte ich und setzte mich in Bewegung.
"Lili wach auf." rief Bea und rüttelte mich durch. Verschwitzt schreckte ich hoch. Bea reichte mir wortlos meine Tabletten und streichelte mir sachte übers Knie. "Du hast im Schlaf schon wieder geschrien." nuschelte Bea. Sie schaute mich ernst an und in ihren Augen lag ein Fünkchen Traurigkeit. Ich hasste es wenn sie wegen mir traurig war.
Ich streckte meine Arme nach ihr, sie lächelte und fiel mir in die Arme. "Was würde ich bloß ohne dich machen?" nuschelte ich in ihre Haare. "Deine Haare würden aussehen wie Stroh und du würdest einen Kartoffelsack tragen. Würdest wahrscheinlich auf der Straße schlafen und von einer Ratte angeknabbert werden." schmunzelte sie und strich mir durch meine Haare. "Wo du Recht hast, hast du Recht." stimmte ich ihr ebenfalls schmunzelnd zu.
"Komm du kleiner Rattensnack, geh dich fertig machen." Bea stand auf und reichte mir ihre Hand die ich dankend annahm. "Geh dich duschen. Ich ruf mal zu Hause aus, meine Eltern glauben wahrscheinlich schon, dass ich tot bin."
Frisch geduscht ging zurück zu Bea, die gerade ihr Telefonat beendete "Ich soll dir schöne Grüße ausrichten." meinte Bea als sie mich entdeckte. "Und was gibt es neues in Gastein?" Bea lachte auf "Als ob sich in diesem Kaff etwas verändern würde." Wie schon gesagt, wo sie Recht hat, hat sie Recht. "Willst du sie besuchen wenn wir in Österreich sind?" fragte ich und ließ mich neben ihr aufs Bett fallen. "Ja, ich hab es ihnen schon versprochen. Ich werde dir erzählen falls sich wirklich was verändert haben sollte." Ich würde so gern wieder nach Hause gehen. Auch wenn ich es immer als Kaff bezeichne, vermisse ich es dort zu wohnen. Ich bin in Gastein aufgewachsen, habe dort Bea kennengelernt und habe dort so viel erlebt. Ich vermisse die Berge, die Menschen und sogar die Kühe. Und jetzt glaubten die meisten, dass ich tot bin. Ich würde ihnen so gern das Gegenteil beweisen und zurück kommen. Doch ich konnte nicht, nicht solange er dort war.
"Komm gehen wir Frühstücken." holte mich Bea aus meinen Gedanken und zusammen gingen wir nach unten. Unten wurden wir bereits von den Jungs, Lou, Lux, Scott und Preston erwartet. "Ich geh zum Buffet, soll ich dir was mit nehmen?" fragte ich an Bea gewannt, die sich bereits an den Tisch gesetzt hatte. "Ja bitte. Einen Kaffee, Waffeln und einen Apfel. Braucht ihr noch was?" fragte sie nun an die Jungs gerichtet. Hä, was soll das jetzt. Ich bin doch keine Kellnerin. "Naja, wenn du schon einmal dabei bist, kannst du mir doch sicher noch eine Tasse Tee mitnehmen." meinte Louis. Ich überdrehte die Augen "Sonst noch was?" "Wenn du so fragst. Die haben diese göttlichen Schokocroissants. Nimm mir bitte eins mit, danke." Man, ich sollte echt an meinem Sarkasmus arbeiten. Ich stöhnte und machte mich auf den Weg zum Buffet.
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Voten nicht vergessen;) Hab euch lieb<3
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Save my Soul
FanfictionLili ist ein ganz normales Mädchen, doch in ihrer Vergangenheit sind Dinge geschehen, die sie auch noch nach drei Jahren verfolgen. Durch Zufall bekommt ihre beste Freundin einen Job bei Lou Teasdale und Lili bekommt die große Chance ihren Traum zu...